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Halbstundentakt erobert den Süden

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Autor: URS HAENNI

FreiburgDie Einführung der nächsten S-Bahn-Etappe für den Süden des Kantons weist eine gewisse Dringlichkeit auf. Mit den Änderungen im Fernverkehr durch die SBB drohen ab dem Fahrplan 2013 den Reisenden über den Knotenpunkt Palézieux markant längere Reisezeiten (FN vom Dienstag). Von Vivisbacher Gemeinden wie Châtel-St-Denis, Remaufens oder Bossonnens nach Freiburg verlängert sich die Reisezeit um 35 bis 120 Prozent.

Die Freiburger Verkehrsbetriebe TPF und das kantonale Amt für Mobilität stellten gestern ihre Lösung des Problems vor: Halbstundentakt zu Spitzenzeiten zwischen Châtel-St-Denis und Palézieux sowie zwischen Bulle und Semsales, dazu die Aufhebung einiger Haltestellen und eine Verminderung der Fahrzeit.

Diese Änderungen sollen per 9. Dezember 2012 in Kraft treten. Sie können mit dem bestehenden Rollmaterial bewältigt werden und führen kaum zu Mehrkosten, wie TPF-Direktor Vincent Ducrot an der gestrigen Pressekonferenz erklärte.

Mit den kurzfristigen Fahrplanänderungen ist auch bereits die nächste Etappe des Projektes S-Bahn Süd aufgegleist. Auf Ende 2014 soll eine neue Schnellverbindung zwischen Greyerz und Palézieux eingeführt werden. Diese neue Entwicklung ist gestern bei den betroffenen Gemeinden, Oberämtern und Schulen in Vernehmlassung gegangen.

Acht Haltestellen weniger

Die Einführung des Halbstundentaktes zwischen Bulle und Palézieux ist nur dank Aufhebung einiger Haltestellen möglich. Wie Martin Tinguely, Dienstchef des kantonalen Mobilitätsamtes, aufzeigte, soll es in Zukunft noch sieben statt 15 Zughalte geben. Die geplante Reduktion betrifft Haltestellen, die entweder nahe einer anderen Haltestelle liegen, durch den städtischen Busbetrieb Mobul abgedeckt werden oder eine sehr geringe Frequenz aufweisen. Die durchschnittliche Strecke zwischen zwei Haltestellen erhöht sich von 1,6 auf 3,3 Kilometer; fünf Minuten Fahrzeit werden so eingespart.

Wie Tinguely aufzeigte, wurden vier Varianten studiert und wurde auch für nach 2014 die Variante S-Bahn Süd ausgewählt, welche ohne zusätzliches Rollmaterial den Halbstundentakt erlaubt. Die Bahninfrastruktur muss bis spätestens 2023 sowieso modernisiert werden. Dazu gehört die Anpassung von Bahnübergängen oder ein besserer Behindertenzugang.

Neuer Bahnhof geplant

Kernstück von S-Bahn Süd wird ein neuer Bahnhof für Châtel-St-Denis sein. Der Hauptort des Vivisbachbezirks hat einen Sackbahnhof. Inskünftig wird an einem neuen Standort ein Bahnhof mit durchgehenden Gleisen stehen. Dieser Bau wird 2015 bis 2020 realisiert. TPF-Direktor Vincent Ducrot beziffert die Kosten bis 2023 auf 80 bis 100 Millionen Franken für die Infrastruktur und 40 Millionen für Rollmaterial. Ein Grossteil der Kosten würde wegen Modernisierungen so oder so anfallen.

Der Bahnhof Châtel-St-Denis wird neu gebaut.Bild aw/a

Zahlen und Fakten

30 bis 50 Prozent mehr Fahrgäste erwartet

Die TPF wie auch das kantonale Mobilitätsamt sehen in der neuen Etappe S-Bahn Süd ein grosses Potenzial. Oberamtmann Patrice Borcard erwähnte an der Pressekonferenz, dass die Agglomeration Bulle 26000 Einwohner und 11000 Arbeitsplätze zählt. Die Verbindung Châtel-St-Denis–Palézieux verzeichnet derzeit unter der Woche täglich 1500 Reisende. Gemäss dem Dienstchef für Mobilität, Martin Tinguely, bringt ein Halbstundentakt erfahrungsgemäss 20 bis 30 Prozent mehr Passagiere. Rechnet man die steigende Attraktivität durch die kürzere Fahrzeit hinzu, gehen die Verantwortlichen von 30 bis 50 Prozent mehr Fahrgästen als jetzt aus. uh

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