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Handelskonflikt als Unsicherheitsfaktor

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Seit Monaten beschäftigt der Handelskonflikt zwischen den USA und China die globalen Finanzmärkte. Anfang August erreichte der Konflikt eine neue Eskalationsstufe, als US-Präsident Trump ankündigte, Zölle von zehn Prozent auf weiteren Importen aus China zu erheben.

In der Folge kam es an den globalen Finanzmärkten zu grösseren Kursverlusten. Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr gerieten die Börsen durch ein politisches Ereignis kurzfristig unter Druck. Meistens beruhigten sich die Märkte innerhalb von wenigen Wochen, manchmal bereits nach Tagen wieder.

Expansivere Notenbanken

Obwohl ein Sprichwort sagt: «Politische Börsen haben kurze Beine», scheinen die Auswirkungen des Handelskonfliktes langsam an den Finanzmärkten anzukommen. Die Wachstumsprognosen wurden im Verlaufe des Jahres kontinuierlich nach unten korrigiert.

Es gibt jedoch auch positive Signale wie beispielsweise die solide Beschäftigungslage, der robuste Dienstleistungssektor, der Konsum oder die ansprechende Kreditvergabe.

Mit der Eintrübung der volkswirtschaftlichen Daten sind auch die Notenbanken wieder expansiver geworden. Sowohl die Europäische Zen­tralbank wie auch die US-amerikanische Notenbank haben im September die Leitzinsen gesenkt. Die US-Notenbank bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Hingegen hat die Schweizerische Nationalbank an ihrer dritten geldpolitischen Lagebeurteilung im laufenden Jahr die Leitzinsen unverändert bei minus 0,75 Prozent belassen. Die negativen Folgeeffekte auf den Immobiliensektor und im Vorsorgebereich, welche eine Leitzinsreduktion mit sich gebracht hätte, werden somit zumindest nicht verstärkt.

Der starke Franken

Aber der Schweizer Franken gewinnt dadurch an Attraktivität für ausländische Investoren und gerät wieder unter Aufwertungsdruck. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank am Devisenmarkt intervenieren wird, um einem zu starken Franken entgegenzuwirken.

Die Vollbeschäftigung, der ansprechende Konsum, die soliden Werte des Dienstleistungssektors, der Finanzdienste sowie der Baubranche bilden das nach wie vor solide Fundament der Wirtschaft. Dagegen belasten die Unsicherheiten über den Handelskonflikt und die schwächelnde Konjunktur aus Europa die Aussichten.

Hinzu kommt der starke Franken, welcher insbesondere für exportorientierte Firmen belastend wirkt. Viele Firmen haben jedoch in den letzten Jahren gelernt, mit einem starken Franken umzugehen. Die Schweizer Wirtschaft wird sich einer gewissen Eintrübung nicht entziehen können, ein Einbruch in eine Rezession scheint aber unwahrscheinlich.

Der Autor

Patrick Bumann ist Berater für Vermögensberatungskunden bei der Valiant Bank AG in Freiburg.

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