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Hanf-Petition abgelehnt

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Vertrauen in Amt für Landwirtschaft

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

Am 3. September 2007 hat die Direktorin der Firma SanaSativa SA in Murist eine Petition an den Grossen Rat gerichtet. Sie wollte so die Mitglieder des Kantonsparlamentes auf den Schaden aufmerksam machen, den die Landwirtschaftsdirektion den Freiburger Bauern und der Wirtschaft im Allgemeinen zufügt. Nach ihren Worten legt das Amt für Landwirtschaft «den Freiburger Landwirten nahe, keinen legalen Hanf anzubauen». Die Direktorin der Firma SanaSativa verlangte deshalb vom Grossen Rat, eine Untersuchungskommission einzusetzen, «um die Missbräuche der Landwirtschaftsdirektion festzustellen». Ferner wollte sie, dass Massnahmen ergriffen werden, damit das Amt für Landwirtschaft aufhört, Druck auf die Freiburger Bauern auszuüben, die legalen Hanf anbauen wollen.

Gegen PUK

Die ständige Petitionskommission des Grossen Rates hat diese Petition geprüft und für zulässig erklärt. Wie deren Präsident René Thomet am Dienstag ausführte, betrachtet die Kommission das Begehren, eine Untersuchungskommission einzusetzen, als unverhältnismässig. Die Kommission wolle aber, dass der Grosse Rat von der Landwirtschafts-Direktion einen Bericht verlangt. Darin solle u. a. die Frage beantwortet werden, ob es stimme, dass das Amt für Landwirtschaft den Freiburger Bauern nahelege, keinen legalen Hanf anzubauen.Laut René Thomet wollte die Kommission so dem Amt für Landwirtschaft die Gelegenheit geben, seine Hanfpolitik der Bevölkerung klar und deutlich bekannt zu geben. Er wies auf das Gesetz mit seinen sechs Verordnungen hin. «Wenn wir nicht auf die Petition reagieren, nimmt das Misstrauen gegenüber dem Amt für Landwirtschaft noch zu», begründet Thomet den Antrag der Kommission.

Bauern kennen Gesetz

Eine Mehrheit der Grossräte konnte aber die Ansicht der Petitionskommission nicht teilen. Laut SVP-Sprecher Michel Losey wissen die Bauern, dass Hanf angebaut werden darf, dessen THC-Gehalt 0,3 Prozent nicht übersteigt, und dass dafür Anbauprämien verlangt werden können. Nach seinen Worten wissen sie aber auch, dass der THC-Gehalt die 0,3 Prozent rasch übersteigt.Laut FDP-Sprecher Albert Bachmann könnten Landwirte auch in andern Bereichen mit Petitionen gegen das Amt für Landwirtschaft aufwarten und dieses in Misskredit bringen.Laut Staatsrat Pascal Corminboeuf steckt der Anwalt Jean-Pierre Egger hinter dieser Petition. «Er unterzeichnet sie zwar nicht selber, telefoniert dann aber fleissig, um zu wissen, wie weit es mit der Petition stehe. So wird im Kantonsparlament einmal mehr über ihn gesprochen», meinte er.

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