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Hanfprodukte von SanaSativa beschlagnahmt

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Autor: Francis Granget/La LibertÉ

murist «SansaSativa SA ist im Moment nicht in der Lage, die aufgegebenen Bestellungen auszuliefern, dies bis auf Weiteres.» Mittels Werbung in der Presse lässt die in Franex (Gemeinde Murist) niedergelassene Firma ihrer Kundschaft in diesen Tagen wissen, dass ihre Produkte auf Basis von «Bauernhanf» (Ruhekissen, Balsam, Crèmen, Shampooings usw.) und Rohstoffe (Pflanzen, Samen oder Öl) beschlagnahmt wurden.

Eine Frage der Gesetzeskonformität

«Unsere Ware, bereit zum Versand, wurde am vergangenen Mittwoch beschlagnahmt, unsere Lokalitäten durchwühlt, und dies auf Anordnung des Untersuchungsrichters Markus Julmy», bestätigt der Chef Jean-Pierre Egger. «Sie haben alles mitgenommen, selbst Säcke mit Mentha und Melisse, aber auch Dossiers, Fotoalben und ein Schachspiel», fährt er fort. Und weil diese Beschlagnahmung sein Geschäft in Gefahr bringt, ist er sogleich ans Kantonsgericht gelangt.

«Alles, selbst meine Seifen, seien Drogen», wettert der Direktor von SanaSativa. Er betrachtet die Intervention des Untersuchungsrichters als persönlichen Racheakt. «Er reagiert so auf meinen Antrag, von ihm ein psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen, denn er verwechselt Bauernhanf mit Marijuana». Nach Worten von Jean-Pierre Egger sind aber seine Produkte «sauber», respektieren das Gesetz und verfügen über ein Zertifikat des Kantonschemikers.

«Der Drogenaspekt steht nicht mehr im Zentrum unserer Nachforschungen», hält Markus Julmy fest. Es gehe um die Frage der Konformität mit der Landwirtschaftsgesetzgebung, die zu Beginn des Jahres strenger geworden sei. Eine Spezialistin des Bundesamtes für Landwirtschaft sei als Expertin beauftragt worden, die technischen Aspekte abzuklären. Es gehe auch darum festzustellen, ob die Werbung von SanaSativa für ihre Hanfprodukte wie z. B. das Tierfutter oder das Öl hält, was sie verspreche. «Und dies ist nicht Sache des Kantonschemikers», erklärt Markus Julmy.

Eine definitive Lösung wird gesucht

Die beschlagnahmten Dokumente sollten laut Untersuchungsrichter noch in dieser Woche zurückgegeben werden können. Nicht aber die Ware, bevor die Resultate der Analysen bekannt seien und die juristische Sachlage geklärt sei. «Wir müssen endlich eine Lösung finden, die uns seit langem entgeht, da Jean-Pierre Egger sich stets geweigert hat, sich unseren Befragungen zu stellen», fügt Markus Julmy bei.

15 Angestellte

SanaSativa, vor fünf Jahren gegründet, beschäftigt in der Hochsaison rund 15 Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat Depots in Murist und Murten, wobei sich die Berner Polizei für letzteres «interessiert». Zudem gehören ein Hanffeld von 20 000 m2 in Kerzers dazu sowie Rohprodukte, die von rund 70 Bauern, die in allen Ecken der Schweiz einige Hundert Hektaren anpflanzen, angeliefert werden. Was den Umsatz betrifft, so geht laut Egger alles gut.

bearbeitet von az/FN

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