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Happy End mit Hindernissen

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Die Abstiegsentscheidung hätte nicht spannender verlaufen können: Mit Yverdon-les-Bains, Argovia, Adliswil, Tafers-Freiburg und Uni Basel lag vor der abschliessenden Doppelrunde ein Quintett nur drei Punkte auseinander und kämpfte um den Verbleib in der Nationalliga A. Zuerst gab Uni Basel am Samstag die rote Laterne mit einem vor allem nicht in dieser Höhe erwarteten 7:1-Heimsieg gegen La Chaux-de-Fonds ab. Da auch Tafers-Freiburg beim 4:4-Heimremis gegen St. Gallen-Appenzell zu zwei Zählern kam, waren vor der letzten Runde in der unteren Tabellenhälfte plötzlich gleich vier Teams punktgleich–und alle hatten zumindest theoretisch sogar noch Chancen auf einen Halbfinal-Platz.

Tafers-Freiburg hatte den Vorteil, dass am Sonntag mit Argovia und Adliswil zwei Teams des punktgleichen Quartetts gegeneinander antreten mussten und sich so gegenseitig Punkte wegnehmen würden. Damit war klar, dass sich die Union mit einem erneuten Unentschieden in La Chaux-de-Fonds den Ligaerhalt würde sichern können. Gegen die angeschlagenen Neuenburger, die seit einiger Zeit Differenzen im Team und Probleme im Verein haben, nutzte Tafers-Freiburg seine Chance und erreichte erneut ein 4:4. Waren es am Samstag gegen St. Gallen die Frauen der Union gewesen, die den Grundstein zum Erfolg gelegt hatten, so waren es in der Uhrenmetropole die Freiburger Männer, die ihre Spiele gewannen.

Saison mit Hochs und Tiefs

Damit schaffte Tafers-Freiburg in extremis den Ligaerhalt. «Ehrlich gesagt habe ich eine Zeit lang nicht mehr daran geglaubt, dass es uns gelingen würde», gesteht Stephan Dietrich, Assistenz-Trainer der Union. Nach einem erfolgreichen Saisonstart hatte Tafers-Freiburg nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nicole Schaller einige bange Momente zu überstehen. Ohne ihre Teamleaderin vermochte die Union in sechs Spielen nur einmal zu gewinnen. Viermal musste der zwischenzeitliche Tabellenleader als Verlierer vom Platz und rutschte immer tiefer in den Abstiegskampf. «Durch den Ausfall von Nicole verloren wir nicht nur unsere zuverlässigste Punktelieferantin», zieht Dietrich Bilanz, «es wirkte sich auch auf die Leistungen der anderen Spieler aus. Die Erkenntnis, dass unser grösster Trumpf weg war, sorgte in den Köpfen einiger Spieler für eine Blockade.» Mit der Verpflichtung der Schottin Susan Egelstaff engagierte Tafers-Freiburg zwar umgehend einen Ersatz, die ausgesprochene Einzelspezialistin konnte die Schmittnerin aber nicht vollumfänglich remplacieren.

Erst als Schaller wieder ins Team zurückkehrte, ging es mit Tafers-Freiburg wieder aufwärts. Während heute die meisten NLA-Teams auf starke Männer bauen, setzt die Union auf ihre Frauen. «Drei der acht Spiele sind mit Frauenbeteiligung. Wenn wir diese drei gewinnen, ist das schon ein grosser Teil», sagt Stephan Dietrich. «Deshalb war es sehr wichtig, dass Nicole in den letzten drei Begegnungen wieder mittun konnte. Da wir aber nicht genau wussten, ob sie bei ihrer Rückkehr gleich wieder einschlagen würde, waren wir auf das Schlimmste gefasst.»

«Erleichtert und stolz»

Die Zweifel waren unbegründet, Schaller präsentierte sich bei ihrem Comeback bereits wieder in erstaunlich guter Form. Den Sprung in die Playoffs, den sich Tafers-Freiburg zum Saisonziel gesteckt hatte, vermochte aber auch sie nicht mehr zu bewerkstelligen. «In erster Linie sind wir erleichtert und stolz, dass wir nach 26 NLA-Jahren en suite weiter der höchsten Liga angehören», sagt Assistenz-Trainer Dietrich. Er schaue aber auch mit einem weinenden Auge zurück. «Wir liegen nur einen Punkt hinter den Playoffrängen. Mit ein bisschen mehr Wettkampfglück oder weniger Verletzungspech hätten wir durchaus die Finalspiele erreichen können. Die Liga liegt aber niveaumässig so nahe beisammen, da verträgt es nichts. Nun gilt es, kurz durchzuatmen, dann geht es an die Planung der kommenden Saison.»

Viele offene Fragen

Wie sich Tafers-Freiburg dann präsentieren wird, steht momentan noch in den Sternen. Weil bis zuletzt nicht klar war, in welcher Liga die Union nächstes Jahr antreten würde, lagen die Vertragsverhandlungen auf Eis. «Die Ausgangslage ist offen, noch hat kein Spieler für kommende Saison unterschrieben», sagt Dietrich.

Gern würde die Union wieder vermehrt auf einheimische Spieler setzen. Das Potenzial an starken und konkurrenzfähigen Schweizer Spielern ist indes klein, entsprechend gross ist das Ringen um sie. «Finanziell haben wir nur wenig Spielraum.» Ebenfalls unklar ist, ob die Briten Kieran Merrilees, Gary Fox und Josh Neil, die heuer auch in der englischen Meisterschaft mitgespielt haben, weiterhin für Tafers-Freiburg spielen wollen. Weil die neu gegründete englische Liga ab nächstem Jahr auch offiziell anerkannt ist und Spieler gemäss europäischem Badmintonreglement nur in einem Land Interclub spielen können, werden sich die drei für eine Liga entscheiden müssen. «Auch hier ist die Ausgangslage völlig offen.»

Geklärt ist auch noch nicht, wer nächste Saison Trainer der Union ist. «Ob wir so weiterfahren wie bis anhin oder ob der Verein eventuell einen ausländischen Trainer engagieren will, wird in den kommenden Tagen entschieden», sagt Assistenz-Trainer Dietrich. «Bis Ende März wollen wir unser Team aber beisammenhaben.»

Zudem muss die Union für das kommende Jahr nach einer neuen Halle Ausschau halten. Weil die Turnhalle der OS Tafers umgebaut wird, muss das Badmintonteam seine Trainings und Meisterschaftsspiele anderswo durchführen. «Wir klären verschiedene Optionen ab. Entschieden ist aber auch hier noch nichts.»

Telegramme

Tafers-Freiburg – St. Gallen 4:4 (9:9)

Männer. Einzel:Kieran Merrilees – Agung Ruhanda 14:21, 18:21. Olivier Andrey – Christoph Heiniger 21:15, 21:23, 21:15. Julian Lehmann – Dominik Bütikofer 16:21, 19:21.Doppel:Gary Fox/J. Lehmann – A. Ruhanda/Th. Heiniger 16:21, 15:21. Oliver Schaller/K. Merrilees – Sandi Kusumah/Ch. Heiniger 17:21, 21:18, 12:21.Frauen. Einzel:Nicole Schaller – Sabrina Inauen 21:10, 21:10.Doppel:Tiffany Girona/N. Schaller – Céline Burkart/Agnia Ruhanda 21:12, 21:15.Mixed:T. Girona/O. Schaller – A. Ruhanda/S. Kusumah 23:21, 21:18.

 

La Chaux-de-Fonds -Tafers-Freiburg 4:4 (9:9)

Männer. Einzel:Vladimir Shishkov – K. Merrilees 18:21, 12:21. Mathias Bonny – O. Andrey 18:21, 15:21. Lukas Nussbaumer – J. Lehmann 16:21, 21:17, 17:21.Doppel:S. Makarski/M. Bonny – O. Schaller/G. Fox 19:21, 17:21. Gilles Tripet/Florian Schmid – K. Merrilees/O. Andrey 21:15, 21:14.Frauen. Einzel:Linda Zetchiri – N. Schaller 21:16, 21:16.Doppel:Céline Tripet/Diana Dimova – N. Schaller/T. Girona 21:14, 21:19.Mixed:C. Tripet/S. Makarski – T. Girona/G. Fox 15:21, 21:14, 21:15.

 

NLA. Schlussrangliste:1. Uzwil 14/35. 2. St. Gallen 14/29. 3. La Chaux-de-Fonds 14/28. 4. Yverdon 14/27 (56:56). 5. Uni Basel 14/27 (53:59). 6. Adliswil 14/27 (52:60). 7. Tafers-Freiburg 14/26. 8. Argovia 14/25 (51:61).–Halbfinals (21./22. März): Yverdon – Uzwil und La Chaux-de-Fonds – St. Gallen.–Argovia steigt in die NLB ab.

 

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