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«Happy» gegen den Abstimmungsfrust

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René Jenny, Präsident der Handels- und Industriekammer, hatte ein grosses Publikum vor sich, als er gestern die Gäste des Frühlings-Apéros der Freiburger Wirtschaft begrüsste. Mehr als 1000 Personen waren in die Räumlichkeiten der ehemaligen Cardinal-Brauerei geströmt. «Ein Rekord», wie Jenny sagte.

Der Präsident ging in seiner Begrüssung auf die Volksabstimmung des 9. Februar ein: «Wir haben den Ast abgesägt, auf dem wir sitzen. Die Landung wird wohl nicht sehr weich sein.» Für ihn ist das Resultat immer noch unerklärlich. Vor 22 Jahren habe das Volk Ja gesagt zum bilateralen Weg, nun wolle es nichts mehr davon wissen. Während Jenny auf das Wohlwollen und den Pragmatismus Brüssels hofft, kündigte er an, dass das Observatorium als Konjunkturbarometer der Handelskammer eine Umfrage unter den Freiburger Unternehmen zur Lage nach dem 9. Februar startet.

Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen sagte, dass auch der Staatsrat reagiert und eine Task Force eingesetzt habe, welche einen Aktionsplan als Reaktion auf den 9. Februar ausarbeiten soll. Vonlanthen verwies auf den Stopp des Studenten- und Forschungsaustausches mit der EU, und er sagte, dass auch das Stromabkommen zu platzen drohe. «Aber wir wollen nicht schwarzmalen. Wir haben auch Verbündete in Europa», so der Staatsrat. Vonlanthen präsentierte sein eigenes Hausmittel gegen den Abstimmungsfrust: den Youtube-Video-Clip «Happy» aus Freiburg. Der Clip, der bereits 80 000 Mal angeklickt wurde, zeige ein Freiburg der Jugend und der Lebensfreude. «Dieser Geist der Offenheit macht mir Freude», so Vonlanthen.

Auch Patrick Aebischer, der Freiburger Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Lausanne, wurde in letzter Zeit viel auf den 9. Februar angesprochen. Er war Ehrengast des Freiburger Frühlings-Apéros und sagte: «Man kann nicht eine Top-Hochschule betreiben, wenn man gleichzeitig den freien Personenverkehr einschränkt.»

Ein Preis als Vision

Patrick Aebischer zeigte aber auf, welche Möglichkeiten der Standort Schweiz hat, trotzdem Herausragendes zu leisten. «Es braucht eine stimulierende Lernumgebung», sagte er. «Die Leute müssen sich wohlfühlen, als wenn sie in einer Cafeteria sitzen würden.» Aebischer wies darauf hin, dass die ETH Lausanne ein solches Innovationsquartier geschaffen hat, und er äusserte die Hoffnung, dass auch die Blue Factory auf dem Cardinal-Areal zu einem solchen Ort der Innovation werde.

Aebischer ist mit der ETH Lausanne seit dem Start des Smart Living Lab letzte Woche offiziell Bewohner der Blue Factory. Und er gab für die- ses Projekt bereits eine Vi- sion bekannt: von Freiburg aus den Internationalen Solar-Decathlon-Preis mit einem zukunftsweisenden Solarhaus gewinnen.

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