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Harmonisierung des welschen und deutschen Schulsystems in der Kritik

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 FDP-Grossrat Didier Castella fragt sich, wie viel Sinn es macht, die Schulsysteme aus Deutsch- und Welschfreiburg einander anzugleichen.

Das neue Freiburger Schulreglement, das am 1. August in Kraft getreten ist, bringt vor allem im französischsprachigen Kantonsteil Veränderungen. Grossrat Didier Castella (FDP, Pringy) sorgt sich nun, dass die Qualität des Schulsystems darunter leiden wird, und wendet sich mit Fragen an den Staatsrat.

Beim Übertritt von der Primarschule zur Orientierungsschule verliert die Übertrittsprüfung an Gewicht: Die drei wichtigsten Zuweisungskriterien sind der Notendurchschnitt, die Einschätzung der Lehrperson sowie die Einschätzung von Eltern und Kind. Nur wenn diese drei Indikatoren nicht übereinstimmen, machen die Sechstklässler noch eine Übertrittsprüfung, welche die Zuweisung in Real-, Sekundar- oder Progymnasialstufe mitbestimmt.

Castella findet, dass damit der Druck auf die Lehrpersonen erhöht wird, da eine objektive Evaluation fehle. Er will deshalb wissen, warum diese Übertrittsprüfung nicht obligatorisch bleibt. Er fragt zudem, ob der Begriff der Hauptfächer verschwinden oder sich ihre Zahl verändern werde.

Leichterer Zugang kritisiert

Castella kritisiert, dass der Zugang zu den Kollegien erleichtert wird: Bisher konnten im französischsprachigen Kantonsteil nur Progymnasialschüler ins Kollegium übertreten, nun soll dies wie in Deutschfreiburg auch für Sekundarschüler möglich sein, wenn sie in gewissen Fächern einen Mindestnotendurchschnitt erreichen. «Die Massnahmen scheinen gerechtfertigt durch eine Harmonisierung der beiden Schulsysteme, doch sie könnten zuungunsten der Qualität der Freiburger Schule geschehen», schreibt Castella. Er fragt, ob es einen pädagogischen Vorteil gebe, das deutschsprachige und das französischsprachige Schulsystem zu harmonisieren. Er will auch wissen, wer kompetent sei, diese Entscheide zu treffen.

 Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen (CVP) hat das Ausführungsreglement zum neuen Schulgesetz im April vorgestellt. Zuvor hatte ein breites Vernehmlassungsverfahren stattgefunden, in welchem sich die Akteure der Schule, aber auch Politiker äussern konnten. Insbesondere vonseiten der Deutschfreiburger Schulen gab es Kritik; ihre Anliegen wurden nun jedoch weitgehend berücksichtigt (die FN berichteten). mir

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