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Harter Kampf trotz abgesagter Soli

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Keuchend stürzt ein Junge im blauen T-Shirt der Kadetten Murten aus dem Chablais-Wald in Muntelier und ringt um Luft; ein Helfer notiert seine Zeit, sobald er die Ziellinie überschritten hat. In unregelmässigen Abständen spuckt der Wald Schülerinnen und Schüler aus, manchmal alleine, manchmal in Gruppen. Ihnen allen steht die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. Seit dem frühen Morgen werden die 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Kaderprüfung des Kadettenkorps Murten auf Herz und Nieren geprüft. Der Eilmarsch mit Massenstart durch den Chablais-Wald stellt die letzte Prüfung dar, doch das wissen die Teilnehmenden nicht. «Was kommt wohl als nächstes?», rätselt denn auch eine Gruppe von Schülerinnen, die sich im Schatten erholt.

«Für uns war von Anfang an klar, dass wir trotz Absage der Soli eine Kaderprüfung durchführen.»

Ciril Stettler

Hauptleiter Kadettenkorps

Verschoben und gekürzt

Seit Jahrzehnten wird an der Kaderprüfung ermittelt, wer das Kadettenkorps für die kommenden Monate – insbesondere für die Solennität am 22. Juni – als Hauptmann anführen wird. An der Solennität gedenken die Murtner traditionellerweise dem Sieg der Eidgenossen bei der Schlacht von Murten im Jahre 1476. Wie andere Grossveranstaltungen fiel das Volksfest heuer den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zum Opfer; heute Montag findet in Murten nur ein symbolischer Akt des Gedenkens statt. «Für uns war von Anfang an klar, dass wir trotz Absage der Soli eine Kaderprüfung durchführen», sagt Ciril Stettler, Hauptleiter des Kadettenkorps. Die Prüfung wurde vom April auf den Juni verschoben und erstreckte sich nicht wie sonst üblich über drei Tage, sondern dauerte am Samstag nur vom frühen Morgen bis am Abend. Wo immer möglich habe man darauf geachtet, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, etwa durch regelmässiges Desinfizieren der Sportgeräte, so Stettler.

«Bei den Prüfungen sind Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit gefragt.»

Lisa Ramseyer

Teilnehmerin Kaderprüfung

Begonnen hatte der Tag für die Aspirantinnen und Aspiranten auf dem Areal der OS Murten. Nach einer Materialkontrolle und der Konfiszierung aller Mobiltelefone verteilten sich die Aspirantinnen und Aspiranten auf von zahlreichen Helfern betreute Posten. «Bei den verschiedenen Prüfungen sind Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit gefragt», stellte Teilnehmerin Lisa Ramseyer fest, nachdem sie die Hälfte der Prüfungen absolviert hatte. Während bei Sprint, Hoch- und Weitsprung Explosivität gefragt war, mussten die Schülerinnen und Schüler für Disziplinen wie Dart oder Memory rasch wieder zu Atem kommen und hoch konzentriert arbeiten.

Nach einer kurzen Mittagspause wurden die 26 Schülerinnen und Schüler mit Schwimmwesten, Surfbrettern und Paddeln ausgerüstet. Als Team mussten sie eine vorgegebene Strecke auf dem Murtensee zurücklegen und sammelten dabei für jeden gepaddelten Meter Geld. Den so erarbeiteten Betrag – rund 1000 Franken – konnten sie an eine Organisation ihrer Wahl spenden. Nach eingehender Diskussion entschieden sie sich für eine Spende an die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF. Den Abschluss der Kaderprüfung stellte ein Marsch auf den Murtner Haushügel Bodemünzi dar, wo der burgundische Herzog Karl der Kühne 1476 sein Lager aufgeschlagen hatte und bei der Schlacht von Murten von den Eidgenossen in die Flucht geschlagen wurde.

Obwohl dem Sieger der diesjährigen Kaderprüfung ohne Soli weniger Ruhm als üblich winkt, kämpften die Jugendlichen am Samstag genauso hart um den Titel des Hauptmanns wie andere Jahrgänge. Rund 27 Prüfungen mussten sie im Verlauf des Tages ablegen, dazu kamen teambildende Aufgaben und Märsche.

«Trotz abgesagter Soli wollte ich wegen des Erlebnisses an der Kaderprüfung mitmachen», sagt Noah Kramer. Von den ursprünglich knapp 50 Angemeldeten zog sich gemäss Hauptleiter Stettler die Hälfte zurück, nachdem die Soli abgesagt und die Prüfung verschoben worden war. Wer bei der Kaderprüfung am besten abgeschnitten hat und den Titel des Hauptmanns trägt, wird heute Montag bekannt gegeben.

 

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