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Harziger Absatz von Freiburger Holz

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Freiburger Holz habe dank seinem kurzen Transportweg eine gute CO₂-Bilanz und sei von hoher Qualität. Trotzdem werde der Freiburger Wald zu wenig bewirtschaftet. Zu diesem Schluss kamen der Freiburgische Verband für Waldwirtschaft (FVW), die Freiburger Sägereien und das Freiburger Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) an ihrer Versammlung in Bulle. Laut ihrer Mitteilung leiden die Sägereien unter den massiven Holzimporten. Dies liege vor allem daran, dass die Holzindustrie der Europäischen Union (EU) von günstigen Konditionen profitiere.

Zimmereien beunruhigt

Halbfertige Produkte, unter anderem ganze Dachgebälke, würden in die Schweiz importiert. «Vor allem die Zimmereien sind beunruhigt», so Gilles Schorderet, Präsident des FVW. Sie könnten mit den günstigen Preisen der ausländischen Anbieter nicht konkurrieren. «Viele fragen sich nicht, wo das Holz für ihr Haus herkommt», sagt er. Er möchte die privaten wie öffentlichen Bauherrschaften mehr für das vielschichtige Thema sensibilisieren.

Laut der Waldpolitik 2020 des Bundesrates (siehe Kasten) könnte im Kanton Freiburg jährlich ein Volumen von 325 000 Kubikmetern Holz gefördert werden. Im Jahr 2004 seien noch 340 000 Kubikmeter abgeholzt worden. Die Holzernte habe seither tendenziell abgenommen und sei 2012 auf 219 000 Kubikmeter abgefallen. Laut der Mitteilung sollen die Holzbranche, das Fachwissen und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Unter den Lösungsvorschlägen sind rationellere Bewirtschaftungseinheiten sowie die Motivation privater Waldbesitzer zum Holzschnitt. Die Sägereien haben angekündigt, sich um die bewirtschafteten Wälder zu kümmern und einen höheren Kaufpreis für das Holz zu bezahlen.

«Der Wald könnte auch ohne die Ausschöpfung des Volumens existieren, doch es wäre schade, die nachhaltigen Ressourcen nicht zu nutzen», so Willy Eyer, stellvertretender Dienstchef des WaldA. «Wenn sich viele am Grundsatz der Nachhaltigkeit orientierten, wären viele Probleme gelöst», sagt er. Für einen Wald, der auch als Naherholungsgebiet diene, sei das Fällen überalterter Bestände ausserdem positiv. Zu den Holzimporten meint Eyer: «Es gibt keine Zölle für Holzimporte.» In der Landwirtschaft gebe es Schutzmechanismen an der Grenze. Diese würden für Holz nicht gelten. Somit sei der Handel dem Markt ausgesetzt.

«Der harzige Absatz von Schweizer Holz ist nicht in unserem Interesse,» so Matthias Kläy, stellvertretender Sektionschef Wald- und Holzwirtschaft des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Dies helfe ihnen nicht, ein wichtiges Ziel der Waldpolitik 2020 zu erreichen. Der Zeithorizont für das Programm sei allerdings noch lang, und er hoffe, dass die Massnahmen bis dann griffen. Dazu, dass Holz als freies Marktprodukt nicht von Einfuhrzöllen belastet wird, meint Kläy: «Die EU ist unser wichtigster Handelspartner. So möchten wir nicht mit unseren Holzpartnern umgehen.» Schutzzölle seien deshalb kaum der richtige Weg. Für ihn sei der schleppende Absatz von Schweizer Holz eine Momentaufnahme, die auch an die wirtschaftliche Grosswetterlage gebunden sei. Durch Sensibilisierungskampagnen erhoffe sich das Bafu, das Bewusstsein für Schweizer Holz zu stärken. Die Konsumenten sollen auch auf das 2012 entwickelte Gütesiegel Herkunftszeichen Schweizer Holz (HSH) aufmerksam gemacht werden. «Es braucht Zeit für diese Prozesse», so Kläy. Schweizer Holz sei qualitativ hochstehend und wegen kürzerer Transportwege oft auch ökologischer. Eine Massnahme der einheimischen Holzindustrie könnten ausserdem zusätzliche innovative Qualitätsprodukte sein.

Zahlen und Fakten

Waldpolitik 2020

Der Bundesrat hat 2011 die Waldpolitik 2020 festgelegt. Einenachhaltige, effiziente und innovative Waldbewirtschaftungsoll sicherstellen, dass der Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann.Elf Ziele und Visionen sollen mit den Zeithorizonten 2020 und 2030erreicht werden. Darunter sind die Ausschöpfung des nutzbarenHolznutzungspotenzials,die Minderung desKlimawandelssowie die Erhaltung derWaldflächeund derBiodiversität.ea

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