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Heidi Diethelm Gerber – Dernière einer aussergewöhnlichen Karriere

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In Tokio endet die aussergewöhnliche Karriere der Schützin Heidi Diethelm Gerber. Eine Karriere, die in einem Alter begann, in dem andere längst ihren Rücktritt verkündet haben.

Fünf Jahre ist es nun her, als von einem Schuss auf den anderen der Name Heidi Diethelm Gerber national bekannt war. Im entscheidenden Moment räumte die Frau aus Märstetten die Weltnummer 1 aus China vom Stand und brach für die Schweizer Delegation mit der ersten Olympia-Medaille in Rio de Janeiro den Bann.

Nun betritt die 52-Jährige ein letztes Mal als Sportlerin die grosse Bühne, auf der in der Randsportart Schiessen der Vorhang nur im olympischen Zyklus fällt. Von einer Rückkehr mag die Pistolenschützin allerdings nicht sprechen: «Der Wettkampf in Rio war einzigartig. Es war extrem und darum unvergesslich. Es gibt keine Wiederholung», sagt sie vor ihren dritten Olympischen Spielen.

Heidi Diethelm Gerber kehrt in ihrem Verständnis nicht zurück, sondern sie unternimmt einen neuen Anlauf. Für den letzten Versuch, nochmals das Beste zu geben, musste sie zunächst ein belastendes Element aus dem Weg geräumt werden. «Der Druck, dass man Rio wiederholen sollte, war schon da», bestätigt die Thurgauerin. «Nun bin ich aber so weit, dass ich sagen kann: ‹Es beginnt bei null›. Die Wettkämpfe hier sind nicht vergleichbar mit Rio.» Und zum Gedanken im Hinterkopf, dass sie in Tokio ihren letzten Wettkampf auf internationalem Parkett bestreitet, meint sie: «Es macht die ganze Sache nicht einfacher, aber auch diese Challenge nehme ich an.»

Nahtloser Übergang

«Heidi hat in ihrer Karriere die Grenzen immer wieder verschoben», lobt Daniel Burger, der Leiter des Bereichs Spitzensport bei den Schützen. «Sie muss nichts mehr beweisen. Ich wünsche ihr vor allem einen tollen Abschluss ihrer grossartigen Karriere». Die beiden werden sich nicht aus den Augen verlieren. Anfang Oktober 2021 übernimmt Heidi Diethelm Gerber zwei Funktionen im Schweizer Schiesssportverband (SSV). Sie leitet die Abteilung Pistole und wird zugleich Trainerin der Athletinnen und Athleten in der olympischen Disziplin.

Nun geht es aber noch um den Schlusspunkt in der Karriere, in deren Verlauf sie 2014 auf privater Basis entschied, Profi zu werden, und welche ihr neben Olympia-Bronze zwei EM-Titel oder Gold und Silber an den im Schiessen jeweils sehr gut besetzten Europaspielen brachte.

Zwei Wettkämpfe

Die Verschiebung der Spiele in Tokio hatte für die Routinière Vor- und Nachteile. Nach einer Ellbogen-Operation im Jahr 2018 und einem Eingriff an der Schulter 2019 wäre es mit Blick auf den Sommer 2020 knapp geworden. «Unter diesem Aspekt habe ich profitiert, aber mental war es nochmals eine weitere Herausforderung», sagt sie. «Für den Kopf war es ein schwieriges Jahr.»

Heidi Diethelm Gerber schiesst in der Nacht auf Sonntag mit der Luftpistole auf 10 m, am Donnerstag und Freitag wird sie für ihre Paradedisziplin die Sportpistole (25 m) in die Hand nehmen. Der Ausdruck Paradedisziplin behagt ihr allerdings nicht. Die Luftpistole sei zwar ihre Zitterdisziplin, vergleichbar mit dem Schwebebalken bei einer Kunstturnerin. Doch das Schiessen ist eine Sportart, die viele mögliche Sieger und Siegerinnen bietet. Das Momentum kann die Thurgauerin auch mit der Luftpistole nutzen.

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