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Heimleiter rekurriert gegen Entlassung

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Der Vorstand des Gemeindeverbandes Pflegeheim Bachmatte hat dem Heimleiter André Schwartz gekündigt und sucht auf den 1. Januar 2014 einen Nachfolger (FN vom 20. Juli). Wie der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser gestern auf Anfrage erklärte, hat Schwartz vor rund zwei Wochen offiziell Rekurs gegen die Entlassung eingereicht. Da der Gemeindeverband Pflegeheim Bachmatte dem Gemeindegesetz untersteht, hat jede Person, die von einer Verfügung oder einem Entscheid des Gemeindeverbandes betroffen ist, Rekursmöglichkeit beim Oberamt.

 André Schwartz bestätigte auf Anfrage der FN den Rekurs gegen seine Entlassung. Diesen habe er eingereicht, weil aus seiner Sicht bei der Kündigung Schritte nicht eingehalten wurden, die im Personalreglement vorgesehen seien. Weiter will er sich aber nicht zur Angelegenheit äussern. Er arbeitet zurzeit immer noch als Heimleiter im Pflegeheim in Oberschrot. Seine Stelle hatte er am 1. Oktober 2011 angetreten.

Stellung beziehen

Der PflegeheimverbandBachmatte hat nun Zeit, eine schriftliche Stellungnahme auszuarbeiten und diese beim Oberamt einzureichen. Dies werde der Vorstand fristgerecht bis spätestens zum 23. August tun, sagte dessen Präsidentin Anita Remund auf Anfrage. Zum laufenden Verfahren wolle sie aber nicht weiter Stellung nehmen, sagt die Vize-Gemeindepräsidentin von Plaffeien. Dem Gemeindeverband gehören nebst Oberschrot und Plaffeien die Gemeinden Brünisried, Plasselb und Zumholz an.

Seit bekannt wurde, dass André Schwartz das Heim verlassen muss, bleiben die genauen Gründe dafür im Verborgenen. Anita Remund erklärte Ende Juli gegenüber den FN, dass zum Schluss das Vertrauen gefehlt habe und gewisse Anforderungen nicht zur vollen Zufriedenheit hätten erfüllt werden können. André Schwartz sagte damals, dass er sehr enttäuscht sei über die Situation, zumal zuvor seitens des Vorstandes nie konkrete Vorwürfe gegen ihn erhoben worden seien.

Offene Fragen und Unruhe

«Es herrscht sehr grosse Unruhe», bestätigt Armin Jungo, Ammann von Oberschrot. Dass durch die Kündigung viele Gerüchte entstanden und offene Fragen aufgeworfen wurden, davon zeugen auch Leserbriefe. FN-Leser kritisieren unter anderem, dass sich der Vorstand in Schweigen hüllt, und werfen die Frage nach dem Grund der Kündigung auf. Er wolle nicht weiter Öl ins Feuer giessen, sagt Armin Jungo. Die Kündigung sei ausgesprochen worden, weil die Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert habe. Dass diese Angelegenheit nun aufgebauscht werde, sei unglücklich.

Armin Jungo ist auch Präsident der Baukommission, die sich um den Ausbau des Pflegeheims Bachmatte kümmert. Dieses wird für 5,5 Millionen Franken um 16 auf 47 Betten erweitert–ein Grossprojekt, das die Bevölkerung der fünf Verbandsgemeinden am 9. Juni 2013 abgesegnet hatte. Die Kündigung bringe Unruhe in die Kommission, so Jungo. Ansonsten habe sie jedoch keine Auswirkungen auf das Ausbauprojekt.

Rasch entscheiden

Oberamtmann Nicolas Bürgisser will so rasch als mög lich über den Rekurs befinden. Anfang September sollte ein Entscheid vorliegen, erklärt Bürgisser.

Heute läuft zudem die Frist im Bewerbungsverfahren fürdie Nachfolge von AndréSchwartz ab. Es seien Bewerbungen eingegangen, so Anita Remund. Gespräche hätten aber noch keine stattgefunden.

Zahlen und Fakten

54 Angestellte und zurzeit 31 Plätze

Im Alters- und Pflegeheim Bachmatte in Oberschrot arbeiten 54 Angestellte. Das Heim bietet momentan Platz für 31 Personen. Da permanent eine Warteliste mit acht bis zehn dringenden Fällen besteht, wird das Heim um 16 Plätze erweitert. Dazu hat die Bevölkerung der Trägergemeinden Oberschrot, Plaffeien, Plasselb, Zumholz und Brünisried im Juni mit 86,7 Prozent der Stimmen einen Kredit von 5,5 Millionen Franken angenommen.ak

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