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Heitenried will (noch) nicht fusionieren

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Einstimmig haben die 77 Bürgerinnen und Bürger am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung in Heitenried das Budget 2018 genehmigt. Dieses sieht bei einem Aufwand und Ertrag von rund 4,6  Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 12 536  Franken vor. Laut Finanzplan 2018 bis 2022 ist zwar alljährlich mit einem Defizit zu rechnen, doch Ammann Bruno Werthmüller (CSP) gab sich zuversichtlich, dass in dieser Zeitspanne dennoch jeweils ein ausgeglichenes Budget vorgelegt werden kann, auch wenn aufgrund der vielen Investitionen das Fremdkapital um 1,5  Millionen Franken zunehmen werde.

Kein Meinungsumschwung

Auf eine Frage eines Bürgers, ob sich der Gemeinderat Gedanken über eine Fusion mache, wies Werthmüller darauf hin, dass es die Gemeindeversammlung vor einem Jahr abgelehnt habe, Fusionsgespräche zu führen. Und er sah keine Notwendigkeit, eine andere Haltung einzunehmen. Anders könnte es aussehen, wenn einmal nicht mehr genügend Gemeinderäte gefunden werden können. Und wenn schon, dann plädiere er für eine Fusion des ganzen Mittellandes. Er sprach sich jedoch erneut für eine enge Zusammenarbeit mit St. Antoni aus. Dies komme auch im neuen Schulkreis Heitenried-St. Antoni zum Ausdruck. Diesbezüglich wird es am 17. Januar 2018 eine Informationsveranstaltung in St. Antoni geben.

Höhere Bildungsausgaben

Der Voranschlag 2018 wurde von Gemeindeschreiber Stefan Spicher kommentiert. Wie er sagte, verzeichnen die Bildungsausgaben eine Zunahme von 127 000  Franken oder 8,5  Prozent. Er führte dies auf Unterhaltsarbeiten am Gebäude, den Kinderspielplatz, die ausserschulische Betreuung, die Informatik und auf das neue Schulsekretariat zurück. Bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen rechnet er mit einer Zunahme von rund 40 000  Franken. Allerdings wird Heitenried bezüglich der Steuereinnahmen nicht verwöhnt: Im Rahmen des Ressourcenausgleichs erhält Heitenried nächstes Jahr etwas mehr als 345 000  Franken. «Gemäss Steuerindex figuriert Heitenried im 103. Rang von 136 Freiburger Gemeinden», sagte er – also am unteren Tabellenende. Laut Investitionsrechnung will Heitenried 2018 fast eine Million Franken investieren.

Entschuldung Vereinshaus

Keine Mühe hatte die Versammlung, 200 000  Franken für die Entschuldung des Vereins- und Kulturhauses zu sprechen. Laut Gemeinderat David Rauber wird dieses Vereinshaus von den Vereinen rege benutzt, wurde es doch im Jahr 2016 von den Sportvereinen 300 Mal und von den Kulturvereinen 200 Mal gebucht. 450 000  Franken beträgt die Schuld insgesamt, 200 000  Franken werden von der Pfarrei getilgt, 50 000  Franken von Privaten. Pfarreipräsident Heinrich Meyer bestätigte, dass die Pfarrei als Besitzerin des Gebäudes der Stiftung Vereins- und Kulturhaus ein Nutzungs- und Baurecht kostenlos für 50  Jahre abtreten werde. «Im Stiftungsrat wird die Gemeinde neu mit drei Mitgliedern vertreten sein, wodurch die Gemeinde ein grösseres Mitspracherecht erhält», ergänzte der Ammann.

Die Versammlung genehmigte auch einen Kredit von 80 000  Franken, damit die Wasser- und Meteorwasserleitung auf einer Parzelle in Wiler vor Holz umgeleitet werden kann. Laut Gemeinderat Walter Maurer planen die Eigentümer dieser Parzelle einen Neubau des Milchviehstalls. Die alten Leitungen würden genau unter dem Neubau durchführen. «Ohne Verlegung könnten Reparaturen an diesen Leitungen nur mit grösstem Aufwand durchgeführt werden», begründete er das Kreditbegehren. Auf Anregung eines Bürgers wird der Gemeinderat bei der anstehenden Sanierung der Strasse in Wiler vor Holz eine neue Linienführung prüfen. Walter Maurer sprach sich aber eher für eine Verbreiterung der Strasse bei der engen Kurve aus.

Einstimmig hat die Versammlung die neuen Statuten der OS Sense genehmigt. Nichts hatten die Bürgerinnen und Bürger dagegen, dass die Gemeinde die Magdalenastrasse im neuen Quartier übernimmt. Weiter wurde Fred Kreuter (CVP) neu in die Finanzkommission gewählt, dies als Nachfolger von Patrick Schmutz. Am Schluss der Gemeindeversammlung wurde die abtretende Gemeinderätin Marie-Josée Gillioz für ihre fast vierjährige Tätigkeit im Gemeinderat geehrt. Sie wurde durch Beatrice Schmid ersetzt (die FN berichteten).

Sodbach

Für den Erhalt der Parkplätze im Sensegraben

Mit 74 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme sprachen sich die anwesenden Heitenrieder in einer Konsultativabstimmung für den Erhalt der Parkplätze im Sensegraben aus. Zuvor hatte Gemeinderat Bruno Grossrieder mitgeteilt, dass die Armasuisse das Land, das von der Armee zu Schiesszwecken benutzt wurde, an den Kanton Bern abgetreten habe. «Jetzt will der Berner Regierungsrat dieses Land renaturieren und die Parkplätze im Sensegraben aufheben. Während 30  Jahren mussten wir den Schiesslärm ertragen. Nun soll es keine Parkplätze mehr geben für Leute, die sich dort erholen und ihre Freizeit verbringen wollen», wehrte er sich gegen dieses Vorhaben. Gemäss seinen Worten haben Heitenried und die umliegenden Freiburger und Berner Gemeinden eine Interessengemeinschaft gegründet, die IG Sensegraben, die nun bis Ende Jahr Unterschriften sammelt (die FN berichteten). Er hofft, dass 10 000 bis 15 000 Personen diese Petition unterschreiben, die dann dem Regierungsrat übergeben werden soll.

az

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