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Heizen mit Wärmepumpen ist beliebt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: arthur zurkinden

Schon in den 80er-Jahren wurden Häuser gebaut, in denen eine Wärmepumpe als Heizsystem statt etwa einer Ölheizung installiert wurde. «Heute wird in neun von zehn Neubauten auf diese erneuerbare Energie gesetzt», hält Marius Baechler, Inhaber der Firma Geotherm in Belfaux, gegenüber den FN fest. Geotherm, 1988 gegründet, ist spezialisiert auf Erdwärmesondenbohrungen und gehört mit ihren 30 Mitarbeitern in der Westschweiz zu den führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Jährlich bohrt die Firma auf 520 bis 550 Baustellen Löcher, um die Erdwärmesonden zu versenken. Und diese Sonden holen dann die Erdwärme aus dem Boden (vgl. Kasten).

Hoher Wirkungsgrad

Wärmepumpen mit Erdwärmesonden benötigen zwar Strom. «Der Strom macht aber nur 20 bis 25 Prozent des Energieverbrauchs aus, 75 bis 80 Prozent kommen gratis aus der Erde», betont Marius Baechler und weist auf den hohen Wirkungsgrad hin, welche die heutigen Wärmepumpen aufweisen. Zudem profitiert der Hauseigentümer dabei vom Spezialtarif der Stromlieferanten.

Auch in Grossüberbauungen

Nach Worten von Marius Baechler herrscht im Volk oft die Meinung vor, dass Wärmepumpen nur bei Einfamilienhäusern in Frage kommen. «Dieses Heizsystem ist auch bei Grossobjekten sehr wirtschaftlich», hält er fest. Nur Grundwasser oder Deponien können eine Erdsondenbohrung verhindern. «Die Bohrungen sind bewilligungspflichtig und bei grossen Grundwasservorkommen nicht erlaubt», ergänzt sein Techniker und Prokurist Michael Zurkinden.

Als Beispiel einer grösseren Heizungssanierung macht Marius Baechler auf das Hotel «Murtenhof & Krone» in Murten aufmerksam. Dort wurde die Sanierung genutzt, um vom Öl auf Erdwärme umzustellen. Zehn 350 m tiefe Löcher wurden kürzlich gebohrt, um Erdwärmesonden zu versenken. Bei Einfamilienhäusern sind Löcher von 90 bis 200 m Tiefe üblich.

Jährlich 45 000 Liter Heizöl einsparen

«Dank der Wärmepumpe mit Erdsonden kann das Hotel jährlich 45 000 Liter Heizöl einsparen. Und pro Jahr werden gegen 125 Tonnen weniger CO2 ausgestossen», sagt Michael Zurkinden und schätzt, dass die Investition ins neue Heizsystem spätestens nach 14 Jahren amortisiert ist. Dies ist jedoch vom Öl- und Strompreis abhängig. «Auch die Warmwasseraufbereitung geschieht über die Wärmepumpe, die eine Leistung von 160 Kilowatt aufweist», rechtfertigt er die hohen Investitionskosten von mehreren Hunderttausend Franken. Nach seinen Berechnungen spart das Hotel jährlich über 30 000 Franken für die Betriebskosten (Elektrizität und Unterhalt) gegenüber der alten Ölheizung, dies bei einem Heizölpreis von 85 Rappen pro kg.

Häuser kühlen

Wärmepumpen sorgen nicht nur für angenehm warme Temperaturen im Winter in den Häusern. Sie können im Sommer die Räume auch passiv kühlen. Dann entnehmen sie die Wärme den Häusern und geben sie entlang der Sonden der Erde ab. Dieses Verfahren kommt vor allem bei Büro- und Industriebauten zur Anwendung.

Mit sieben Bohrequipen zu je drei Mann ist die Firma Geotherm an Werktagen unterwegs. Besonderes Geschick wird dabei vom Bohrmeister verlangt. «Fünf von sieben Bohrmeister stammen aus Deutschland», sagt Marius Baechler. Grund dafür ist die Tatsache, dass in der Schweiz keine Bohrgerätekurse durchgeführt werden, dies im Gegensatz zu Deutschland. «Ein Bohrmeister muss aufgrund der Daten seiner Instrumente und durch das Verhalten seines Gerätes fühlen können, was für geologische Erdschichten er gerade durchbohrt», führt er weiter aus.

Wie tief gebohrt werden muss, ist nicht Sache der Bohrfirma. «Diese Daten erhalten wir in der Regel von den Planern», sagt Marius Baechler, der die Gefahr, dass zu wenig tief gebohrt wird und sich die Erde abkühlt, heute als praktisch null ansieht. «Eine Sonde entzieht der Erde die Wärme in einem Umkreis bis zu drei Metern», ergänzt er und gibt so zu verstehen, dass zwischen mehreren Sonden einen gewissen Abstand gewährleistet sein muss.

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