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Heizzentrale kann bald gebaut werden

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Auf dem Gelände am Irisweg, wo die Industriellen Betriebe (IB) Murten die Heizzentrale für das Fernwärmenetz bauen wollen, steht schon vieles bereit: Die Profile zeigen, wie gross die Zentrale wird, Rohre zum Verlegen liegen parat am Boden und ein Bagger steht seit mehreren Wochen vor Ort. Doch bis anhin wurde noch nichts gebaut: Denn gegen das Baugesuch für die Holzschnitzel-Heizzentrale der IB Murten gingen mehrere Einsprachen ein. Die Einsprecher kritisieren den Mehrverkehr im Quartier und die zunehmende Lärm- und Feinstaubbelastung. Diese Einsprachen hat das Oberamt im Mai zwar abgewiesen, aber ein Teil der Einsprecher haben ihre Beschwerde ans Kantonsgericht weitergezogen (die FN berichteten).

Kein definitiver Entscheid

Diese Woche nun hat das Kantonsgericht einen Entscheid gefällt, wie die IB Murten mitteilen: Die Beschwerde gegen die Heizzentrale hat keine aufschiebende Wirkung. Konkret bedeutet dies: Obwohl das Kantonsgericht noch nicht über den Inhalt der Beschwerde entschieden hat, können die IB Murten mit dem Bau der Heizzentrale beginnen–auf eigenes Risiko wohlverstanden, denn heisst das Kantonsgericht die Beschwerde inhaltlich zu einem späteren Zeitpunkt gut, müssen die IB Murten das Bauprojekt anpassen oder im Extremfall sogar einstellen.

Baustart im September

Über den Entscheid des Kantonsgerichts zeigen sich die IB Murten in einer Mitteilung erleichtert: «Damit kann eine zusätzliche Verzögerung des Projekts vermieden werden.» Die Baumaschinen am Irisweg werden aber noch einige Wochen stillstehen, wie IB-Murten-Direktor Charles Nicolas Moser sagt: «Der Termin für den Baubeginn ist noch nicht definitiv festgelegt.» Der Grund: Das Urteil des Kantonsgericht ist erst nach einer 30-tägigen Frist definitiv rechtskräftig. Bis zum Ablauf dieser Frist können die Einsprecher ihre Beschwerde für eine aufschiebende Wirkung ans Bundesgericht weiterziehen. Moser rechnet damit, dass er in der ersten Hälfte des Septembers erfährt, ob dies der Fall ist. Wenn die Beschwerde nicht weitergezogen wird, können die IB Murten mit dem Bau der Zentrale beginnen. «Das wird noch im September sein.»

Moser ist sich ziemlich sicher: Wenn die IB Murten mit dem Bau beginnen können, werden sie ihn auch so umsetzen wie geplant. «Denn unserer Meinung nach ist das ganze Projekt zonen- und normenkonform.» Die Planung des Bauprojekts hat laut Moser gezeigt: «Die Normen, die wir bezüglich Verkehr, Staub- und Lärmemissionen einhalten müssen, sind von den kantonalen Ämtern jeweils mit einem positiven Entscheid beurteilt worden.»

Urteil in sechs Monaten

Ob das Kantonsgericht das Murtner Fernwärmeprojekt auch als positiv einschätzt, das wird die inhaltliche Beurteilung der Juristen zeigen. Doch bis die IB Murten dieses Urteil erfahren, müssen sie sich noch gedulden. «Wir rechnen damit, dass das Kantonsgericht sein definitives Urteil bis spätestens in sechs Monaten fällt.»

Zeitplan: «Bau dauert mindestens ein Jahr»

H ätte das Kantonsgericht die aufschiebende Wirkung für den Bau der Heizzentrale gutgeheissen, hätten die IB Murten ein Zeitproblem. Der Bau dauert laut IB-Murten-Direktor Charles Nicolas Moser «mindestens ein Jahr». Eine aufschiebende Wirkung hätte den Fahrplan infrage gestellt, denn das Spital Merlach sowie das Pflegeheim wollen nach dem Umbau ab Ende 2015 Fernwärme beziehen. «Die Heizung muss dann also stehen», sagt Moser.

Das Spital und das Altersheim gehören zu den grössten Wärmeabnehmern; und auch das Hallenbad und etliche gemeindeeigene Liegenschaften werden ans Netz angeschlossen. Interesse für den Fernwärmebezug zeigen offenbar auch die kleineren, privaten Liegenschaftsbesitzer. «Wir erhalten laufend Anmeldungen für den Anschluss ans Fernwärmenetz», sagt Moser, «das ist erfreulich.»

Obwohl die Zentrale für die Heizung noch nicht steht, sind die IB Murten seit Frühling 2013 daran, die Leitungen für die Fernwärme in den Boden zu verlegen. Derzeit ziehen die IB Murten die Leitungen vom Pflegeheim in Richtung Heizzentrale. hs

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