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Heuschober – Ins rechte Licht gerückt

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Heuschober – Ins rechte Licht gerückt

Der Greyerzer Christophe Dutoit hat die vierte «Fotografische Ermittlung» des Kantons Freiburg durchgeführt

Im Rahmen der «Fotografischen Ermittlung» 2004 hat der Greyerzer Fotograf Christophe Dutoit eine Fotoserie über Heuschober angefertigt. Das Ergebnis ist bis Mitte Oktober im Greyerzer Museum in Bulle zu sehen.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Der Freiburger Landschafts- und Bauernhausexperte Jean-Pierre Anderegg nennt sie die «Aschenbrödel unserer Wiesen»: die Heuschober, je nach Gegend auch Heuscheunen oder Heuschüürli genannt, oder auch Finel (vom französischen «fenil») oder Baarge (vom rätoromanischen «bargia»). Das Bauernhaus und seine Trabanten Stallscheune, Speicher und Ofenhaus seien dank ihrer Grösse, ihres baulichen Zusammenhangs und ihrer oft sorgfältig gestalteten Details kaum zu übersehen, so Anderegg weiter. An den bescheidenen, meist auf den ehemaligen Allmenden verstreuten Heuscheunen hingegen gehe man meist achtlos vorüber.

Dabei hätten die verschupften Holzbauten durchaus etwas Aufmerksamkeit verdient, zeugen sie doch von Geschichte und Traditionen unserer Landwirtschaft. Laut Jean-Pierre Anderegg hielten die meist einräumigen, auf minimalen Fundamenten erbauten Heuschober das in Frühling und Herbst an Ort und Stelle geerntete «magere», aber nährstoffreiche Heu geschützt und trocken. Gingen die Vorräte im Bauernhaus zur Neige, war man froh um das eingelagerte Heu von den entfernten Mähwiesen.

«Fotografisch gerettet»

Der in Lausanne geborene und im Greyerzerland aufgewachsene Christophe Dutoit hatte es sich zum Ziel gesetzt, einen repräsentativen Querschnitt von Heuscheunen aus allen sieben Bezirken des Kantons ins rechte Licht zu rücken: «Tageslicht, bei bedecktem Wetter, um zu vermeiden, dass das Vordach seinen Schatten auf die Fassade wirft.» Bewusst hat der Fotograf der Zeitung La Gruyère alle Schober auf die gleiche Weise abgelichtet: zentriert und von genügend Raum umgeben, dass das nähere Umfeld erkennbar bleibt. Auf diese Weise sind die einzelnen Bilder gut miteinander vergleichbar.

Die Serie umfasst 50 Schwarz-Weiss-Fotografien, grossenteils entstanden zwischen Frühling 2003 und Frühling 2004. Die abgelichteten Bauten hat Dutoit damit «schon einmal fotografisch gerettet», wie er es in seinem Projektbeschrieb formuliert. Darüber hinaus hofft er, mit seinem Bilderkorpus einen Beitrag zu leisten zu einem «neuen Verständnis dieser Freiburger Kulturgüter».

Ausstellung im Greyerzer Museum Bulle bis zum 17. Oktober. Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, So. 14 bis 17 Uhr. Die Fotoserie ist auch in Buchform erhältlich, zu bestellen bei der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg.
«Fotografische
Ermittlung»

Die «Fotografische Ermittlung: Thema Freiburg» wurde 1996 vom Amt für Kultur des Kantons Freiburg geschaffen. Alle zwei Jahre wird auf Grund eines Wettbewerbs ein Fotograf beauftragt, eine fotografische Ermittlung über ein dokumentarisches Thema durchzuführen. Das Resultat wird als Ausstellung und eventuell in Buchform veröffentlicht und von der Kantons- und Universitätsbibliothek aufbewahrt.

Das Projekt soll einerseits einen Beitrag zur Kulturförderung leisten und andererseits das zeitgenössische Fotoarchiv über den Kanton erweitern. cs

Bisher im Rahmen der «Fotografischen Ermittlungen» erschienen: Marco Paoluzzo, Freiburger Landschaften, 1998; Christoph Schütz, Fribourg sur scène, 2000; Caroline Wagschal, Freiburger Interieurs, 2002.

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