Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Heute sind wir eine Einheit»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Auf den 1.  Januar 2009 haben sich die Feuerwehren von Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz zur interkommunalen Feuerwehr Sense Süd zusammengeschlossen. Leicht war es damals nicht, fünf vorher eigenständige Korps mit eigenen Lokalen, unterschiedlicher Ausrüstung und Fahrzeugen sowie den Eigenheiten eines jeden Dorfs unter einen Hut zu bringen. Leicht war es auch nicht, die Bürger davon zu überzeugen, dem Neubau eines Feuerwehrgebäudes für vier Millionen Franken zuzustimmen. Alle Gemeinden haben dem Kredit trotz Bedenken wegen der hohen Kosten und der Notwendigkeit schliesslich zugestimmt. Die neue Einsatzzentrale wurde 2012 in Betrieb genommen.

Eingespieltes Team

Der harzige Start ist heute vergessen. «Wir sind eine Einheit», sagt Feuerwehrkommandant Manuel Bapst. Es spiele keine Rolle mehr, wer von welchem Dorf komme. Das bestätigt auch Bruno Suter, der als Präsident der Feuerwehrkommission den Fusionsprozess vor zehn Jahren und die weitere Entwicklung miterlebt hat. «Es hat sich alles eingespielt», sagt er. Die Feuerwehr sei, was das Material wie auch was die Ausbildung betreffe, auf einem guten Niveau. «Wir haben einen guten Stab und einen engagierten Kommandanten.»

Er erinnert daran, dass das Oberland damals eine Vorreiterrolle übernommen hatte. Denn die neu gegründete interkommunale Feuerwehr Sense-Süd hatte mit diesem Zusammenschluss die damals geltenden Fri-Fire-Vorgaben der kantonalen Gebäudeversicherung bereits ein Jahr vor dem offiziellen Termin erfüllt: Innerhalb von 15 Minuten müssen mindestens acht Angehörige der Feuerwehr 95 Prozent des Einsatzgebiets erreichen ­können.

Zuständig für 5500 Personen

Mit der Fusion im Oberland bilden heute noch drei Gemeinden die Trägerschaft der interkommunalen Feuerwehr Sense-Süd. Diese umfasst 80  Feuerwehrangehörige, 40 davon sind in Atemschutz ausgebildet. Die Feuerwehr ist für 5500 Einwohner zuständig – das Gebiet erstreckt sich über 87 Quadratkilometer. In den ersten zehn Jahren ist sie zu 115  Brandfällen, 24 Unfallrettungen, 67 Elementareinsätzen und 32 Mal für Chemie- und Ölwehr gerufen worden – und sie hat vier Katzen und zwei Papageien gerettet. Allein 2018 hat das Korps 475 Einsatzstunden geleistet.

Momentan habe die Feuerwehr Sense-Süd genügend Angehörige, um diese Aufgabe wahrzunehmen. Kommandant Manuel Bapst führt dies auch auf die Tatsache zurück, dass die Firmen in der Region Plaffeien sehr kulant seien, wenn es darum gehe, ihre Mitarbeiter bei einem Alarm gehen zu lassen. «Uns ist bewusst, dass dies nicht selbstverständlich ist und dass andere Feuerwehren diesbezüglich mehr Probleme haben.» Seit einigen Jahren gibt es eine Jugendfeuerwehr, aus der der eine oder andere später «zu den Grossen» wechselt.

Weitere Fusionen

Von den guten Erfahrungen im Sense-Oberland können andere Gemeinden profitieren: Auf Anfang nächstes Jahr schliessen sich die Feuerwehren der Gemeinden Alterswil, Bösingen, Düdingen, Heitenried, Rechthalten, St.  Antoni, St.  Ursen und Tafers zu einem neuen Feuerwehrverband zusammen. Sie haben eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben.

«Wir waren damals auf einem guten Weg für Kooperationen und sind auch heute offen für weitere Zusammenarbeiten», sagt Bruno Suter. Dies wird wohl bald konkret. Denn das neue Feuerwehrgesetz, derzeit in der Vernehmlassung, sieht vor, dass die Korps grösser werden und es weitere Zusammenschlüsse geben wird. Nächster Schritt könnte sein, dass sich die Feuerwehren Giffers-Tentlingen und St.  Silvester Sense-Süd anschliessen. Gespräche seien am Laufen, sagt Bruno Suter. «Das neue Feuerwehrgesetz geht in die richtige Richtung, aber man kann noch einiges optimieren.» So wünschen sich die Gemeinden beispielsweise ein stärkeres Mitspracherecht und eine bessere Vertretung.

Vorschau

Shows, Führungen und ein Fotokalender

Die interkommunale Feuerwehr Sense-Süd lädt am Samstag zum Tag der offenen Türen ein, um das 10-Jahr-Jubiläum zu feiern. Unter dem Motto «Feuer frei» darf die Öffentlichkeit ab 11 Uhr morgens bei verschiedenen Brandsimulationen dabei sein, das Feuerwehrlokal besichtigen und bei einem Übungseinsatz erleben, wie die Feuerwehr funktioniert. Dabei wird unter anderem auch die Arbeit der Absturzsicherheitsgruppe gezeigt. Sie ist dafür zuständig, die Einsatzkräfte zu sichern, wenn diese – zum Beispiel bei einem brennenden Kamin – ihre Arbeit auf Dächern verrichten müssen. Als Besonderheit gibt es eine Fotobox, in der sich Familien und Einzelpersonen als Feuerwehrmänner und -frauen verkleiden und für ein Foto posieren können. Die zwölf besten Bilder aus dieser Fotobox werden Ende Jahr in Form eines Kalenders veröffentlicht. Die Feuerwehr Sense-Süd hat ihren Feiertag mit Absicht eine Woche nach den Anlässen zum 150-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbands gelegt. Damit will sie den Feuerwehrkollegen anderer Korps ermöglichen, den Anlass in Plaffeien zu besuchen, wie Kommandant Manuel Bapst erklärt. Das Fest geht abends mit Bar und Verpflegung weiter.

im

Feuerwehrlokal, Plaffeien, Sa., 7. September, ab 11 Uhr.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Meistgelesen

Mehr zum Thema