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«Hier kann ich noch Mechaniker sein»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn Fahrzeuge sprechen könnten, wovon würden sie uns erzählen? Vom ewigen Auf und Ab im Gewusel eines italienischen Städtchens? Oder von heissen Ritten entlang eines endlosen Wüstenhighways? Die Autos und Motorräder, mit denen sich Lorenz Michel täglich beschäftigt, hätten auf alle Fälle so einiges zu berichten. Wer dessen «Old Time Speed Shop» in Laupen betritt, wähnt sich in alte Zeiten zurückkatapultiert: Inmitten einer Handvoll altehrwürdiger Harleys, eines Fiat Topolinos mit Baujahr 1952 und einer leuchtend roten 1966er-Corvette Stingray stehend, fällt es schwer, zu glauben, dass «Löru» – so der Spitzname des 37-Jährigen – hier in erster Linie als Mechaniker und nicht als Vorsteher eines kleinen Verkehrsmuseums waltet.

Ein Fan der 1950er

Die Liebe zur Arbeit an den geschichtsträchtigen Fahrzeugen entflammte beim Oberbalmer schon früh: Nach der Ausbildung zum Fahrrad- und Motorradmechaniker kam er als Angestellter und späterer Werkstattleiter bei der Hess Motorrad AG in Ostermundigen erstmals mit einer Harley-Davidson in Kontakt. Als junger Yamaha-Mechaniker sei ihm die neue Materie zunächst noch ein wenig suspekt gewesen. «Die Leidenschaft für den Mythos Harley hat mich dann aber rasch gepackt», erinnert sich der bekennende Fan der 1950er- und 1960er-Jahre amerikanischer Prägung. Die Faszination für den eigenen Beruf war so gross, dass Lorenz Michel 2007 die Prüfung zum Fahr- und Motorradmechanikermeister absolvierte.

Ein gemeinsamer Virus

Auch in Sachen Oldtimern war es früh um Lorenz Michel geschehen. «Alte Fahrzeuge haben eine Seele und viel Charakter. Sie erzählen Geschichten», schwärmt er. Das sei kein Vergleich zum hochdigitalisierten Auto-Einheitsbrei aus heutiger Herstellung. «Bei der Arbeit an alten Autos kann ich noch ganz und gar Mechaniker sein.» Stammten seine ersten eigenen Oldtimer-Sammlerstücke aus dem Hause Alfa Romeo, rollte mit einem 1974er-Pontiac Trans AM vor 13  Jahren der erste Ami in Michels Besitz.

Heute steht dort auch ein 1956er-Chevy 210, den er und Ehefrau Eliane von der Hochzeitsreise durch die USA mitbrachten und den Lorenz Michel fit für die heimischen Strassen gemacht hat. «Glücklicherweise leiden wir beide am Oldtimer-Virus», meint er schmunzelnd. «Das macht vieles einfacher.»

Ab 2012 war Lorenz Michel für die SIM AG in Frauenkappelen tätig und genoss dort die Möglichkeit, sowohl seine Kenntnisse im Motorenbau als auch in der Reparatur von Oldtimern zu vertiefen. Als sein Arbeitgeber vor kurzem die Geschäftsaufgabe erklärte, musste sich der zweifache Familienvater jedoch neu orientieren: «Als angestellter Mechaniker in einer Werkgarage zu arbeiten, konnte ich mir nicht vorstellen. Deshalb entschied ich mich, meine ehemalige Freizeitgarage aufzurüsten und mich hier in Laupen auch geschäftlich niederzulassen.»

Vielfältig und bereichernd

«Lange, arbeitsame Tage sind für mich keine Seltenheit», gibt Lorenz Michel unumwunden zu. «Aber es ist eine vielfältige und bereichernde Arbeit; eine, bei der ich mit Leib und Seele dabei sein kann.»

Dass der Schritt in die Selbstständigkeit auch ein Schritt in die Ungewissheit sein würde, davon habe er sich nicht einschüchtern lassen wollen. «In unserer Region liegen die Oldtimer im Trend. Es gibt einen Markt für meine Dienstleistungen», ist der Garagist überzeugt. «Immer mehr Menschen sind davon fasziniert, neben dem Alltagsauto einen Old­timer zu fahren; einen Wagen, der rattert und brummt und mit dem die Ausfahrt zum Genuss wird.» Wenn er diesen Menschen mit seiner Arbeit, die Freude an ihrem Hobby vergrössern könne, dann gebe ihm dies ein tolles Gefühl: «Schliesslich kann ich nur zu gut nachfühlen, welche Begeisterung ein Oldtimer auslösen kann.»

Tage der offenen Tür «Old Time Speed Shop», Murtenstrasse 20, Laupen. Sa. und So., 28./29. April, 10 bis 17 Uhr.

«Alte Fahrzeuge haben eine Seele und viel Charakter. Sie erzählen Geschichten.»

Lorenz Michel

Fahr- und Motorrad­mechanikermeister

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