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Hilfe für Landwirte in Schwierigkeiten

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Hilfe für Landwirte in Schwierigkeiten

Ein neues Betreuungs-Angebot für in Not geratene Freiburger Bauern

Rund 20 Prozent der 3800 Freiburger Landwirtschaftsbetriebe haben Schwierigkeiten oder sind gar gefährdet. Sie können neu von einem Hilfeleistungsangebot profitieren, dessen Konzept von der Landwirtschafts-Direktion in Zusammenarbeit mit dem Freiburgischen Bauernverband ausgearbeitet wurde.

Die Probleme erkennen, sie analysieren, Sanierungsvorschläge ausarbeiten und die Betriebe betreuen und begleiten. So ist das Konzept aufgebaut, wie der kantonale Landwirtschaftsdirektor Pascal Corminboeuf anlässlich einer Pressekonferenz des Freiburgischen Bauernverbandes erläuterte. Konkret heisst dies, dass Fachleute des Landwirtschaftlichen Institutes von Grangeneuve (LIG) ausgesandt werden, welche die Situation an Ort und Stelle unter die Lupe nehmen, Sanierungsvorschläge machen und dafür sorgen, dass auch die Betreuung gewährleistet wird. Seit anfangs Jahr steht dieses Konzept. Weil es noch wenig bekannt ist, haben bislang nur einzelne Bauern von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Andererseits müssen sich die betroffenen Landwirte auch überwinden, Hilfe anzufordern. «Die Bauern legen ihre schwierige Situation nicht gerne offen. Es sind ehrliche Leute», erklärte gestern André Raemy, einer der Betreuer.

Schwierigkeiten haben
unterschiedliche Ursachen

Die finanziellen Probleme, mit welchen sich viele Bauernbetriebe konfrontiert sehen, haben unterschiedliche Ursachen. Sicher spielt dabei auch die hohe Verschuldung eine Rolle. Laut LIG-Direktor Francis Egger ist die freiburgische Landwirtschaft mit einer Milliarde verschuldet, und dies bei einem jährlichen Umsatz von rund 700 Mio. Franken. «Das macht 300 000 Franken pro Betrieb, die Situation darf nicht dramatisiert werden», relativierte aber Josef Fasel, Präsident des Freiburgischen Bauernverbandes, die Verschuldung.

Die Freiburger Bauern leiden aber auch unter dem Einkommensrückgang, der nach dem Wegfall der Preisgarantien des Bundes erfolgt ist. Die Direktzahlungen konnten den Preiszerfall bei weitem nicht kompensieren. Laut Francis Egger hat die Freiburger Landwirtschaft in den Jahren 1991 bis 1998 einen Verlust von 25 Mio. erlitten. Vor allem die Betriebe mit intensiver Bewirtschaftung mussten eine grössere Einbusse in Kauf nehmen, wie gestern Georges Godel, Präsident des Freiburgischen Milchverbandes, vorrechnete. Gemäss Francis Egger sind heute rund 40 Prozent der Betriebe finanziell gesund, die Hälfte aller Betriebe jedoch zehrt an ihren Eigenmitteln, die deshalb ständig abnehmen.

Direkte Finanzhilfe des Bundes

Finanzielle Hilfe kann u.a. die Zentralstelle für Agrarkredite gewähren, wie der Verwalter Alois Julmy darlegte. Pascal Corminboeuf wies aber auch auf eine neue, nicht-rückzahlbare Anfangs-Hilfe des Bundes für junge Bauersleute hin, die bis zu 130 000 Franken betragen kann, sofern gewisse Bedingungen erfüllt werden. Der Kanton will diese Hilfe demnächst ergänzen, weil der Bund das Alter der Hilfe-Empfänger auf 35 Jahre beschränkt.

Bauernbetriebe können aber auch wegen Unglücksfällen, schlechter Betriebsführung, hohen Produktionskosten usw. in Schwierigkeiten geraten, die Betriebsgrösse ist nicht unbedingt ausschlaggebend. Entsprechend ist auch die Hilfeleistung, die nun neu angeboten wird. Der erste Kontakt und die Lagebeurteilung sind im Übrigen gratis. Danach wird je nach finanzieller Möglichkeit ein Stundenlohn von 60 Franken fakturiert.

Dynamische und innovative
Bauern sind gefragt

Bauernpräsident Josef Fasel hielt seinerseits fest, dass die neue Agrarpolitik von den Landwirten Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Unternehmergeist verlange. Er war sich bewusst, dass «Unternehmer sein» nicht allen Bauern «gegeben sei». Freude bereiten ihm der Dynamismus, den die Bauern an den Tag legen, und die vielen Möglichkeiten, welche die Agrarpolitik bietet. «Während die einen ihr Heil im Nebenerwerb suchen, braucht es von den anderen, die einen Vollerwerbsbetrieb führen, noch zusätzliche Flexibilität. Diese können ihre Betriebe durch selbständige Veredelung der Produkte, Rationalisierung, aber auch durch Spezialisierung oder gar durch Intensivierung anpassen. Idealismus ist also gefragt, um die Zukunft zu bewältigen», betonte er.

Qualitätsprodukte sind
immer mehr gefragt

Josef Fasel strahlt aber auch Zuversicht aus, weil die Verherrlichung der Globalisierung abnimmt und der Konsument vermehrt Wert auf eine gesunde Ernährung und deshalb qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel legt. «Hier liegt unsere Chance», gab er zu verstehen, bevor er die Direktzahlungen verteidigte. So rief er in Erinnerung, dass die Landwirte nicht nur Nahrungsmittel produzieren, sondern auch etwas beitragen zur Erhaltung und Pflege der Landschaft, zur Ökologie und zur Kultur.

Laut Josef Fasel dürfen aber auch die Produktionspreise nicht weiter sinken und zu einer Restgrösse der Nahrungsmittel verkommen. «Die Bauern haben schon genug zur Senkung der Nahrungsmittelpreise beigetragen», fügte er bei.

Arthur Zurkinden

Gegen «Jagd auf
Direktzahlungen»

Die Freiburger Landwirte sehen in der neuen Agrarpolitik AP 2002 nicht nur Vorteile. Vor allem sehen sie es nicht gerne, wenn neue «Scheinbauernbetriebe» entstehen, die Jagd auf Direktzahlungen machen. Nach Worten von Staatsrat Pascal Corminboeuf sind so in letzter Zeit vor allem in der Deutschschweiz 1500 neue Betriebe entstanden. Dabei handelt es sich um Nicht-Landwirte (z.B. Frührentner), aber Eigentümer von Landwirtschaftsland, die plötzlich ihren Betrieb selber bewirtschaften wollen, um so in den Genuss von Direktzahlungen zu kommen. Andererseits geraten dadurch professionelle Familienbetriebe vermehrt unter Druck.

Laut Francis Maillard, Direktor der Freiburgischen Landwirtschaftskammer, ist das Problem im Kanton Freiburg nicht akut. az

Josef Fasel wiedergewählt

Josef Fasel, Grossrat aus Alterswil, ist für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren Präsident des Freiburgischen Bauernverbandes. Er wurde gestern an der Delegiertenversammlung in Rue mit grossem Applaus wiedergewählt.

Der Sensler führt den Kantonalvorstand mit viel Engagement und Standhaftigkeit. Wiedergewählt wur-den auch die übrigen Vorstandsmitglieder. Für die demissionierenden Mitglieder Emmanual De Buman , Schmitten, Raymond Dumas, Mézières, Madlen Overney, Plaffeien, Paul Pythoud, Epagny, und Ueli Schnyder, Bösingen, wurden neu in den Kantonalvorstand gewählt: Denise Schafer, Wünnewil, Ernst Leiser, Alterswil, Jean-Daniel Andrey, Cormérod, René Pochon, Cugy und Charly Rime, Enney.

Korrektur in Sicht

Am 7. Februar 1999 hat das Stimmvolk der Änderung des Raumplanungsgesetzes (RPG) zugestimmt. Insbesondere ging es um die Raumplanung ausserhalb der Bauzonen. Die Definition der Zonenkonformität und der Inneren Aufstockung waren bei der Vernehmlassung der neuen Verordnung umstritten. Es war ja Absicht, mit der Gesetzesänderung den Bauern mehr Flexibilität zu geben. In den letzten Monaten wurden insbesondere im Kanton Freiburg diese Möglichkeiten durch Einsprachen des WWF gegen Erweiterungen von Geflügelmasthalle

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