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«Hinaus in die weite Welt»

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«Hinaus in die weite Welt»

Hubert Rossier arbeitete in Hotels rund um den Globus

Über 20 Jahre lang hat der 65-Jährige aus Gurmels Gäste auf dem ganzen Erdball mit seinen Gerichten verzaubert. Der pensionierte Koch ist heute ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Swisscontact.

Von KARIN BRÜLHART

«Meine ältere Schwester arbeitete im Hotelfach: Sie machte mir den Beruf als Koch erst richtig schmackhaft», erläutert Hubert Rossier. Nach der Lehre im Hotel Schiff in Murten und einigen Jahren Berufstätigkeit in der Schweiz packte den damals 22-Jährigen das Fernweh: «Ich wollte raus in die weite Welt, die verschiedenen Länder und Kulturen kennen lernen.»

Als Saucier in Bagdad

Sein erstes Auslandabenteuer führte ihn in den Orient. Als Saucier arbeitete er in einem Hotel in Bagdad. Nach rund einem Jahr zog es ihn zurück in die Heimat nach Zürich, wo er seine zukünftige Ehefrau kennen lernte. Schon bald aber ergriff ihn erneut das Reisefieber. Die folgenden zwei Jahre arbeitete er in Abidjan, an der Elfenbeinküste. Nach einem kurzen Abstecher als zweiter Sous-Chef im Hotel Intercontinental in Genf reiste er 1966 nach Pakistan ins Hotel Karachi und ins Hotel Rawalpindi. Diesen und die noch folgenden Auslandaufenthalte machte er alle in Intercontinental Hotels.

Drei Jahre später betrat Hubert Rossier erstmals südamerikanisches Festland. Fasziniert von der Schönheit dieses Kontinents begann er seine Karriere als Executive-Chef in Quito, ging weiter zur Neueröffnung eines Hotels nach Rio de Janeiro und von dort nach Maracaibo in Venezuela. Seine Karriere in Südamerika beendete er wieder in Rio.

Der Grund für die Rückkehr war pragmatischer Natur: «Der Sohn kam in die Schule und die Tochter wollte eine Hotelfachausbildung in der Schweiz machen.» Nach 15 Jahren in Südamerika kehrte er nach Gurmels zurück und arbeitete fortan als Chef und Professeur de Cuisine an der Hotelfachschule in Glion sowie in Bulle. Während seiner ganzen Laufbahn führte er exklusive gastronomische Wochen durch; so auch in Chiba. «Die Präzision und Aufmerksamkeit der Japaner war einmalig». Seit fünf Jahren geniesst Hubert Rossier seine Pension.

Raclette bei 35 Grad

«Als Gast in einem fremden Land muss man sich den Bräuchen und Kulturen der Menschen anpassen – und nicht umgekehrt», erklärt Hubert Rossier. Seine schönste Zeit verbrachte er am Zuckerhut in Rio de Janeiro. «Die Leute, das Klima, die Landschaft waren zauberhaft und die Zeit während des Karnevals ist einzigartig, einfach unvergesslich.»

Die Verbindung zur Heimat hatte der Auslandschweizer während all den Jahren aufrechterhalten. Alle zwei Jahre verbrachten die Rossiers ihre Ferien in der Schweiz und besuchten Familie und Bekannte. Auch im Ausland gab es Momente, wo sie sich nach der Heimat sehnten. «So haben wir am Strand von Rio – bei 35 Grad – schon mal ein Raclette gegessen.»

Erfahrungen weitergeben

Seit drei Jahren engagiert sich Hubert Rossier für Swisscontact Senior Expert Corps (siehe Kasten). Als pensionierte Fachkraft versucht er seine Berufskenntnisse und Erfahrungen in Südamerika weiterzugeben. Sein erster Einsatz führte ihn 2001 nach Panama. In verschiedenen Fortbildungszentren unterrichtete er Theorie und Praxis in der Küche – in erster Linie Organisation, Hygiene, Einkauf, Menüplanung.

Und in Ecuador?

Seine Südamerikaerfahrung half ihm dabei, die Leute zu motivieren. «Für mich ist es selbstverständlich, diesem Kontinent, wo ich 15 Jahre gelebt habe, etwas zurückzugeben», so Hubert Rossier. Im Januar des nächsten Jahres plant Senior Expert Corps einen Einsatz in Ecuador: Hubert Rossier wird dabei nicht fehlen.

Swisscontact

Swisscontact wurde 1959 als unabhängige Stiftung gegründet. Sie widmet sich seither der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa. Ziel ist es, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung in ausgewählten Ländern zu fördern. Im Vordergrund steht die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern – nach dem Prinzip «Hilfe zur Selbsthilfe».

Eine besondere Dienstleistung der Stiftung Swisscontact ist das Senior Expert Corps. Pensionierte Fachleute stehen Klein- und Mittelbetrieben als Problemlöser zur Verfügung. Jährlich werden rund 150 Experten entsendet. Die Einsätze werden freiwillig und ehrenamtlich geleistet und dauern höchstens drei Monate. kb

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