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Hinweise auf die kostbare Sammlung

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Hinweise auf die kostbare Sammlung

Neues Konzept im Museum für Kunst und Geschichte

Das Museum für Kunst und Geschichte in Freiburg setzt am Samstag fünf neue Eintrittskarten in den Umlauf. Jede Karte hat ein eigenes Bildsujet und zeigt ein Detail von einem Meisterwerk aus der Sammlung des Museums.

Von IRMGARD LEHMANN

Auf den neuen fünf Eintrittskarten sind zwei Objekte aus dem Jahr 1503, eine barocke Madonna und eine Femme fatale des 19. Jahrhunderts sowie ein Beispiel der Pop-Art abgebildet. «Die fünf Sujets zeigen, wie kostbar und abwechslungsreich unsere Sammlung ist», sagt Verena Villiger, Vizedirektorin des Museums für Kunst und Geschichte. Die entsprechenden Originale können die Besucher in den Sälen der Dauerausstellung entdecken.

«Schon lange wollten wir», so Villiger, «eine Eintrittskarte kreieren, welche die Besucher auch anspricht». Bis anhin habe man lediglich über diese banalen Abreisszettel verfügt, die man bei jedem Kinobesuch erhält. Jetzt aber liegen Eintrittskarten im kostbaren Vierfarbendruck vor, welche die Besucher neugierig machen sollen. Villiger: «Der Museumsgast wird im Museum nach dem Subjekt suchen, das auf der Karte abgebildet ist.» Ein spannendes Spiel für jedermann – getreu dem Motto «Suche und finde».

Gesichter sprechen an

Fünf Gesichter hat die Museumsleitung für das neue Konzept ausgewählt. «Gesichter sprechen den Menschen viel eher an als eine Landschaft», bemerkt die Vizedirektorin. Die abgebildeten Werke beziehen sich auf die Epochen im Museum.

Madonna der Jesuiten, um 1645: Das Bild stammt vermutlich aus der Kapelle von Marsens. Geschaffen wurde es von Claude Fréchot, einem Künstler aus der Freigrafschaft, der vor den Wirren des Dreissigjährigen Kriegs nach Freiburg geflohen war. Auf dem Gemälde nimmt Maria den Jesuitenorden unter ihrem weiten Mantel in Schutz.
Pythia, um 1880: Ab 1869 arbeitete Marcello (Adèle d’Affry) an der Darstellung der griechischen Seherin. Die Skulptur wurde in Bronze gegossen, um das Opernhaus von Charles Garnier in Paris zu schmücken. Das Exemplar des Museums ist eine kleinere Fassung davon. In Ekstase sitzt die wilde Schönheit auf einem Dreifuss, Schlangen winden sich in ihrem Haar.
Himmelfahrts-Christus, 1503: In der Freiburger Niklauskirche imitierte man früher an Auffahrt die Himmelfahrt Christi: mit einem Seil zog man eine Christusfigur über dem Hochaltar empor, bis sie durch eine Öffnung im Gewölbe entschwand. Die Statue, die sich heute im Museum befindet, weist noch immer den eisernen Ring auf, an dem das Seil befestigt wurde.
Heiliger Christophorus, 1503: Der berühmte Freiburger Hans Fries stellt den Schutzpatron der Reisenden in jenem Moment dar, in dem er das Jesuskind durch den Fluss trägt. Der bärtige Riese stützt sich auf ein Birkenstämmchen. Am Ufer tummeln sich Tiere (eine Kohlmeise, ein Salamander, zwei Fliegen) zwischen Pflanzen, Erdbeeren und Maiglöckchen.
Look, 1967: Peter Stämpflis gigantisches Auge besitzt für ein Museum geradezu Symbolcharakter. Im Geist der damals vorherrschenden Pop-Art bildete der in Paris lebende Berner Künstler stark vergrössert Details aus unserem Alltag ab. Vor wenigen Jahren schuf er, diesmal in einem geometrischeren Stil, auch die Wandmalereien des Freiburger Busbahnhofs.
Auf der Rückseite der Eintrittskarten weist die Museumsleitung auf die Bedeutung des eleganten Stadtpalais aus der Renaissance und des ehemaligen Schlachthofes hin: «Unsere Sammlung von Skulpturen und Gemälden ist eine der wichtigsten in der Schweiz.»

Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen vier und acht Franken. Gratis ist der Besuch für Kinder und Jugendliche.

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