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Hiob schielt nach Freiburg

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Hiob schielt nach Freiburg

Das Hilfswerk mit Brockenstube in Murten ist 20-jährig

1984 wurde das Hilfswerk «Hiob International» gegründet. Im Jahr darauf eröffnete es eine Brockenstube in Kerzers. Diese wurde vor vier Jahren nach Murten gezügelt. Eine weitere Expansion in Richtung Stadt Freiburg ist vorgesehen.

Von CORINNE AEBERHARD

«Es läuft gut», bestätigt Walter Gertsch, Brockenstubenleiter in Murten. Wegen hoher Mietzinse ist die Brockenstube vor vier Jahren von Kerzers nach Murten umgezogen. Im Zentrum West an der Freiburgstrasse 25 bietet die Brockenstube auf knapp 600 Quadratmetern alles an, was es braucht, um einen Haushalt einzurichten. Möbel, Geschirr, Bilder, Bücher, Kleider und vieles mehr locken zu günstigen Preisen.

Das Einzugsgebiet der Brockenstube ist gross und das Hilfswerk Hiob möchte deshalb gerne eine weitere eröffnen. «Wir würden uns gerne in Freiburg niederlassen», erklärt Hervé Dobler, Leiter der Betriebe. Man habe in und um die Stadt Freiburg Ausschau gehalten, aber bis anhin noch keine geeigneten Räumlichkeiten gefunden. Nicht nur eine gewisse Grösse für die Warenpräsentation und die Lage des Gebäudes sind wichtige Punkte bei der Wahl eines Lokals, sondern auch ein möglichst niedriger Mietzins.

Nur «wiederverkäufliche Ware»

Pro Tag gehen die Chauffeure von Murten viermal Lieferungen abholen. Und oft fahren sie bis nach Freiburg, um beispielsweise bei einer Wohnungsräumung «wiederverkäufliche Ware» abzuholen, wie Gertsch betont. Via Hiob könne man nämlich nicht gratis seine Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände entsorgen, wie oft geglaubt werde. Die Hiob-Leute nehmen solche Artikel zwar auch mit, aber dafür muss bezahlt werden, weil Entsorgungsgebühren anfallen. Den grössten Umsatz macht die Brockenstube mit Möbeln.

Neben Walter Gertsch arbeiten in Murten noch vier weitere Personen in der Brockenstube. Eine grosse Herausforderung für das Personal ist der Umgang mit den Kunden, wie Hervé Dobler betont. Man muss ihnen erklären, dass für die abgegebenen Dinge nichts bezahlt wird und das sei manchmal schwierig. Etwa für ältere Menschen, die sich nach Jahrzehnten von etwas trennen müssen. Da brauche es viel Fingerspitzengefühl.
«Wir dürfen keinen Handel betreiben»

Hiob ist bei der Bevölkerung vor allem ein Begriff für Brockenstuben. Insgesamt gibt es schweizweit mittlerweile 22. Die 23. wird demnächst eröffnet. Hiob ist aber vor allem ein international tätiges Hilfswerk, welches 1984 als Verein gegründet wurde. Die Brockenstuben sind sozusagen die Maschinerie, um das Hilfswerk zu finanzieren. Sie erwirtschaften das Geld, um die Recyclingabteilungen im Hilfswerk in Steffisburg zu betreiben. Dort werden ausgediente, aber noch brauchbare Apparate, Werkzeuge oder Maschinen wie beispielsweise medizinische Geräte entgegengenommen, gereinigt, instand gestellt und für Hilfslieferungen in rund 40 Länder bereitgemacht.

Insgesamt beschäftigt Hiob 160 Mitarbeitende. Viele davon sind solche, die aus dem «normalen Arbeitsleben» gefallen sind und in einer Brockenstube wieder Fuss fassen können. Darunter hat es auch einige, die Probleme mit der Justiz hatten und Strafen abarbeiten. Auch in diesem Bereich wird Hiob als Hilfswerk aktiv.

Hiob nimmt keine Spenden an und macht auch keine finanziellen Hilfsleistungen. Auch für die abgegebene Ware bezahlt Hiob nichts. «Wir dürfen keinen Handel betreiben», erklärt Betriebsleiter Hervé Dobler. Dafür ist das staatlich anerkannte Hilfswerk von sämtlichen Steuern entbunden.

Der Umsatz steigt kontinuierlich und betrug im letzten Jahr 10,85 Millionen Franken (Murten 400 000 Franken). Nach Auszahlung der Löhne (50 Prozent), dem Abzug der Verwaltungskosten (8-10 Prozent) und anderen Kosten sowie nach getätigten Rückstellungen resultiert ein Gewinn von gegen 80 000 Franken. ca

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