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Historische Generalratssitzung

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Parlamente Freiburgs und Villars-sur-Glânes tagten im Forum

Vor allem zum Thema Agglomerationsgesetz wurden die grossen Worte aus den Tiefen des Dudens und des Petit Robert hervorgeholt. Mit hehren Worten versuchten die verschiedenen Sprecher die Bedeutungsschwangerheit des Momentes zu verewigen. Charles Ridoré, Generalratspräsident in Villars: «Sich für die Agglomeration zu engagieren ist ein Risiko. Aber auch der Bauer geht ein Risiko ein, wenn er das Korn der Erde anvertraut, statt es sofort zu essen, aus Angst, die Ernte könnte schlecht werden.» André Schönenweid, Generalratspräsident in Freiburg und «Erfinder» der gemeinsamen Sitzung: «Parlamente müssen die Zuschauerrolle abstreifen und Akteure werden.»

Nach ihren Präsidenten äusserten sich auch «gewöhnliche» Parlamentsmitglieder enthusiastisch zum Agglomerationsprozess zu. «Die Aufgabe ist gross, aber die Herausforderung ist es noch viel mehr», hiess es von Seiten der CVP. «Die Agglomeration wird Prozesse beschleunigen und die nachhaltige Entwicklung der Region garantieren», ist die SP aus Villars überzeugt. «Die Zeit der Konstituierung ist eine Chance, Überzeugungsarbeit zu leisten, die heutigen Blockaden müssen überwunden werden», fand die SP der Stadt. Einzig für die FDP der Stadt ist die Agglomeration unnötig, sie will direkt die Fusionen, welche von mehreren Sprechern anderer Parteien als zurzeit noch undenkbar qualifiziert werden.
Auch Oberamtmann Nicolas Deiss stellte fest, dass «die Stunde der intensiven Zusammenarbeit definitiv geschlagen hat. Der Zug ist abgefahren, man kann ihn nicht mehr anhalten. Es geht nicht mehr darum die Gegenwart zu betonieren, sondern die Zukunft zu gestalten.» In diesem Sinn will er demnächst in Marly den Gemeinderat überzeugen, dass Ängste vor Identitätsverlust oder Steuererhöhungen komplett unbegründet seien.
Die Agglomerationsresolution wurde deutlich angenommen: Sie verlangt, dass die Gemeinden eine zweisprachige Agglomeration begründen sollen, die Vorteile auf kultureller, wirtschaftlicher und schulischer Ebene bringen würde. Sie soll so schnell wie möglich kommen, wobei der Staatsrat bezüglich des Perimeters realistisch bleiben soll. Zudem sollen die Gemeinden und der Staatsrat die Information verbessern.
Weniger einig waren sich die Generalräte über den zweiten Resolutionsentwurf zur Wirtschaftsförderung in der Region. Die vereinigte Linke stimmte mehr oder weniger geschlossen für eine Regionalkonferenz, welche Rahmenbedingungen auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene festlegen sollte und deren Ergebnisse bei der Bildung der Agglomeration einfliessen sollen. Die Mehrheit im vereinigten Generalrat war aber bürgerlich, und diese verlangte eine Gemeindegemeinschaft für die Wirtschaftsförderung. Diese soll schnell effektiv werden und möglichst schon nächstes Jahr mit einer VollzeitWirtschaftsdelegierten, einem ständigen Sekretariat und einer dazugehörigen politischen Kommission eingerichtet werden. Der Vorschlag der FDP Villars, statt dessen die bereits bestehende und die gleichen Ziele verfolgende technische Kommission mit der Aufgabe zu betrauen, wurde nach einer grossen Abstimmungskonfusion deutlich abgelehnt.
Die Sitzung wurde von Gemeinderatsmitgliedern aus Belfaux, Corminboeuf, Givisiez und Granges-Pacot mitverfolgt, aus Marly waren nur drei SP-Generalrätinnen anwesend.

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