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Hoch über dem Genfersee schwimmt ein gelber Tauche

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Corinne Aeberhard (Bilder) Angelica Tschachtli (Text)

Hoch über dem Genfersee schwimmt ein gelber Taucher im blauen Blumenmeer, Bewohner einer grauen Blocksiedlung pflegen einen gemeinsamen Gemüsegarten, Erdbeeren wachsen neben einem viel befahrenen Verkehrskreisel: Skurriles und Unerwartetes überraschen die Besucher von «Jardins dessus dessous», wie das Motto der diesjährigen Lausanne Jardins lautet, auf den vier ausgeschilderten Spazierwegen entlang der neuen Métro-Linie.

Die Langsamkeit entdecken

Bei der Endstation Les Croi-settes beginnt die erste Wegschleife. Nach dem Aussteigen aus der modernen U-Bahn prägt eine grosse Baustelle den ersten Eindruck. Aber nur wenige Schritte später eröffnet sich ein fantastischer Blick über den See. Hier sind die ersten beiden Gärten eingerichtet: Drei lange schmale Blumenfelder kontrapunktieren mit den drei hohen Valmont-Wohnsilos, die vor dem Horizont des Genfersees und den Alpen in den Himmel ragen.

Nebenan liegen die gelben Schwimmer – zuweilen tauchen sie fast unter zwischen den blauen Blumen. Die Skulpturen von François Méchain halten einen Augenblick des Schwimmens fest; sie symbolisieren das Innehalten in der hastigen Bewegung und damit eines des Ziele dieser Ausstellung: «Lausanne Jardins ermöglicht, die Langsamkeit in der Stadt zu erleben», erklärt Kurator Francesco della Casa. Ganz im Sinne der Flânerie des Grossstadtpoeten Baudelaire sollen die Spaziergänger in der Stadt umherschlendern, bewusst beobachten, nachdenken über das Gesehene und dadurch zu einer neuen Ästhetik der Stadtwahrnehmung gelangen.

Die rund dreissig von einer Jury ausgewählten Garten-Kunstwerke finden sich an unterschiedlichsten Orten, eben «dessus dessous». So ist etwa eine hohe Betonmauer mit Moos bewachsen, an den Wänden der Métro-Station des Unispitals schlängeln sich Schläuche empor, aus denen Pflanzen wachsen, oder der langweilige Rasen einer Betonsiedlung wird zum sozialen Projekt: Denn im Quartier «Casbah» wurde der Rasen in einen Gemüsegarten mit Sonnenblumenfeld verwandelt, und gepflegt wird er von den Quartierbewohnern. Die Ernte wird unter den Bewohnern aufgeteilt. Dieses Projekt hat die Stadt selbst auf die Beine gestellt.

Die meisten anderen Grünanlagen wurden von einer Jury aus über hundert eingegangenen Projekten ausgewählt. Das Budget für die Garten-Kunstwerke liegt bei zwei Millionen Franken; die Hälfte übernimmt die Stadt Lausanne, der Rest sind Sponsorengelder.

Eine andere Spazierschlaufe führt vom Bahnhof SBB über die Méro-Station Grancy, wo in einer Efeuwand ein Guckloch den Blick auf die Métro-Linie und den See freigeben. Dieser Weg führt weiter bis an die Quais von Ouchy, die gänzlich von Blumen gesäumt sind.

Zahlreiche Rahmenprogramme, Führungen und andere Ausstellungen werden durchgeführt. Infos: www.lausannejardins.ch

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