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Hochspannungsleitung Yverdon-Galmiz ist für den Staatsrat zweifellos notwendig

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Autor: Hannes Währer

In seiner Stellungnahme vom Mittwoch zur geplanten Höchstspannungsleitung hält der Staatsrat unmissverständlich fest: «Der Bau der Höchstspannungsleitung Yverdon- Galmiz ist notwendig.» Dennoch verlangt er, dass «besonders heikle Abschnitte», namentlich beim Burggraben, überprüft werden.

Für die Stromversorgung der Schweiz unerlässlich

Für die sichere Stromversorgung der Schweiz und des Kantons Freiburg sei der Abschnitt Villarepos-Galmiz unerlässlich. «Bei einer weiteren Verzögerung ist der Staatsrat nicht bereit, die Verantwortung für das Risiko eines ?Blackouts? zu übernehmen», so die Medienmitteilung.

Der Staatsrat hat ebenfalls die Machbarkeit von Alternativen zur bestehenden Freileitung geprüft. Aufgrund der Einwirkungen auf die Umwelt, der notwendigen baulichen Infrastrukturen sowie der hohen Kosten zieht er jedoch das Fazit: «Eine Umsetzung der geprüften Alternativen kann nicht verlangt werden.»

Bau und Unterhalt von Alternativen zu teuer

Als Begründung werden die Bau- und Unterhaltskosten und die Folgen für das Landschaftsbild aufgeführt. So bleibe bei einer Erdeverlegung mittels kunststoffisolierter Kabel eine gut sichtbare, beschränkt bepflanzbare Schneise in der Landschaft zurück. Eine Gleichstromleitung ziehe Transformatorenanlagen in der Grösse mehrerer Fussballfelder nach sich. Und eine gasisolierte Leitung berge zusätzlich zu den Schwierigkeiten des Tiefbaus und des Unterhalts das Problem der Nutzung des Treibhausgases Schwefelhexafluorid.

Im Gegensatz dazu schreibt der Staatsrat: «Die Möglichkeit, Kabel durch den Neuenburgersee zu verlegen, verdient es, geprüft zu werden.» Für den Bau müssten jedoch Infrastrukturen an den Ufern errichtet werden, was Naturschutzgebiete wie die Grande Cariçaie in Mitleidenschaft ziehe. Zudem mache diese Variante starke Landschaftseingriffe beim Ein- und Austritt aus dem See notwendig.

Dennoch wird der Entscheid der Energie Ouest Suisse (EOS) begrüsst, eine Studie zur Abklärung der Linienführung durch den Neuenburgersee zu lancieren. Der Staatsrat wünscht zudem, dass die Resultate der Studie im definitiven Entscheid des Bundes berücksichtigt werden.

Entscheid an Bedingungen geknüpft

Der Staatsrat knüpft seine insgesamt positive Entscheidung aber auch an Bedingungen zum Schutz der Landwirtschaft und des Waldes. Mit der baldigen Einsetzung einer «Bodenfachperson als bodenkundlicher Baubegleiter», sollen die negativen Auswirkungen beim Bau der Freileitung nach Möglichkeit minimiert werden.

Zudem sei die Schlussfolgerung des Rodungsgesuchs, die von «annehmbaren Auswirkungen auf den Wald» ausgeht, nicht akzeptabel. Beim heutigen Planungsstand müssten Ertragsverluste auf 17,1 Hektaren in Kauf genommen werden. Deshalb seien Massnahmen zur Verringerung des Ertragsausfalls zu prüfen. Zudem müssten «angemessene Entschädigungen der Waldeigentümer vorgesehen werden», so der Staatsrat weiter. Im Weiteren sei das Projekt bei Mast 177 und 178 (Villarepos) und Mast 203 (Burggraben) baulich anzupassen.

Mangelnde Kommunikation der EOS

Kritik übt der Staatsrat an der Kommunikation des Bauherrn. «Wechsel an der Spitze der Gemeindebehörden, Bevölkerungsbewegungen und ein möglicher Gesinnungswandel in Umweltfragen hätten besser berücksichtigt werden müssen», so der Staatsrat.

Die gesamte Stellungnahme ist unter www.admin.fr.ch einzusehen.

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