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Hohe Boni sind weiterhin an der Tagesordnung

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In 22 von 27 untersuchten Unternehmen sei die Entschädigung für den CEO im Schnitt um 9 Prozent angestiegen, so die Ergebnisse der Untersuchung, welche Travail.Suisse zum zwölften Mal in Folge durchgeführt hat. Spitzenreiter ist dabei Tidjane Thiam von der Credit Suisse. Zusammen mit der Antrittsprämie erhielt er 2015 eine Entschädigung von über 20 Millionen Franken (+117 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Daneben wurden auch bei Lonza (+58 Prozent), Valora (+54 Prozent), UBS (+28 Prozent), Kuoni (+23 Prozent), Georg Fischer (+22 Prozent) und ABB (+20 Prozent) mehr Boni ausgeschüttet als im letzten Jahr.

«Von solchen Zahlen wagen Personen mit tiefen Einkommen nicht einmal zu träumen», sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. «In mehr als zwei Dritteln aller untersuchten Unternehmen ist die Lohnschere 2015 weiter aufgegangen, damit geht der Bonirausch in die nächste Runde», erklärt Wüthrich weiter. Laut Travail.Suisse findet man grosse Lohnscheren bei Credit Suisse (1:363), UBS (1:275) und Roche (1:273).

Initiative ohne Wirkung

Für Travail.Suisse zeigen diese Resultate deutlich, dass die Abzockerinitiative keinen mässigenden Einfluss auf die Höhe der Managerlöhne hatte. Die Stärkung der Aktionärsrechte führte zwar zu Abstimmungen über die Entschädigung des Managements an den Generalversammlungen. Dabei wird aber laut Travail.Suisse grossmehrheitlich gemeinsam über die fixen und variablen Teile (Boni) sowie im Voraus und ohne Kenntnis des Geschäftsgangs abgestimmt. Antrittsprämien, welche die Manager aus den Bonusplänen der bisherigen Arbeitgeber freikaufen, seien nach wie vor zulässig, ebenso Lohnfortzahlungen respektive Beratermandate in Millionenhöhe nach Ende der Beschäftigung.

Massnahmen gefordert

Die Gewerkschaft befürchtet eine Entfremdung zwischen Bevölkerung und Wirtschaft. Die Annahmen der Abzockerinitiative und der Masseneinwanderungsinitiative deuten aus der Sicht der Gewerkschaft auf die grossen politischen Kosten hin. Darum fordert sie vertrauensbildende Massnahmen durch die Politik. Handlungsbedarf sieht Travail.Suisse in verschiedenen Bereichen. So müsse der Nutzen der hohen Managersaläre für die Gesellschaft erhöht werden. Es brauche hier mehr Steuertransparenz und eine Diskussion um einen Solidaritätsbeitrag.

Daneben braucht es laut Travail.Suisse einen besseren Schutz der Löhne und Arbeitsplätze, denn das Unbehagen der Bevölkerung basiert auf dem Ungleichgewicht zwischen Lohnwachstum der Reichen und dem Lohndruck der normalen Arbeiterschaft. Schliesslich will Travail.Suisse auch die Tiefsteuerpolitik für Unternehmen beenden. Mit der Unternehmenssteuerreform III werden umfassende Steuersenkungen in Milliardenhöhe für die Unternehmen ermöglicht. Das heisst Sparen–und dies werde den Mittelstand und die tiefen Einkommen treffen. So werde die Kluft nur weiter vergrössert, hier brauche es eine Korrektur, so die Gewerkschaft.

 

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