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Hoher Besuch auf dem Golfplatz

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Die 33. Ausgabe der Wallenried-Gespräche trumpfte gestern Montag mit gleich zwei Premieren auf: Mit Doris Leuthard trat nicht nur erstmals ein Mitglied der Schweizer Regierung als Gastreferent am Treffen von regionalen Wirtschaftsvertretern auf, sondern auch zum ersten Mal eine Frau. «Dass die erste Frau gleich eine Bundesrätin ist, hätte ich mir nicht träumen lassen», sagte ein sichtlich zufriedener Heinz Pfander, der seit 16 Jahren jeweils im Halbjahresrhythmus zu den informellen Gesprächen im Golf und Country Club Wallenried einlädt.

Von der Bundesrätin wurde aber kein Soloauftritt in Form eines Vortrags erwartet. Stattdessen unterhielt sie sich vor den über 100 Anwesenden mit dem Kommunikationsexperten und früheren Journalisten Peter Marthaler. Die Atmosphäre war entspannt, beide Gesprächspartner waren zu Scherzen aufgelegt und die besprochenen Themen waren vielfältig. So wollte Marthaler beispielsweise wissen, welche Bedeutung ein Anlass wie die Wallenried-Gespräche für Leuthard habe. «Das kommt ganz auf Ihre Fragen an», antwortete die Bundesrätin schlagfertig, womit sie die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur zum Lachen brachte, sondern auch Applaus erntete.

Auf die letzte Woche publik gewordene globale Offshore-Affäre angesprochen, meinte Doris Leuthard: «Wir müssen wieder eine Kultur herstellen von Wirtschaftspatrons und politisch Verantwortlichen, die korrekt und glaubwürdig sind.»

Im Anschluss an das rund 45-minütige Gespräch stellte sich Doris Leuthard den Fragen des Publikums. Werner Wyss, Holzunternehmer aus Zollhaus, bat die Bundesrätin, bei der Förderung von erneuerbaren Energien «Gas zu geben». Leuthard antwortete, sie wolle keine Verhältnisse wie in Deutschland mit so hohen Subventionen. Und sie rief in Erinnerung, dass unternehmerische Risiken nicht auf den Staat abgeschoben werden sollten. «Sie müssen ein Risiko tragen, sonst sind Sie kein Unternehmer», sagte Leuthard mit deutlichen Worten. Wyss entgegnete, es gehe ihm nicht um mehr Geld, sondern um gleich lange Spiesse für Schweizer Unternehmen.

Auf die Frage von Heinz Pfander, welche Highlights es in ihrer bald siebenjährigen Amtszeit gegeben habe, erzählte Doris Leuthard von Treffen mit US-Präsident Ba-rack Obama und dem damaligen Präsidenten Russlands, Dmitri Medwedew. «Das tönt nach künftiger Aussenministerin», wandte Peter Marthaler ein–worauf die Ministerin für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation augenzwinkernd sagte: «Nein, da wäre ich zu wenig beschäftigt.»

«Sie müssen ein Risiko tragen, sonst sind Sie kein Unternehmer.»

Doris Leuthard

Bundesrätin

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