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«Höhere Studiengebühren sind der falsche Weg»

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Jean-Thomas Vacher und Robert Avery von der Studierendenschaft Agef waren gestern gefragte Interview­partner. Alle wollten von ihnen wissen, weshalb sie sich gegen höhere Studiengebühren einsetzen. «Weil eine Erhöhung der Semestergebühren für einige Studenten problematisch sein kann», sagte Jean-Thomas Vacher, politischer Co-Präsident der Agef, im Gespräch mit den FN. «Sie kann das Fass zu Überlaufen bringen und ist der falsche Weg.» Schon jetzt müssten 75 Prozent der Studierenden nebenher einen Job ausüben, um Leben und Studium finanzieren zu können. «Sind die Gebühren höher, müssen die Studenten noch mehr arbeiten und haben weniger Zeit fürs Studium», so Vacher. Oder es würden mehr Kosten für die Eltern anfallen. «Das trifft vor allem die Mittelschicht.» Denn diese könne nicht von der Unterstützung durch den Sozialdienst der Universität oder von Stipendien profitieren.

Als Uni attraktiv bleiben

Wie am Dienstag bekannt wurde, wird das Rektorat der Universität Freiburg beim Staatsrat einen Antrag um eine Erhöhung der Studiengebühren einreichen (FN vom Mittwoch). Von heute 655 Franken sollen die Gebühren auf bis zu 855 Franken steigen. Mit ihrer am Montag lancierten Petition und ihrem Willen, diese Erhöhung zu verhindern, richtet sich die Agef vor allem an die Politik und an die Bevölkerung. «Wir wollen ein positives Zeichen setzen gegen diese allgemeine Tendenz, immer höhere Studiengebühren zu verlangen. Und wir wollen als konstruktiver Partner auftreten», sagt Robert Avery, administrativer Co-Präsident der Agef. Die Politiker und die Bevölkerung sollten sich bewusst sein, was die Studierenden der Stadt und dem Kanton alles bringen würden. «Freiburg braucht die Studenten», so Avery. Deshalb sei es wichtig, als Uni weiterhin attraktiv zu bleiben – nicht zuletzt für die Deutschsprachigen im Vergleich zur Universität Bern. Oft gehe zudem vergessen, dass nebst den Studiengebühren noch Kosten für Prüfungen und Bücher anfallen. Im Jus-Studium seien das 1000 Franken für Bücher pro Jahr. Die Agef hofft, dass der Kanton die Uni in Zukunft finan­ziell stärker unterstützt und somit keine Gebührenerhöhung nötig wird. Wie Rektorin Astrid Epiney am Dienstag den FN erklärte, plant der Kanton, seinen Beitrag von 90 Millionen Franken bis 2022 auf 110 Millionen zu erhöhen. Das sei eine substanzielle Erhöhung, sagte Epiney.

Die Petition der Agef haben schon über 3500 Personen unterschrieben. Am 9. November organisiert die Studierendenschaft einen Mobilisierungsanlass. «Einen positiven», betont Robert Avery. Es ist der Staatsrat, der schliesslich über die Erhöhung befindet.

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