Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Holos weiss, dass seine Zeit abläuft

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ganze drei Tore hat Jonas Holos in bisher 67 Meisterschaftsspielen für Gottéron erzielt. Dies, obwohl der langjährige Captain der norwegischen Nationalmannschaft auch regelmässig im Powerplay zum Einsatz gelangt. Letzte Saison, als mit Yannick Rathgeb, Lorenz Kienzle oder Andrea Glauser noch einige offensiv ausgerichtete Verteidiger im Team standen, fiel die geringe Produktivität des 31-Jährigen noch nicht dermassen ins Gewicht. Jetzt aber, wo die offensiven Fähigkeiten in der Hintermannschaft der Freiburger dünn gesät sind, wird es zu einem Problem. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Sportdirektor Christian Dubé erklärt hat, dass er den Ende Saison auslaufenden Vertrag des Backs kaum erneuern werde und er sich stattdessen nach einem ausländischen Offensiv-Verteidiger umsehe.

«Ich sehe nur den Goalie»

«So ist eben das Geschäft», zeigt Holos Verständnis für die Absichten Dubés. «Ich verstehe, wenn er an meiner Stelle einen offensiveren Verteidiger holen will. Wenn du nicht bekommst, was du willst, schaust du für etwas Neues.» Er habe, seit er für Gottéron spiele, im Angriff nicht das zeigen können, was er eigentlich imstande zu leisten sei. So erzielte er etwa in der Saison 2013/14 in der KHL für Lokomotive Jaroslawl zehn Tore. «Ich weiss, dass ich hier bis jetzt nicht mein bestes Niveau gezeigt habe.» Weshalb das so ist, kann er nur schwer erklären. «Viel hängt vom Selbstvertrauen und der Chemie zwischen dir und den Mitspielern ab, gerade im offensiven Bereich.»

In der National League werde ein ganz anderes Eishockey gespielt als in seiner norwegischen Heimat oder in Schweden, wo er vor seinem Wechsel zu Gottéron bei Färjestad gespielt hat. «Ich habe Zeit gebraucht, um mich anzupassen. Diese Saison habe ich wenigstens herausgefunden, wie es in der Defensive läuft. Im Spiel nach vorne fehlt aber noch immer ein grosses Stück.»

Tatsächlich ist Holos im laufenden Championat defensiv äusserst verlässlich geworden. Zusammen mit Benjamin Chavaillaz hat er die beste Plus-Minus-Bilanz der Mannschaft (+7), nachdem er die letzte Saison noch mit einer Minus-8-Bilanz beendet hatte. Skoremässig liest sich die Statistik von Holos indes bescheiden. Ein Tor und sechs Assists sind für einen Ausländer, der im Schnitt fast drei Minuten pro Partie in Überzahl spielt, ganz einfach ungenügend. «Ich fokussiere mich darauf, hinten meinen Job zu erledigen. Offensiv kann und muss ich mich klar steigern, keine Frage», spricht Holos, dessen grösser Kritiker er selbst ist, Tacheles. «Wie schon gesagt, spielt dabei das Selbstvertrauen eine entscheidende Rolle. Wenn du heiss bist und aus der richtigen Position abziehen kannst, dann triffst du auch. Ich aber sehe derzeit nur den Goalie vor mir. Es liegt an mir, weiter hart zu arbeiten, um hoffentlich bald wieder einmal zu treffen und dadurch auch wieder mehr vom Tornetz zu sehen.»

Wieder ins zweite Glied zurück

Die Tatsache, dass es immer wieder zu Änderungen in der Aufstellung komme, erschwere die Aufgabe jedoch zusätzlich. Mit der Rückkehr von Philippe Furrer an diesem Wochenende wird Holos wieder in die zweite Powerplayformation zurückversetzt. «Wir sind sechs Verteidiger, die in Überzahl zum Einsatz kommen. So wird es schwierig, das richtige Spielverständnis zu finden und kon­stant zu werden.» Holos gefällt es in Freiburg, er habe hier viele Freunde gewinnen können und schliesse darum keine Türen, auch nicht die zu einer Vertragsverlängerung. «Es ist erst Dezember. Die Meisterschaft dauert noch vier Monate. In dieser Zeit kann viel passieren», sagt der Musterprofi, auf den weiterhin Verlass sein wird. Daran, dass sich seine Wege und die von Gottéron im Frühling trennen werden, wird das aber nichts mehr ändern.

Der heutige Gegner

Fakten zum HCD

• Für den HCD ist es heute das erste Spiel mit dem neuen Trainer Haris Witolinsch an der Bande. Die fünf bisherigen Partien seit dem Rücktritt von Arno Del Curto haben die Bündner mit Interims-Coach Michel Riesen allesamt verloren.

• Vieles klappt nicht beim HCD. Dies gilt nicht für die Special Teams: Sowohl im Power- als auch im Boxplay ist Davos die Nummer 4 der Liga.

• Im Schnitt 3,86 Tore pro Spiel erhalten die Davoser – so viele wie kein anderes Team.

• Topskorer ist Inti Pestoni (6  Tore, 12 Assists).

Der morgige Gegner

Fakten zum ZSC

• Von zwölf Heimspielen konnten die Zürcher nur fünf gewinnen, darunter am 4.  Dezember gegen Gottéron (3:1).

• Die ZSC Lions sind Langsamstarter. In 14 von 25 Partien lagen sie nach dem Startdrittel im Hintertreffen.

• Wenn der ZSC gewinnt, dann meist knapp. Neunmal siegte er mit einem Treffer Differenz.

• Denis Hollenstein ist mit 6  Toren und 8 Assists der Topskorer.

• Verletzt ist unter anderen der frühere Gottéron-Stürmer Roman Cervenka.

Vorschau

Philippe Furrer gibt heute gegen den HC Davos sein Comeback

Genau zwei Monate nachdem sich Philippe Furrer einen Knorpelriss zwischen Brustbein und Rippen zugezogen hat, kehrt er in der Doppelrunde vom Wochenende – heute zu Hause gegen Davos und morgen bei den ZSC Lions – in die Aufstellung von Gottéron zurück. «Ich fühle mich zu 100  Prozent fit», sagte der Verteidiger gestern. Auf der Verletztenliste stehen damit noch Marco Forrer, der mit einer Beinverletzung rund einen Monat ausfallen wird, und Andrew Miller (Schulter), der nach Weihnachten wieder ins Training einsteigen wird. Trainer Mark French hat die Zeit seit dem letzten Spiel (4:1-Sieg am 8.  Dezember in Biel) genutzt, um einen Reset auszuführen und speziell an den ungenügenden Special Teams zu arbeiten. Dass Davos heute erstmals mit dem neuen Trainer Haris Witolinsch antreten wird, mache die Aufgabe schwierig. «Wir wissen nicht, was uns erwartet. Deshalb haben wir uns in der Vorbereitung auf uns konzen­triert.»

fs

Mehr zum Thema