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Holzabfall wird qualitativ aufgewertet

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Holzabfall wird qualitativ aufgewertet

Zwei Bösinger Landwirte lancieren neuartigen Holzbrennstoff

Oskar Schneuwly und Oswald Bäriswyl sind zwei innovative Landwirte in Bösingen. Vor fünf Jahren haben sie «Vivasol», in Pellets gepressten Hühnermist, als Dünger auf den Markt gebracht. Jetzt lancieren sie Pellets aus gepresstem Restholz als Brennstoff.

Von ANTON JUNGO

Die beiden 32-jährigen Cousins Oskar Schneuwly und Oswald Bäriswyl bewirtschaften nicht nur ihre Bauernhöfe in Engelberg und in der Lischera bei Bösingen gemeinsam. Gemeinsam suchen sie auch nach Nischen, um neue Produkte auf den Markt zu bringen und ihre Betriebe zu diversifizieren.

Mit Dünger-Pellets fing es an

1995 versuchten sie, das Problem des Mistes in den Griff zu bekommen, der in ihren Pouletmasthallen anfällt. Nach längeren Versuchen ist es den beiden «Tüftlern» gelungen, den Mist so aufzubereiten, dass er heute als Pellets problemlos in Feld und Garten ausgestreut werden kann. Die Vermarktung des Hühnermists unter dem Namen «Vivasol» brachte nicht nur die Ökobilanz auf ihren
Betrieben ins Gleichgewicht, sie bringt auch einen willkommenen
Nebenverdienst. Ihre Erfindung wurde 1999 mit dem Agro-Innovationspreis des Kantons Freiburg ausgezeichnet.

Installationen besser ausnützen

Um die Installationen, die sie für die Herstellung der Dünger-Pellets angeschafft und entwickelt haben, besser auszunützen, haben die beiden innovativen Landwirte im vergangenen Jahr damit angefangen, als alternativen Heizstoff Holzpellets herzustellen. «Verarbeitet wird ausschliesslich Holz, das als Nebenprodukt und unverkäufliche Ware in einer Sägerei entsteht und zu uns geliefert wird», betont Oskar Schneuwly. In der Hauptsache handelt es sich um Sägemehl und Spähne.

Beim Produkt, das nach dem Pressen auf den Markt kommt, handelt es sich um zylindrische Stäbchen mit einem Durchmesser von fünf bis acht Millimetern und einer Länge von zehn bis dreissig Millimetern. Die Dichte der Pellets ist je nach Holzart bis zweimal höher als jene von Stückholz.
Das Rezept, nach welchem die Pellets hergestellt werden, wollen die beiden Landwirte nicht verraten. Für Oskar Schneuwly ist es aber wichtig zu betonen, dass die Verarbeitung ohne Beimischung von Maiskleber geschieht, wie dies andernorts meist der Fall ist. «Es wäre widersinnig, der Holzmasse ölige Kleber beizufügen, wenn wir die Kundschaft schon vom Öl abzubringen versuchen», hält er fest.

CO 2 -neutral

«Wir sind überzeugt, dass wir hochwertige und qualitativ konkurrenzlose Pellets herstellen», ist er überzeugt. Das Produkt wird denn auch «BestPellet» genannt. «Ganz wichtig ist uns, dass man mit umweltfreundlich, nachhaltig und kohlenstoffneutral heizen kann», betont er weiter. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung von Holzpellets wieder so !=viel CO2frei wird, wie beim Wachstum des Holzes gebunden wurde. Die anfallende Asche kann problemlos als Dünger ausgebracht werden.

Für Zentralheizungen und Einzelöfen

Oswald Bäriswyl weist darauf hin, dass sowohl Zentralheizungen als auch Einzelöfen auf dem Markt sind, die sich mit Pellets beheizen lassen. Der Platzbedarf eines Zentralheizungskessels mit Lagerraum entspricht in etwa dem einer Ölfeuerung mit Tankanlage. Auch der Bedienungskomfort ist bei einer Pellet-Heizung vergleichbar mit einer Öl- oder Gasheizung.

Kosten halten Vergleich mit Öl stand

Geliefert werden die Pellets in Säcken verschiedener Grösse oder lose ab Lastwagen für Pelletkessel mit Silo. Ein Kubikmeter Pellets hat einen Heizwert von rund 3200 kWh. Zwei Kilogramm Pellets entsprechen etwa einem Liter Heizöl extra leicht. Die Brennstoffkosten liegen bei Pellets im Bereich der Heizung mit Öl.

Im vergangenen Jahr wurden auf der Anlage in Engelberg rund 100 Tonnen Pellets fabriziert und auch verkauft. Der Preis liegt gemäss Aussagen von Oskar Schneuwly je nach Liefermenge und Art der Lieferung bei 300 Franken pro Tonne.

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