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Home Office – oder Snow Office

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit der zweiten Welle hat es auch mich ins Homeoffice verschlagen, eine völlig neue Erfahrung für mich! Erst jetzt kann ich mehr oder weniger nachvollziehen, wie sich die Heimarbeit für viele anfühlen muss.

Ich habs recht komfortabel: ein eigenes, bestens ausgerüstetes Arbeitszimmer, ein Mann, der für mich kocht, weder Hund noch Kind, die Aufmerksamkeit verlangen.

Dass der lange Arbeitsweg entfällt, freut mich uneingeschränkt. Insbesondere, wenn’s schneit! So schaute ich geradezu euphorisch zum Fenster hinaus, als es kürzlich am Nachmittag zu schneien begann. Dem Schneetreiben zuzuschauen hat etwas äusserst Beruhigendes – besonders dann, wenn man am nächsten Morgen nicht in der Früh auf die Strasse muss. Neugierig wie ein Kind eilte ich am nächsten Tag ans Fenster. Ich freute mich über die weisse Pracht und baute vor Arbeitsbeginn auf dem Balkon einen kleinen Schneemann.

Es funktioniert anders

Ich merkte schnell, dass daheim das Meiste anders funktioniert als vor Ort. So klebte ich förmlich an meinem Stuhl; schliesslich bin ich ein pflichtbewusster Mensch, ich bügle weder Hemden während meiner Arbeitszeit, noch putze ich Fenster oder game, nein, ich arbeite. Ja, aber …

Erst da wurde mich bewusst, was alles sonst man macht während eines Bürotags: Mit der Kollegin beim Drucker tratschen, mit dem Büro-Gspänli Kaffeepause machen und dann gibt es unzählige kurze Gänge, um Material, einen Rat oder die Post zu holen. Auch das Mittagessen mit der Kollegin, die mittlerweile zur Freundin geworden ist, entfällt; das höhenverstellbare Pult fehl, ebenso die beiden Bildschirme, auch Scannen und Drucken ist daheim nicht optimal und immer wieder vermisse ich ein Papier, das am Arbeitsort auf dem Pult liegt.

Ich bewundere alle jene, die aufgrund ihrer Lebenssituation in den eigenen vier Wänden weniger frei von Ablenkungen sind als ich, und den neuen Alltag gleichwohl mit Bravour bewältigen.

Aber ich hoffe – obwohl ich die Vorzüge der ‚Heimarbeit‘ rasch zu schätzen lernte – dass diese Form des Arbeitens auch nach Corona lediglich eine Möglichkeit und nicht Norm sein wird. Wir sind soziale Wesen, wir brauchen den persönlichen, zwischenmenschlichen Kontakt, Berührungen, Austausch, ein vis-à-vis.

Die langen Abende

Was ich vermissen werde, wenn die Heimarbeit Vergangenheit sein wird? In erster Linie die Abende, die ohne Arbeitsweg so viel länger sind, sodass Zeit bleibt, um einen ausgedehnten Spaziergang rund um die Bodenmünze zu machen.

Noch nie habe ich Murten in einem so wunderbaren weissen Kleid gesehen wie die letzten Tage!
An jedem kleinen ‚Högerli‘ tummelten sich schlittelnde Kinder, in so manchem Garten standen lustige Schneemänner und Schneefrauen, und auf jedem Baum und jedem Dach lag eine weisse, glitzernde Schicht Schnee. Unterhalb der Bodenmünze beobachtete ich ein paar übermütig galoppierende Pferde und der Himmel war wunderbar grau und weiss.

Auch die festlich beleuchtete Ringmauer liess ich mir nicht entgehen – unser Mini-Lichtfestival sozusagen. Es war still, so still, wie es nur ist, wenn Schnee fällt. Den Punsch nahmen wir von zu Hause mit. Über den alten Mauern lag eine feierliche Ruhe, Schnee rieselte, und zum ersten Mal überhaupt war ich fast ein wenig in den Winter verliebt.

Auf dem Nachhauseweg überlegte ich mir, woran ich mich dereinst mit hundert Jahren erinnern und wovon ich meinen Urenkeln erzählen werde. Vielleicht bringe ich bis dahin einiges durcheinander, Schnee, Pandemie und Arbeit und so werde ich ihnen berichten, wie es war, damals, vor langer, langer Zeit, als wir alle Snow-Office hatten.

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