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Hommage an einen vielseitigen Künstler

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Autor: Imelda Ruffieux

«Hommage an Rico Weber» heisst die Ausstellung, die ab heute in St. Ursen zu sehen ist. Die Gemeinde ehrt damit einen Künstler, der von 1979 bis zu seinem Tod 2004 in der Fromatt gelebt und gearbeitet hat.

«Schon vor seinem Tod war man in der Kommission der Meinung, eine Ausstellung mit diesem aussergewöhnlichen Künstler auf die Beine zu stellen – stets in der Hoffnung, dass er seine Krankheit besiegen würde», erklärt Bernhard Schafer, Präsident der Kommission für Jugend, Sport und Kultur, welche den Anlass mitorganisiert.

Nachlass eines Sammlers

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Geschichte ist die Idee einer Ausstellung im Herbst 2007 wieder aufgenommen worden. Das Museum verwaltet den Nachlass von Rico Weber, denn der Künstler hatte seinen gesamten Nachlass testamentarisch dem Kanton Freiburg vermacht.

Diese Schenkung entpuppte sich als wahrer Schatz: Rico Weber war ein passionierter Sammler und hat Zeit seines Lebens fast nichts fortgeworfen. So blieben nicht nur seine eigenen Kunstwerke, Entwürfe und Ideen zurück, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation seiner Arbeit als Assistent und Begleiter des Künstlerpaars Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.

Spannende Sichtung

Dem Museum fiel die Aufgabe zu, den Nachlass zu inventarisieren. «Die grossen Werke von Rico Weber sind mittlerweile alle erfasst», erklärt Museumsdirektorin Yvonne Lehnherr. Was noch nicht fertig erlesen ist, sind die vielen Dokumente. «Er war fast ein übertriebener Sammler, der alles aufbewahrt hat.» Die Sichtung dieser Unterlagen sei eine spannende, interessante und erfreuliche Arbeit.

«Er war ein unglaublich sympathischer und liebenswürdiger Mensch», sagt Yvonne Lehnherr zum Menschen Rico Weber. Sie hat ihn im Zusammenhang mit der Ausstellung über Jean Tinguely kennengelernt, wo er die Wartung der Maschinen betreut hat.

Eigenständige Technik

Trotz des grossen Einflusses von Tinguely und de Saint Phalle habe er es geschafft, als Künstler eigenständig zu werden. «Er hat eine eigene Technik entwickelt.» Die Museumsdirektorin erinnert sich an eine eindrückliche Ausstellung in der Magdalena-Einsiedelei in Düdingen und bewundert vor allem die Energie-Stillleben von Rico Weber. «Ich kenne niemanden, der so gearbeitet hat.»

Fotografisches Auge

Weniger bekannt war, dass Rico Weber ein passionierter Fotograf war. «Er hat fast obsessionell fotografiert, und zwar schon seit seinen jüngsten Jahren», erklärt Yvonne Lehnherr. Er habe ein sehr gutes fotografisches Auge gehabt. Dank dieser Leidenschaft ist nun die Entstehung vieler Werke von Tinguely und de Saint Phalle dokumentiert, erklärt die Museumsdirektorin. «Der Nachlass von Rico Weber fördert sehr interessante Facetten des Künstlerpaars zu Tage.»

Ein Querschnitt

An der Ausstellung in St. Ursen werden verschiedene Phasen des Schaffens von Rico Weber gezeigt: von den Energie-Stillleben, durch die er seine Faszination für Elektrizität ausgelebt hat, über Werke aus der Serie der Zahlenmagie, Graffiti, bis zu Fotografien, zum Beispiel von seinen Aufenthalten in Venedig und in Krakau. «Wir haben versucht, seinem Werk gerecht zu werden», erklärt Yvonne Lehnherr.

Den Künstler kennenlernen

Da Rico Weber etwas ausserhalb des Dorfzentrums gelebt habe, sei sein viel- fältiges Wirken erst nach seinem Tode richtig wahrgenommen worden, erklärt Bernhard Schafer. «Ein in seiner nächsten Umgebung wohl verkanntes Genie.» Die Ausstellung bietet nun die Gelegenheit, den Künstler besser kennenzulernen. «Die 60 ganz verschiedenen Werke verdeutlichen das breite Schaffen von Rico Weber.»

Die Kommission für Jugend, Sport und Kultur St. Ursen organisiert seit ihrer Gründung 2001 in regelmässigen Abständen Ausstel- lungen, an denen einheimische Künstler ihre Werke ausstellen können. Im Herbst 2003 stellten die Geschwister Daniela Stöckli-Kolly und Ingbert Kolly als ehemalige St. Ursner aus, im Herbst 2005 war die Reihe an Sonja Fasel.

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