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Huldigung an Mozart

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Huldigung an Mozart

Konzert Cäcilienverein Gurmels und Orchesterverein Düdingen

Der Cäcilienverein Gurmels betätigt sich eher kirchenmusikalisch, während sich der Orchesterverein Düdingen der gehobenen Unterhaltungsmusik verschrieben hat. Beide Klangkörper haben sich vereint und im Mozartjahr fünf Werke aufgeführt. Die Symbiose ist geglückt.

Autor: Von PAUL SCHNEUWLY

Der Auftritt zweier sonst selbständiger Musikvereine verlangt von beiden ein genaues Hinhören und Umdenken. Als Dirigenten amteten am Konzert vom Sonntag in der Pfarrkirche Düdingen Beat Aebischer und Abdiel Montes de Oca: Der Erstere übernahm die reinen Orchesterwerke und das Ave verum, der Letztere nahm sich der Missa in G und des Tantum ergo an.

Zwei weltliche Werke

Solisten waren Maria-Antonietta Mollica und Daniela Pflugshaupt im Sopran und Alt, Michael Lehner und Jan-Pawel Nowacki als Tenor und Bass. Am Klavier begleitete Pia Krummen-Wohlhauser. Durch das Programm führte Ursula Aebischer-Merkle.Die Ouvertüre zur Oper «Der königliche Schäfer» verrät Mozarts jugendlichen Schwung, war er doch bei der Uraufführung gerade 19-jährig. Sie lebt von einer Idylle, die als Hirten- und Schäferdichtung auch in der Musik vorkommt. Das «Larghetto» aus dem Krönungskonzert entstand später und ist die Umschreibung eines Klavierkonzertsatzes. Wenn Transkriptionen generell zu hinterfragen sind, so kommt hier doch das liedhafte Motiv durch kurze solistische Einlagen von Klarinette und Flöte und durch das Hervortreten des Klaviers deutlich zur Geltung. Beat Aebischer hat von der Besetzung des Orchesters her in beiden Fällen eine gute (Stück-)Wahl getroffen.Das Düdinger Orchester trug der beschaulich-friedlichen Opernhandlung mit dem richtigen Tempo Rechnung, war von Anfang an präsent und verriet im Registerausgleich eine bemerkenswerte Homogenität. Die durchaus vorhandene Dynamik ist aber ausbaubar und Intonationstrübungen – gerade in Pianostellen – sind korrigierbar. Dem später auftretenden Chor waren die Instrumentalisten aufmerksame, dienende Begleiter, die auch die Anforderungen des Credo recht gut meisterten. Ein wegweisender Konzertmeister, eine souveräne Pianistin und die warme, volle Tongebung bei den Soli trugen zum guten Gesamteindruck bei.

Ergreifende Kirchenmusik

Auch wenn das «Ave verum» oft zu hören ist, faszinieren die darin enthaltenen kunstvollen Modulationen ebenso wie der schlicht-tiefe Ausdrucksgehalt. In ihrer Abgeklärtheit kommt diese Komposition dem Requiem nahe. Die in früher Jugendzeit geschaffene «Pastoralmesse» birgt wohl auch vom Entstehungsjahr her gerade in den fugenartigen Teilen eine Stilsynthese Barock-(Rokoko-)Klassik in sich. Sie enthält vom bittenden Kyrie über das stark rhythmisierte Gratias agimus, vom weihnachtlichen Et incarnatus über das düstere Crucifixus bis zum unbeschwerten Dona nobis unglaublich vieles, das die Ordinariumsvertonung für jeden Chor liturgisch und musikalisch wertvoll macht.Beim Anhören des «Tantum ergo»-Hymnus wurde der Eindruck geweckt, Mozart schwanke dabei zwischen anbetender Frömmigkeit und säkularisierter Musizierfreude hin und her, wohl auch eine Frage des fast knabenhaften Alters. Reizvoll daselbst auch das dem Chorgesang vorausgehende Singen der Solistin, das wie Frage und Antwort oder wie Vor- und Nachbeten wirkt.Abdiel Montes de Oca übertrug seinen auffallenden Gestaltungswillen durch eine ausdrucksvolle Gestik auf den Chor. Die Sängergemeinschaft lebte sichtbar nach, was der Leiter fordernd vormachte. Dies hat sich ohne Zweifel positiv auf die gesamte Dynamik, Artikulation und Phrasierung ausgewirkt. Da konnten selbst hin und wieder zögernde Einsätze, ein gelegentliches Forcieren der Fortestellen und ein kurzes Suchen nach Kohärenz das hörbar Erreichte nicht schmälern, geschweige denn die erstaunliche Singfreude der Sängerinnen und Sänger bremsen.Die Missa brevis steht oder fällt auch mit dem Vortrag der Solisten. Das sonore Quartett steuerte viel bei und bestach vor allem durch die Sopranistin, deren bewusste Zurückhaltung beim Ave verum wie ein Gebet wirkte und deren Crescendi in dieser Gepflegtheit selten zu hören sind.

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