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Hundegebell sorgt für Unmut

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Das Gebell ist zu allen Tageszeiten gut zu hören: Die fünf Tiere aus dem Hunderudel im Moosholz in Rechthalten geben Laut, wenn sich ihnen ein Mensch oder nachts auch ein Tier nähert. Dafür sind sie auch ausgebildet, denn es handelt sich um Herdenschutzhunde der Rasse Maremmano-Abruzzese, die darauf trainiert werden, Schafe vor Wölfen zu beschützen.

110 Unterschriften

Einigen Rechthaltner Bürgern wurde der Lärm zu viel. Sie haben Unterschriften gesammelt und verlangen vom Gemeinderat eine Lösung für den «Hundeterror», wie es in der Petition heisst. 110 Personen haben unterschrieben, nicht nur solche, die in der Nähe der Hundeaufzucht wohnen, sondern auch solche, die weiter weg sind. Dies, weil das Gebell durch die Lage des Dorfes in einer Senke sehr weit getragen wird. Das zweite Problem ist, dass das Hundegehege direkt an einem Wanderweg liegt, der sehr oft von Spaziergängern benützt wird. Einige Bürger, welche die Petition unterschrieben haben, taten dies, weil sie die Befürchtung hatten, dass einer der Hunde über den Zaun springen und sie angreifen könnte.

«Wir haben versucht, eine Lösung für das Problem zu finden», sagte der Rechthaltner Ammann Marcel Kolly auf Anfrage. Bereits hätten Sitzungen stattgefunden, an denen die Hundebesitzerin, der Gemeinderat, betroffene Bürger, der stellvertretende Kantonstierarzt sowie ein Spezialist für Herdenschutzhunde teilgenommen haben. Oberamtmann Nicolas Bürgisser hat bei diesen Treffen auf Wunsch der Gemeinde als Mediator gewirkt. «Es wurden verschiedene bauliche Massnahmen getroffen, welche die Situation verbessern », sagt er auf Anfrage. Zum einen sei der Zaun am Wanderweg verstärkt und 29 Meter vom Weg zurückversetzt worden. «Wir behalten die Situation im Auge und schauen, wie es sich entwickelt», sagt der Rechthaltner Ammann Marcel Kolly.

Anna Bielmann, die seit fünf Jahren in Rechthalten Herdenschutzhunde ausbildet, kann die Beschwerden über das Hundegebell ein Stück weit verstehen. Der Bund und der Kanton forderten, dass gefährdete Nutztiere vor Übergriffen durch Wölfe und Luchse geschützt werden. Wo keine Schutzzäune erstellt werden können, was vorwiegend auf den Alpen zutrifft, sollen Schafherden von Herdenschutzhunden bewacht werden. Der Bund fördere die Ausbildung der Hunde.

«Die erwachsenen Hunde sind im Sommer auf der Alp, doch sie müssen auch im Winter irgendwo sein», sagt Anna Bielmann. Die Tiere seien teilweise auch in der Nacht aktiv, weil sie als Herdenschutzhunde die Schafe vor allem vor nächtlichen Angriffen der Wölfe bewahren müssen. «Die Hunde leben wie Schafe. Man kann sie nicht in einen Zwinger sperren wie andere Hunde», erklärt Anna Bielmann. Zur Erziehung der Hunde gehöre es, sie an Leute zu gewöhnen und ihre Instinkte zu trainieren.

Ruhiger im Sommer

Die Hundezüchterin hofft, dass sich die Aufregung etwas legt, wenn der Sommer kommt. Zwei ihrer Hunde werden dann sicher zum Herdenschutz auf den Alpen eingesetzt. Ein jüngerer Hund geht ebenfalls mit und zwei weitere, auch noch nicht fertig ausgebildete Hunde werden probehalber bei einer Herde eingesetzt, bei der noch ein Hirt oder Aufsichtsperson aufpasst.

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