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«Ich beschäftige mich mit Menschen»

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«Ich beschäftige mich mit Menschen»

Pascal Maradan malt, was er täglich sieht und fühlt

«Kleine minimalistische Liebesbilder» nennt der Freiburger Künstler Pascal Maradan seine Bilderserie. Vom 5. bis 20. September sind seine Werke im Bad Bonn in Düdingen zu sehen.

Von ILONA STÄMPFLI

In seinem Atelier stapeln sich die Bilder und halbfertigen Skizzen. Es gibt sie in überdimensionaler und in winzig kleiner Grösse. In knalligen, bunten Farben und in Schwarz. Wild, abstrakt oder gar fotorealistisch. «Ich experimentiere gerne», beginnt Pascal Maradan vorsichtig zu erzählen, «jede Bilderserie ist anders. Einmal gefällt es den Leuten und einmal weniger.»

Das Gemeinsame an den Bildern sind die Menschen. Pascal Maradan malt Leute, die ihn umgeben, die er gut kennt oder nur noch flüchtig in Erinnerung hat. Auch der Künstler selber ist ab und zu auf den Bildern zu sehen. «Ich beschäftige mich mit den Menschen, weil ich ständig in Kontakt mit ihnen bin. Ich habe Lust, das festzuhalten, was ich täglich sehe und fühle», bemerkt Maradan, während er in seinen Bildern wühlt.

«Ohne Gefühle wirkt ein Bild flach»

Seine «kleinen minimalistischen Liebesbilder» sind mit Gefühlen vollbeladen – eine Umarmung, ein Kuss, eine Begegnung zwischen zwei Menschen. «Gefühle spielen eine wichtige Rolle. Es ist wie mit der Musik: Ein Lied ohne Gefühle wirkt flach und kann nicht überzeugen.» Titel haben die Werke allerdings nicht. Da solle sich jeder selber etwas ausdenken.

Pascal Maradan greift vorwiegend in der Nacht zum Pinsel. Nur deshalb könnten seine Bilder als «Nachtmalerei», wie es im Programm des Bad Bonn beschrieben ist, bezeichnet werden. Das Malen sei für ihn wie eine Sucht, erklärt er sich seine Leidenschaft. Die Lust zu malen, packe ihn immer wieder. «Es gibt aber auch Monate, in denen ich keinen einzigen Strich auf die Leinwand bringe.»

Pascal Maradan fing während seiner Zeit am Gymnasium an zu malen. Er habe am College mehr gezeichnet, als den Lehrern zugehört, schmunzelt er. Als Konsequenz davon absolvierte er im Ceroleum in Freiburg den Vorkurs und besuchte anschliessend eine Fachklasse für Kunst und Malerei.

«Das Verkaufen der Bilder ist
ein notwendiges Übel»

Heute lebt der Künstler von und für die Malerei – in bescheidenen Verhältnissen zwar, aber das stört den 30-Jährigen überhaupt nicht. «Geld ist nicht das Wichtigste für mich. Ich will einfach glücklich und gesund sein.» Dekorationsarbeiten und andere Gelegenheitsjobs helfen ihm, sich finanziell über Wasser zu halten. Dem «normalen» gesellschaftlichen Leben erteilt er eine Absage: «Für mich wäre es unvorstellbar, auf konventionelle Art und Weise zu arbeiten und dem Alltagstrott zu verfallen.»

Von seinen Bildern leben zu könen, wäre sein grösster Wunsch. Pascal Maradan, auch unter dem Namen «Mara» bekannt, hat seine Werke schon mehrmals ausgestellt und einige an kunstinteressierte Leute verkaufen können. Trotzdem: das Eintauschen der Bilder gegen Geld ist für ihn ein notwendiges Übel. Manche Werke könne er nicht einfach so weggeben, sagt Maradan, seine langen, rötlichen Haare auf die Seite werfend. Andere hingegen habe er auch schon an Freunde verschenkt. «Es ist besser, sie hängen irgendwo an einer Wand, als dass sie bei mir in der Ecke liegen.»

«Musik beeinflusst mein Schaffen»

An der Vernissage am Freitag, dem
5. September, im Bad Bonn in Düdingen präsentiert Pascal Maradan nicht nur seine Bilder, sondern auch seine Plattenkollektion. Eigentlich sei er nämlich ein Rock’n’Roller und kein Künstler. «Musik ist mein Sauerstoff», lässt er verlauten. Sie beeinflusst ihn auch in seinem künstlerischen Schaffen. Seine Platten sind so vielfältig wie seine Bilder.
Bad Bonn:
Neues Programm

l 5. September, ab 18 Uhr: Maracana, Saison-Eröffnung mit Vernissage und Ausstellung der Nachtmalerei von Pascal Maradan. Plattenkollektion von Mara und Cana. Eintritt frei.
l 12. September, 21.30 Uhr: Pole, staetizistische Beats auf dem Lande.
l 18. September, 21 Uhr: Mmm 1994. Eintritt frei.
l 20. September, 21 Uhr: Tigerbeat6 on labeltour feat. kid 606-wayne sodahberk-dj rupture, unamerican breakbeats, hypergabbacore and 3-turntable-mixing.
l 27. September, 21.30 Uhr: Niobe, Rollenhörspielmusikperformance.
l 30. September, 21 Uhr. ElektroIkonen Andrea Parker und Mira Calix.

Mehr Informationen und mehr Programm: www.badbonn.ch

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