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«Ich bin eine röhrende Drossel»

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Die Schweiz auf Freiburg aufmerksam gemacht: Preisträger Gustav (l.) an der Verleihung mit Prix-Atec-Gründer Heinz Pfander.Bild Aldo Ellena

«Ich bin eine röhrende Drossel»

Autor: Marc Kipfer

Gustav habe die Schweiz mit seiner erfolgreichen Präsenz am Schweizer Fernsehen auf «uns Freiburger» aufmerksam gemacht. Das sagte Prix-Atec-Jurymitglied und Gastgeber Mario Rottaris gestern Abend im Golf & Country Club Wallenried über den Mann, der sich als musikalisches Aushängeschild Freiburgs immer mehr etabliert. Gustav erhielt dafür den diesjährigen Prix Atec. Der Musiker freute sich über die Auszeichnung und sprach darüber mit den FN.

Gustav, herzlichen Glückwunsch zum Prix Atec. Welche Bedeutung hat dieser Preis für Dich?

Eine Auszeichnung zu erhalten, ist eine tolle Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Es gibt einem Selbstvertrauen und man fühlt sich bestätigt in dem, was man macht. Weil der Prix Atec aus der Wirtschaft kommt, gibt mir diese Ehrung schon ein irres Gefühl. Normalerweise kommen Preise aus der Kulturszene. Der Prix Atec ehrt mich sehr.

Der letztjährige Preisträger war der Schwinger Hanspeter Pellet. Wie kann man Euch beide vergleichen?

Pellet ist der Fels und ich bin eine röhrende Drossel, die über seinen Gipfel flattert. Er kräftig, stumm und bescheiden. Ich eine Heulsuse, redselig und vorlaut. Zusammen repräsentieren wir wohl zwei diametrale Bürger-Exemplare unserer Region. Alles, was zwischen uns liegt, ist Deutschfreiburg. Ausser auf dem Eis, da sind wir beide Pflaumen. Das habe ich bei einem gemeinsamen Hockeymatch gemerkt.

Der Prix Atec ist nicht der erste Preis, den Du erhältst. Was bedeutet es für Dich persönlich, Preise zu erhalten?

Auszeichnungen machen mich stolz und freudig. Und meine Mutter auch (lacht). Aber ich kann Preise gut relativieren. Sie beeinflussen meine Art, Musik zu machen, nicht.

Aber sie können eine Musiker-Karriere doch bestimmt beeinflussen?

Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Preise. Alle sind sie aber eine riesige Bestätigung und Anerkennung für das, was du tust. Sie motivieren dich, weiterzumachen. Sie bestätigen deinen Weg und können kurzfristig finanziell eine Entlastung sein. In meinem Fall haben Preise die Karriere sicher gefördert und gefestigt.

Zurück zum Prix Atec. Was machst Du mit den 5000 Franken Preisgeld?

Es kommt in den Spar-Gorilla, mit dem ich in 30 Jahren meine kleine Insel im Südpazifik kaufen werde. Momentan reicht es gerade für drei Palmen ohne Nüsse. Es müssen also noch ein paar Preise her.

Wallenried-Gespräche: Satiriker Andreas Thiel rät zur Frechheit

Bevor an den Wallenried-Gesprächen gestern Abend der Prix Atec verliehen wurde, gehörte die Aufmerksamkeit Andreas Thiel. Der Berner Satiriker sprach über Atheisten («Sie schauen in den Spiegel und glauben, was sie sehen»), über die Fotosynthese bei Wellensittichen und über die Möglichkeit, dass Bananen gerade sind, das Universum sich aber um sie herum krümmt.

Hauptsächlich aber war Thiel gekommen, um den anwesenden Wirtschaftsvertretern zu erklären, wieso es – gerade auch als Unternehmer – gut ist, ein Querdenker zu sein. Wenn man in einem Boot auf dem Mainstream fahre und den Finger ins Wasser halte, gebe es keine Verwirbelungen, sagte Thiel. Solche gebe es nur, wenn man den Finger am Ufer ins Wasser halte. «Dazu muss man ins kalte Wasser springen und ans Ufer schwimmen», so Thiels Rat.

Die Eigenschaft, mit der man Querdenker werde, sei Frechheit, sagte der Satiriker. Diese sei darum zu fördern.mk

Zahlen und Fakten

Preisübergabe vor Wirtschaftsvertretern

Mit demPrix Atec würdigt die Firma Atec Personal AG aus Düdingen seit 1999 jedes Jahr Freiburger Persönlichkeiten und Projekte aus den Bereichen Kultur, Politik, Wirtschaft oder Sport. Der mit 5000 Franken dotierte Preis wird traditionsgemäss im November übergeben – anlässlich derWallenried-Gespräche, wo sich gestern einmal mehr über 100 regionale Wirtschaftsvertreter zum Austausch trafen. mk

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