Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ich bin freier im Kopf»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Unverhofft kommt oft – auch im Sport. Vier Jahre reiste Loick Spicher als Windsurf-Profi rund um den Globus und zeigte bei unzähligen Freestyle-Wettbewerben seine Sprünge, Loopings und Drehungen mit Brett und Segel. Auf diese Saison hin hat der 26-Jährige sein Trainingsumfang reduziert, weil er an der Uni Freiburg ein BWL-Studium angefangen hat – und ausgerechnet jetzt gelingt ihm das beste Ergebnis seiner Karriere. Beim letzten Wettkampf des Europacups wurde der Freiburger am Wochenende in Brouwersdam (NED) zwar nur Neunter. Über die ganze Saison hinweg legte Spicher aber eine gute Konstanz an den Tag und wurde am Ende Gesamtvierter im 66-köpfigen Teilnehmerfeld.

Physis, Erfahrung und ein freier Kopf

Spichers bisher bestes Ergebnis war der achte Gesamtrang gewesen. «Ich hatte bereits im letzten Oktober gespürt, dass ich in guter Form bin und dass ich bereit bin, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen», erklärt der Freiburger aus dem Schönberg seinen Erfolg. «Indem ich mich entscheiden habe, an die Uni zu gehen, ging ich ein Risiko ein. So musste ich meine Trainings im Ausland auf ein paar Wochen beschränken.» Und weil er auch angefangen habe, verschiedene Nebenjobs auszuüben, habe er weniger Wasserzeit gehabt als in den letzten Saisons. «Dieses Manko konnte ich aber mit meiner starken Physis und meiner Erfahrung wettmachen. Zudem hat mir das Studium etwas den Druck genommen im Sport. Ich fühlte mich freier im Kopf, habe etwas Distanz zum Sport bekommen. Dafür bin ich, wenn ich mal aufs Wasser kann, zu 100  Prozent motiviert.»

Mehr Fokus auf den Weltcup

Spichers Saisonhöhepunkt war der zweite Platz beim Freestyle-Europacup in Sardinien. Hinter dem mehrfachen europäischen Freestyle-Champion Steven van Broeckhoven (BEL) sprang er erstmals in seiner Karriere bei einem internationalen Wettkampf aufs Podest. Dank zwei sechsten Plätzen in Österreich und auf Fuerteventura, einem zehnten Platz auf Lanzarote und Rang neun zum Saisonabschluss in Holland konnte Spicher den Gesamtweltcup als Vierter abschliessen – und sich damit für den Weltcup im kommenden Jahr qualifizieren. «Es ist wichtig, da dabei sein zu können.»

Auch dieses Jahr konnte der Student am Weltcup teilnehmen, Ambitionen hegte er allerdings keine. «Im World-Tour-Kalender gab es nur zwei Wettkämpfe für uns Freestyler. Entsprechend gering ist der Stellenwert dieser Wettkampfserie», bedauert Spicher. Für die kommende Saison plant die Professional Windsurfers Association (PWA) aber eine Reglementsänderung, die den Weltcup wieder interessanter und wertvoller machen soll. Anstatt wie bisher 48 Fahrer dürfen bei den Weltcuprennen künftig nur noch 32 Fahrer starten. Mehr Qualität und weniger Quantität, so das neue Motto der PWA. Und weil bei einem kleineren Teilnehmerfeld der Aufwand für die Organisatoren geringer ist – der Wettkampf dauert weniger lang, und es braucht unter anderem auch weniger Wertungsrichter –, hofft die PWA, wieder mehr Organisatoren für die Freestyle-Disziplin zu finden. «Es wäre cool, wenn es nächste Saison wieder vier bis fünf Events auf der World Tour gäbe», findet Spicher.

Wieder mehr aufs Wasser

Priorität werde für ihn weiterhin sein Studium haben, sagt der 26-Jährige. «Allerdings will ich im Winter wieder mehr aufs Wasser gehen und mich gut für die Saison vorbereiten.» Am kommenden Freitag fliegt Spicher bereits für sein erstes Trainingslager nach Brasilien. «Ich wurde angefragt, ob ich in einem Camp Trainingsstunden geben kann. Das war eigentlich nicht geplant, ist aber eine interessante Sache für mich.»

Bis es im April mit der Wettkampfsaison wieder losgeht, plant der Windsurfer noch andere Trainingslager: Südfrankreich, Südspanien, Marokko. «Fix ist allerdings noch nichts. Dass es dieses Jahr gut gelaufen ist und ich mit dem gewonnenen Preisgeld meine Reisen bezahlen konnte, macht es mir etwas leichter. Zudem hoffe ich, dass ich durch meine konstanten Leistungen für zusätzliche Sponsoren interessant geworden bin.»

«Durch das Studium habe ich etwas Distanz zum Sport ­bekommen. Dafür bin ich, wenn ich aufs Wasser kann, zu 100  ­Prozent motiviert.»

Loick Spicher

Windsurf-Freestyler

Mehr zum Thema