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«Ich bin gern Botschafterin»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir wollen etwas für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen tun», sagt Andrea Berger, diesjährige Miss Handicap. Sie gewann Ende Oktober die Wahl zur Botschafterin für Menschen mit Behinderung (siehe Kasten). Die 20-Jährige aus Schwarzenburg leidet selbst an einer Krankheit und will nun durch das Gespräch mit anderen Hemmungen abbauen und die Öffentlichkeit für die Situation von Menschen mit einer Behinderung sensibilisieren.

«Treppen sind eine Hürde»

Seit ihrer frühen Kindheit leidet Andrea Berger unter der peripheren Polyneuropathie, einer Nerven-Muskel-Krankheit. Eine Zeit lang sass sie im Rollstuhl, mittlerweile kann sie aber wieder gehen–auch wenn dies nur mit den Schienen an ihren Beinen möglich ist. «Treppen sind eine grosse Hürde für mich», sagt Andrea Berger. Auch Flaschen öffnen und Knöpfe auf- und zumachen sei schwierig. Ihre Feinmotorik ist eingeschränkt, weil sie ihre Finger nicht strecken kann.

Als sie sich für die Wahl zur Miss Handicap beworben hatte, stand sie kurz vor dem Abschluss ihrer KV-Lehre. Heute arbeitet sie als Kauffrau in Schwarzenburg. «Hobbymässig kann ich keinen Sport machen, aber ich reise sehr gerne. Wenn es gemütlicher sein soll, dann lese ich. Es gefällt mir, mich in eine andere Welt zu versetzen», erzählt sie. Die Wahl zur Miss Handicap sei schon immer ein Ziel von Andrea Berger gewesen: «Als ich noch ein Kind war, erfuhr ich das erste Mal von den Miss-Handicap-Wahlen. Als ich älter wurde, verstand ich, um was es bei der Wahl wirklich geht, und wollte deshalb unbedingt mitmachen.» Den Sieg habe sie nicht erwartet, «ich glaube, das hat man mir auch angesehen», sagt sie.

Das Leben als Botschafterin sei seither sehr aufregend und abwechslungsreich gewesen: «Ich war an der Premiere von Salto Natale, konnte Kontakte knüpfen und mit Kindern Guetzli backen. Die Aufgaben sind sehr breit gefächert», sagt Andrea Berger. «Ich bin gern Botschafterin. Da sehe ich, dass ich etwas bewirken kann.»

Dieses Amt neben ihrem Beruf noch auszuüben sei zwar anstrengend, «aber das ist etwas, bei dem ich mit Herzblut dabei bin. Dafür finde ich immer Energie.»

Durch solche Aktionen mit Kindern und Gesprächen mit Leuten sollen die Berührungsängste der Leute gegenüber Menschen mit Behinderung abgebaut werden. «Ich verstehe die Reaktionen und Ängste von Menschen recht gut», sagt Andrea Berger weiter. «Man schaut hin, das Interesse ist da. Aber was mich stört, ist das Pingpong vom Hin- und Wegschauen. Mir wäre es lieber, die Leute kämen auf mich zu, um mich nach meiner Krankheit zu fragen.»

«Ein grosser Fortschritt»

«Ich wünsche mir, dass ich an vielen Orten auftreten kann», sagt Andrea Berger, «und dass diese Barrieren fallen, Hemmungen abgebaut werden und dass für Menschen im Rollstuhl mehr gewährleistet ist.» Ein kleines Ziel hat sie auf diesem Weg bereits erreicht: Sie wurde bei Glanz und Gloria für den Glory Award am Samstag in der Kategorie Style nominiert. «Dabei handelt es sich nicht um einen Preis für Menschen mit Behinderung. Die Nominierung ist für mich ein grosser Fortschritt.»

«Mir wäre lieber, die Leute kämen auf mich zu, um mich nach meiner Krankheit zu fragen.»

Andrea Berger

Miss Handicap

Zum Wettbewerb

Miss und Mister Handicap als Botschafter

Die Aufgaben der Miss Handicap sind die Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung durch Aufklärung und Sensibilisierung zu fördern. Die Miss-Handicap-Organisation bildet dafür Botschafterinnen aus, die als aufgeschlossene Menschen mit einer Behinderung an Schulen, in Vereinen, bei Podiumsdiskussionen und gesellschaftlichen Anlässen über ihre Bedürfnisse informieren. Dadurch helfen sie, Vorurteile und Hemmungen abzubauen. Jeweils im Herbst finden die Wahlen zu Miss und Mister Handicap statt. Bei der Auswahl der Kandidaten stehen Botschafterfähigkeiten wie Selbstbewusstsein und Offenheit im Vordergrund.sg

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