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«Ich bin hier gut aufgehoben»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Marie Reidy ist im August 2006 ins Pflegeheim Schmitten eingezogen. Dort bewohnt sie ein Einzelzimmer mit Blick auf die Kaisereggstrasse. Das Zimmer ist hell und geräumig, richtig gemütlich. Der Wechsel ins Pflegeheim Sonnmatt sei ihr nicht schwer gefallen, erzählt sie. Eine Zeitlang habe ihre Tochter ihr im Haushalt geholfen. Als diese gesundheitliche Probleme bekam, sei es zum Wechsel gekommen: «Wir waren angesichts der Situation beide froh, dass ich ins Heim gehen konnte», erzählt die frühere Ladenbesitzerin.

«Was will man mehr»

Das Leben in der Sonnmatt war ihr nicht ganz unbekannt, da ihr Mann vor seinem Tod einige Monate hier gewohnt hat. Aber es war doch ein weiterer Schritt, von der Besucherin zur Heimbewohnerin zu werden. «Man muss sich halt in die Situation einleben», sagt sie. «Alles ist da, und alles wird einem gemacht. Was will man mehr. Ich bin hier gut aufgehoben.»

Marie Reidy und ihr Mann haben sich bereits früh mit ihrem Lebensabend befasst. «Als das Heim vor 20 Jahren eröffnet wurde, haben wir uns gleich vorsorglich angemeldet», erzählt sie. Ein Beweggrund war, dass die beiden in ihrer Wohngemeinde ins Heim wollten. «Wir wollten vorausplanen, um im Alter versorgt zu sein.» Dass sie so alt würde, hätte sie nicht gedacht, sagt sie mit einem Lachen.

Abgesehen von den Beinen, die nicht mehr so wollen, ist die 93-Jährige zufrieden mit ihrem Leben. Sie sei nicht eine, die gerne viel Trubel habe, und deshalb ziehe sie sich gerne in ihr Zimmer zurück, erzählt sie. Sie habe ihr Radio und ihr Fernsehgerät und lese viel: Die Schweizer Illustrierte, die Zeitlupe – und natürlich die FN. «Ich interessiere mich für das, was in der Welt passiert», sagt sie und hat auch eine klare Meinung zu vielen politischen Themen. Dass Urs Schwaller zum Bundesrat gewählt wird, bezweifelt sie zum Beispiel.

Zeit für ein Gespräch fehlt

Der Tag im Heim beginnt immer mit dem morgendlichen Besuch der Pflegerinnen zwischen 7.30 und 9.30 Uhr. «Man ist hier gut betreut. Sie geben sich Mühe», erklärt Marie Reidy. Manchmal wünschte sie sich, die Pflegerinnen könnten sich etwas mehr Zeit für ein Gespräch nehmen. Sie wisse aber natürlich, dass dies nicht zuletzt aus Kostengründen nicht möglich sei.

Viele Angebote

Auch wenn jeder Tag ein wenig ähnlich abläuft, so sei es ihr doch selten langweilig. «Es gibt viele Angebote», erklärt Marie Reidy. Am Dienstag könne man zum Beispiel turnen, am Mittwoch singen, am Donnerstag werde ein Gottesdienst veranstaltet. «Ich mache mit, wenn ich zwäg bin», erzählt sie. Manchmal werden kleine Ausflüge organisiert, und wer wolle und könne, gehe auch mal auf einen Spaziergang ums Haus. Sie freut sich über die Besuche von und bei ihren Kindern und erzählt stolz von ihrem Urenkelkind.

Ein eigentliches Hobby hat Marie Reidy nicht. «Solange ich konnte, habe ich immer gearbeitet. Wir hatten gar keine Zeit für Hobbys.» Und jetzt habe sie keine Lust mehr dazu. «Wenn es einem gesundheitlich gut geht, ist man auch gut aufgelegt», sagt sie. Ab und zu hat sie mit Herzbeschwerden zu kämpfen.

Was würde sie in ihrem Leben anders machen, wenn sie noch einmal zurück könnte? Marie Reidy muss bei dieser Frage nicht lange überlegen: «Ich würde alles noch einmal gleich machen», sagt sie mit Bestimmtheit.

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