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«Ich bin ja nicht als Tourist in Freiburg»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sie haben in den ersten vier Spielen viele Offensivakzente gesetzt. Sehen wir momentan den Christian Dubé, den Sie selbst sehen wollen?

Klar, ich bin ja nicht als Tourist nach Freiburg gekommen. Mir war es wichtig, gut in die Saison zu starten. Bereits letztes Jahr wollte ich unbedingt gut beginnen, stattdessen verletzte ich mich im ersten Spiel am Kopf und musste pausieren. Das war mental sehr schwierig.

 

 Wie beurteilen Sie Ihre letzte Saison insgesamt?

Ich würde sagen, es war eine gute Saison. In 40 Spielen kam ich auf 36 Punkte, das ist okay. Und das ist ja das, worauf alle schauen.

 

 So, wie Sie das sagen, klingt es, als ob Sie Ihre Leistung nicht danach beurteilt haben möchten.

Das ist so. Ich bin jetzt 35. In diesem Alter sind einem Punkte nicht mehr so wichtig. Ich spiele nicht mehr gleich wie zu Beginn meiner Karriere, als ich stets die Offensive gesucht habe. Als Center ist es wichtig, auch defensive Aufgaben zu übernehmen. Zudem spiele ich auch in Unterzahl. Wir haben Bykow, Sprunger, Rosa, Gamache, Plüss … Da ist so viel Potenzial, da kann nicht jeder in jedem Spiel treffen. So muss sich manch einer zwischendurch opfern und andere Aufgaben übernehmen.

 

 Vor allem in den letztjährigen Playoffs hatten sich die Fans mehr Offensivakzente von Ihnen gewünscht. Nach den Playoffs wurde publik, dass Sie die ganze Zeit verletzt gewesen waren.

Ja, ich spielte mit einer gebrochenen Rippe. Die Teamkollegen und der Staff wussten das. Aber in den Playoffs ist es halt so, dass Verletzungen nicht an die Öffentlichkeit gelangen, damit die Gegner nicht Wind davon kriegen. So sind die Fans nicht immer über alles informiert und ziehen vielleicht falsche Schlüsse. Das ist uns Spielern jedoch klar.

 

 Mit drei Toren und einem Assist sind Sie nach vier Spielen der Topskorer des Teams. Sehen wir in dieser Saison also doch wieder einen offensiveren Christian Dubé?

Nein, ich habe am Samstag zwei Tore geschossen und bin deshalb nun halt Topskorer. Ich will mich darüber nicht beklagen, wenn ich Topskorer bin und wir weiter gewinnen, dann ist das völlig okay. Aber es ist nicht ein Ziel, nichts, das ich mir für diese Saison vorgenommen habe. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Topskorer auf dem Eis eine Zielscheibe für die gegnerischen Spieler ist. Deshalb bin ich nicht traurig, wenn ich das Topskorer-Shirt nicht trage.

 

 Letzte Saison haben Sie wiederholt betont, dass Gottéron noch kein Spitzenteam ist, sich noch nicht auf Augenhöhe mit den allerbesten Teams befindet. Hat sich das auf diese Saison hin verändert?

Ein Spitzenteam zu werden ist ein mehrjähriger Prozess. Das hat nicht nur mit dem Spielermaterial und dem Talent zu tun, sondern auch mit dem Selbstverständnis eines Clubs, der Attitüde des Auftretens, dem Selbstvertrauen. Ich habe das Gefühl, dass wir in diesen Bereichen auf diese Saison hin tatsächlich einen Schritt nach vorne gemacht haben. Das Selbstvertrauen und der Glaube an uns selbst scheinen im Team grösser zu sein.

 

 Bis auf Zürich, Kloten und Gottéron haben alle NLA-Teams für die Dauer des Lockouts Spieler aus der NHL verpflichtet. Könnte der Lockout zum Nachteil für Gottéron werden?

Ich glaube nicht. Ein einzelner Spieler kann in einem Team nicht allzu viel verändern. Klar, wenn es dann zwei absolute Weltklassespieler sind wie bei Davos, die gemeinsam auflaufen können, ist das schon eine grosse Verstärkung. Ich hoffe aber, dass in ein, zwei Monaten der Lockout vorbei ist und die Spieler zurück in die NHL gehen. Dann werden wir sehen, für wen dieses Intermezzo ein Vorteil oder Nachteil war.

 

 Heute treffen Sie im Spitzenspiel auf Genf Servette. Was für eine Partie erwarten Sie?

Wie immer gegen Genf wird es ein intensives Spiel werden. Da es das Duell Erster gegen Zweiter ist, dürfte es sogar speziell heiss zu und her gehen.

 

 Genf ist nach vier Spielen noch ungeschlagen. Überrascht Sie das?

In dieser Liga überrascht mich gar nichts mehr. Ich weiss mittlerweile, dass alle immer eng beisammen sind und jeder jeden schlagen kann.

Der heutige Gegner

Fakten zu Servette

• Nach vier Spielen ist Genf ungeschlagen. Für Freiburgs Trainer Hans Kossmann nicht überraschend. «Genf hat viele grosse, schnelle Spieler und wird am Ende in den Top 4 sein.»

• Mit dem Schweizer Verteidiger Yannick Weber und Starstürmer Logan Couture spielen in Genf während des Lockouts zwei NHL-Spieler. Erhält der 23-jährige Stürmer der San Jose Sharks rechtzeitig die Arbeitserlaubnis, gibt er heute sein Debüt.

Aufstellung: Botter und Schilt heute fraglich

Für den heutigen Spitzenkampf (19.45 Uhr, St. Leonhard) zwischen dem zweitplatzierten Gottéron und Leader Servette sind auf Freiburger Seite Stürmer Cédric Botter und Verteidiger Sebastian Schilt fraglich. Beide sind angeschlagen und trainierten gestern nicht mit. «Aber ich hoffe, dass sie am Dienstag einsatzbereit sind», sagt Freiburgs Trainer Hans Kossmann. Unklar ist ebenfalls noch, wer als überzähliger Ausländer auf die Tribüne muss. «Das hängt auch von Botter und Schilt ab», so Kossmann. Sicher nicht mit dabei sind die verletzten Julien Sprunger – der gestern ebenfalls nicht mittrainierte, weil er einen Puck ans Ohr erhalten hatte – , Sebastian Sutter und Sandro Brügger, der am Freitag zurückkehren dürfte. Bereits heute zurück im Team ist nach seiner Sperre Andrei Bykow. fm

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