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«Ich bin mehr als zufrieden»

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«Ob ich mit dem Wochenende zufrieden bin? Ich bin mehr als zufrieden», sagt Ärgera-Trainer Jan Jungo ohne zu zögern. Vier Punkte sammelten die Senslerinnen in den beiden Heimspielen vom Wochenende. Am Sonntag besiegte Ärgera den Tabellenvorletzten aus Zug 7:4, tags zuvor hatte Giffers dem starken Angstgegner Skorpion Emmental Zollbrück nach dramatischer Aufholjagd einen Punkt abgerungen. «Wir haben gegen Zollbrück noch nie gewonnen, weder in der NLB noch in der NLA. Uns war deshalb klar, dass bei uns alles passen muss, damit wir zu Punkten kommen. Mit diesem Punkt hat deshalb kaum jemand gerechnet», so Jungo.

Ausgleich vier Sekunden vor Schluss

Und sollte jemand vor dem Spiel doch mit Punkten gerechnet haben, dann tat er dies nach zwei Dritteln definitiv ebenfalls nicht mehr. 1:4 lag Ärgera gegen die Emmentalerinnen zurück, weil Giffers das erste Drittel verschlief und im zweiten Abschnitt seine Chancen nicht nutzte. Doch die Sense-Oberländerinnen gaben sich nicht geschlagen, drehten im Schlussabschnitt deutlich auf und kamen durch Tore von Caroline Schürch (43.) und Christelle Wohlhauser (52.) bis auf ein Tor heran. Dennoch schien die Hypothek aus den ersten beiden Dritteln zu gross zu sein–bis vier Sekunden vor Schluss. Denn als die Matchuhr 59:56 anzeigte und Giffers seine Torhüterin bereits durch eine sechste Feldspielerin ersetzt hatte, schoss Cindy-Jane Hirschi doch noch den Ausgleich und liess die 183 Zuschauer ausgelassen jubeln.

 Einziger Wermutstropfen des Wochenendes ist, dass Giffers den Schwung danach nicht nutzen konnte, um sich in der Verlängerung den Sieg zu sichern. Martina Buri kassierte nach nur 26 Sekunden Overtime eine Zweiminutenstrafe. «Das war natürlich ärgerlich», sagt Jungo, «es ist eine Strafe, die man geben kann. Aber mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man in der Verlängerung in einer solchen Szene auch ein Auge zudrücken.» Die Schiedsrichter taten dies nicht, und so sicherte Zollbrücks Flavia Kuralti ihrem Team nur 27 Sekunden später doch noch den Sieg.

Erneut ein Schlussspurt

Trotz des nervenaufreibenden Spiels vom Samstag zeigten die Freiburgerinnen tags darauf erneut eine solide Leistung. Der 7:4-Sieg gegen Zug war allerdings nicht ganz so ungefährdet, wie das Resultat vermuten lässt. Bis zur 54. Minute stand es noch 4:4. «Wir waren zwar während des gesamten Spiels besser, aber mit unseren Eigenfehlern liessen wir Zug immer wieder herankommen», so Jungo. Mit drei Toren in den letzten sechs Minuten holte sich das Heimteam die drei Punkte schliesslich aber doch noch. «Ich muss zugeben, dass wir ein bisschen Glück hatten. Zug hatte den einen oder anderen Pfostenschuss, der genauso gut hätte reingehen können. Aber das ist wohl das Glück des Tüchtigen.» Sein Team habe sich die Punkte wahrlich hart erkämpft und erarbeitet. «Ich bin stolz auf den Charakter der Spielerinnen. Am Samstag haben sie einen 1:4-Rückstand aufgeholt und am Sonntag haben sie sich nicht von den ständigen Ausgleichstreffern aus der Bahn werfen lassen.»

Schürchs unglaubliche Skorerwerte

Mit sechs Punkten aus fünf Spielen steht Ärgera nun auf Rang sechs der Tabelle. Sowohl nach oben als auch nach unten hat sich noch keine entscheidende Lücke aufgetan. Wo die Reise hingehen soll, kann und will Trainer Jan Jungo noch nicht prophezeien. «Wir haben gegen Zug gesehen, dass wir auch gegen ein Team, das wir schlagen müssen, wenn wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen, Tore kassieren, wenn wir defensiv schlecht arbeiten. Gleichzeitig haben wir gezeigt, dass wir auch ein Spitzenteam wie Zollbrück kitzeln können. Es kann also in beide Richtungen gehen.»

 Beeindruckend ist nach fünf Spielen einmal mehr die Bilanz von Caroline Schürch. Die Stürmerin ist mit unglaublichen 14 Toren und drei Assists mit grossem Abstand Liga-Topskorerin. «Sie ist natürlich ein sehr wichtiger Eckpfeiler unseres Teams. Nicht nur wegen ihrer Tore, sie arbeitet auch defensiv und reisst das Team mit.» Hat Jungo nicht Angst, dass Schürch bald von einem Topteam abgeworben wird? «Sie hatte schon auf diese Saison hin Angebote. Bisher hat sie sich immer für uns entschieden. Aber klar, wenn du eine solche Spielerin im Team hast, muss dir klar sein, dass sie das Interesse von anderen auf sich zieht.»

 

«Wir haben gezeigt, dass wir auch ein Spitzenteam wie Zollbrück kitzeln können»

Jan Jungo

Trainer Ärgera Giffers

Telegramme

Sporthalle Giffers-Tentlingen. 183 Zuschauer. SR Begré/Birbaum.

Tore:3. Spichiger (Beer) 0:1. 29. Spichiger (Beer) 0:2. 30. Krähenbühl (Beer) 0:3. 30. Schürch (Köstinger) 1:3. 36. Baumgartner (Schori) 1:4. 43. Schürch (Bertolotti) 2:4. 52. Wohlhauser 3:4. 60. Hirschi (Bertolotti) 4:4. 61. Kuratli (Spichiger) 4:5.

Sporthalle Giffers-Tentlingen. 128 Zuschauer. SR Lehmann/Manser.

Tore:2. Schürch (Wieland) 1:0. 13. Kuhlmann (Meyer) 1:1. 25. Hirschi (Feller) 2:1. 32. Schürch (Köstinger) 3:1. 40. Niemelä (Holmberg) 3:2. 43. Meyer 3:3. 48. Köstinger (Schürch) 4:3. 49. Holmberg (Kuhlmann) 4:4. 54. Köstinger (Schürch) 5:4. 58. Schürch (Wohlhauser) 6:4. 60. Schürch (Buri) 7:4.

Rangliste:1. Piranha Chur 4/12 (20:9). 2. Bern-Burgdorf 5/12 (25:15). 3. Emmental Zollbrück 4/9 (20:11). 4. Dietlikon 5/8 (26:23). 5. Winterthur 5/6 (22:23). 6. Giffers 5/6 (25:28). 7. Zug 5/3 (15:27). 8. Berner Oberland 5/1 (14:31).

Das nächste Spiel:UHC Dietlikon – Ärgera Giffers Sa. 16.00.

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