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«Ich brauche einen Tapetenwechsel»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Murtensee versinkt in einer Nebelsuppe. Grund genug, sich nach Schwarzsee aufzumachen, denn dort soll die Sonne scheinen. Die Webcam der Talstation der Kaisereggbahnen bestätigt es: strahlender Sonnenschein schon am Morgen. Der Thermoskrug ist gefüllt, die Brote sind gestrichen, auf gehts ins Sense-Oberland.

Bereits in Düdingen zeigt sich die Sonne, wenn auch nur zögerlich. Weiter auf dem Weg Richtung Berge beginnt sie zu strahlen. In Schwarzsee angekommen, setzt die Seebezirklerin die Sonnenbrille auf und schaut verblüfft auf den grossen Parkplatz: Dieser ist komplett voll. Ein Blick auf die Nummernschilder zeigt: Die Ausflügler kommen von nah und fern. Es gibt neben Freiburger auch viele Zürcher, Walliser, Genfer, Berner und sogar ausländische Kennzeichen zu entdecken.

Dank der Sonne ist die Temperatur eindeutig höher als in Murten, die Ausflüglerin bindet die warme Jacke um den Bauch. An der Haltestelle steigen ein gutes Dutzend Leute aus dem Bus, fast alle sind mit guten Schuhen und Rucksack ausgestattet. Ein Paar schreitet zielstrebig auf die Wanderwegweiser zu, sie blicken sich um und sprechen sich ab. «Die Sonne tut gut, gerade in der schwierigen Corona-Zeit», sagt die Frau. «Ich brauche einen Tapetenwechsel.» Die Berge, sagt ihr Mann gedankenverloren, «die kann nichts aus der Ruhe bringen». Fröhlich machen sich die beiden Zürcher auf eine Wanderung.

Glace und Marroni

Es sind Massen, die sich auf den Rundgang um den Schwarzsee begeben: Familien mit Kinderwagen, junge Verliebte, ältere Ehepaare und kleine Gruppen junger Menschen wollen einen Tag an der frischen Luft geniessen. Eine Maske tragen nur Einzelne. Der Weg um den Schwarzsee ist breit genug, um den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten. Das ist am Murtensee nicht überall so, und wie sich in den letzten Tagen zeigte, setzen die meisten Spaziergängerinnen und Spaziergänger dort eine Maske auf, wo es eng wird.

Eine Gruppe junger Bernerinnen und Berner sitzt im Kreis auf der Wiese am Schwarzsee: «Wir kennen uns durch einen Kultur- und Sprachaustausch», sagt einer der Männer. «Wir gehören ganz verschiedenen Nationalitäten an.» Sie seien also quasi international, sagt eine junge Frau und lacht. «Ich habe heute Morgen im Internet gesehen, dass hier die Sonne scheint», erzählt der Mann. Also hätten sie sich zu neunt mit dem öffentlichen Verkehr von Bern nach Schwarzsee aufgemacht. Die Maske hätten sie jederzeit zur Hand.

Es ist November, es ist Corona-Zeit, doch aller allfälligen Traurigkeit zum Trotz kommt am Schwarzsee ein Hauch Sommerstimmung auf: Zwei Frauen baden im See, und der Glace-Verkäufer hat alle Hände voll zu tun. Brav stehen Kinder und Erwachsene in der Warteschlage, auch beim zweiten Stand, wo es Marroni zu kaufen gibt. Marroni und Glace, See und Berge, Sonne und frische Luft, eine gute Mischung. Eltern packen Thermoskrug, belegte Brote und Kuchen aus und rufen nach den Kindern. Diese lassen sich nicht zwei Mal bitten und greifen herzhaft zu. Das Restaurant Gypsera musste bekanntlich wieder schliessen.

Der Spielplatz ist voll mit Kindern. «Es hat grad zu viele Leute auf dem Spielplatz», sagt eine Mutter zu ihrem Sohn. Er müsse warten. Auf dem Gang zur Toilette tragen alle Ausflügler eine Maske. Die Leute halten sich an die Regeln.

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