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«Ich darf mich nicht entmutigen lassen»

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Am letzten November-Wochenende 2019 erzielte Viktor Stalberg seine Saisontore zehn und elf. Es waren die bisher letzten für Gottéron. Mittlerweile ist der Flügelstürmer aus Schweden seit elf Partien ohne Torerfolg geblieben. Dabei hätten die Freiburger einen produktiven Stalberg, der in der Saison 2017/18 für den EV Zug in 46 Qualifikationsspielen 22 Treffer erzielt hatte, bitter nötig. «Im Vergleich zu damals ist das Spielsystem bei Gottéron etwas defensiver und es ist deshalb eine Spur schwieriger, produktiv zu sein. Und ehrlich gesagt ist die Tiefe im Kader nicht so gross, wie es in Zug der Fall gewesen ist.» Dennoch seien genügend gute Spieler vorhanden, um Punkte produzieren zu können. «Mein Job ist, dann zu skoren, wenn es darauf ankommt. Das habe ich bis jetzt nicht oft genug getan, keine Frage.» Der 34-Jährige weiss, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen (noch) nicht erfüllt – auch nicht die von Trainer Christian Dubé. «Viktor machte zwar viele kleine Dinge gut. Aber klar verlange ich mehr Tore von ihm.» An der Einstellung von Stalberg liege es nicht. «Er arbeitet hart und ist läuferisch gut.» Wie so oft sei die fehlende Produktivität eine Frage des Selbstvertrauens.

Die Chancen wären vorhanden

«Natürlich verlierst du das Vertrauen in deine Fähigkeiten, wenn du keine Tore mehr schiesst», pflichtet ihm Stalberg bei. «Besonders der Dezember war hart. Seit dem neuen Jahr habe ich aber das Gefühl, dass es besser wird. Ich treffe zwar noch nicht, habe aber in jedem Spiel meine Möglichkeiten.» Eigentlich für seinen starken Schuss bekannt, scheitert der Schwede immer wieder am Abschluss, der jegliche Präzision vermissen lässt. «Die Situationen sind da, um Punkte produzieren zu können», insistiert er. «Mir fehlt aktuell einfach das nötige Selbstvertrauen, um sie reinzumachen. Mir bleibt aber keine Zeit für Frustration. Ich darf mich nicht entmutigen lassen und muss das Glück wieder auf meine Seite zwingen.» Es eilt in der Tat. Die Qualifikation geht in die Endphase und der Rückstand Gottérons auf den Strich beträgt satte acht Punkte. «Es bleiben noch 14 Spiele. Noch haben wir es in den eigenen Händen. Dazu müssen wir aber eine Serie starten.» Bis auf die Schlappe in Davos (2:7-Niederlage) habe man im 2020 ziemlich gut gespielt, befindet Stalberg. «Es wären sicherlich mehr Punkte dringelegen. Das wir diese nicht holen konnten, ist frustrierend.»

«Habe dem Team geschadet»

Ursachen dafür gäbe es viele, so der Stanley-Cup-Sieger 2013 mit den Chicago Blackhawks. Einer der Gründe sei die fehlende Chemie in den Sturmreihen. «Aufgrund der verletzten Spieler kommt es mir so vor, als ob wir schon die ganze Saison auf der Suche nach den richtigen Kombinationen sind», sagt Stalberg, der auch die Spielsperren – wie aktuell die gegen Julien Sprunger oder zuletzt seine eigenen für den Check gegen Langnaus Anthony Huguenin – ins Feld führt. «Damit habe ich meinem Team geschadet. Der Check an sich war zwar sauber, aber ich war viel zu spät dran.»

Büssen würde Gottéron überdies für den «verspäteten» Start in die Meisterschaft, als in den ersten sechs Partien gerade einmal zwei Zähler geholt wurden. «Lässt man diese sechs Spiele aussen vor, dann ist unsere Saison zwar nicht grossartig, aber dennoch ziemlich okay und wir stünden im Mittelfeld der Tabelle. Wenn du jedoch sogleich einem Rückstand hinterherrennen musst, dann ist es hart. Jeder einzelne Punkt ist in dieser Liga umkämpft.»

Heute gegen Ambri gilt es für Stalberg und Co. aufgrund der diversen Ausfälle abermals die Automatismen zu finden. Zusammen mit Daniel Brodin und Center Sandro Schmid, der zuletzt zwei Jahre für die Elite-Junioren der Malmö Redhawks gespielt hatte, bildet Stalberg eine «rein» schwedische Linie. Für den 19-jährigen Murtner hat er nur lobende Worte übrig. «Sandro hat Talent und Skills. Und er arbeitet wirklich hart, was ihn von so manchem anderen jungen Spieler unterscheidet.» Bisher habe Schmid zumeist in der vierten Linie spielen müssen, was nicht einfach sei. «Das habe ich in der NHL selber erlebt, wenn du nur sechs sieben Minuten spielen kannst, ist es schwer.» Er freue sich sehr auf das Zusammenspiel mit Schmid – und hofft, dass bei ihm selbst der Knoten endlich platzt. Seine letzten Tore erzielte Stalberg gegen Ambri-Piotta und Lausanne – dieselben zwei Gegner wie an diesem Wochenende. «Wenn das mal nicht ein gutes Omen ist.»

Der heutige Gegner

Fakten zu Ambri

• Im Schnitt erzielt Ambri 1,46 Tore pro Spiel bei numerischem Gleichstand. Das ist der schlechteste Wert der Liga.

• Eine Stärke der Tessiner sind die Special Teams. Das Powerplay ist das fünftbeste, das Boxplay gar das zweitbeste der National League.

• 86 Prozent der Tore von Ambri werden von den Stürmern erzielt. Nur bei den Lakers ist der Anteil der Stürmertore noch grösser (87 Prozent).

• Nach Rohrbach, Hofer und Kostner gesellten sich am Dienstag bei der 1:3-Niederlage in Biel auch noch Fora und Pinana zu den Verletzten. Dafür ist der Tscheche Nowotny wieder einsatzbereit.

• In den letzten zwölf Partien in Freiburg konnten die Tessiner nur gerade einmal als Sieger vom Eis.

Vorschau

Schmid in zweite Linie befördert

Im Heimspiel gegen Ambri muss Christian Dubé heute auf die verletzten Andrei Bykow, David Desharnais, Philippe Furrer und Samuel Walser verzichten, ausserdem sitzt Julien Sprunger seine erste von zwei Spielsperren ab. Im Vergleich zur letzten Partie und der 2:3-Heimniederlage in der Overtime gegen den SCB kehren der Verteidiger Marco Forrer sowie die Stürmer Matthias Rossi und Tristan Vauclair in die Aufstellung zurück. Killian Mottet und Zach Boychuk sind spielbereit, obwohl sie in dieser Woche das eine oder andere Training auslassen mussten.

Weil mit Bykow und Walser zwei Center fehlen, rückt Sandro Schmid vor und stürmt neu zwischen Daniel Brodin und Viktor Stalberg. «Sandro spielt sehr gut – und die Teamkollegen spielen gerne mit ihm zusammen. Er ist sehr intelligent und zuverlässig», sagt Dubé. «Es liegt an ihm, diese Chance am Schopf zu packen.»

 

 

 

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