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«Ich fühle mich noch jung»

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Für Kurt Wasserfallen ist die Murtenseeüberquerung ein Erlebnis der Extraklasse: «Das Element Wasser hat mir schon immer zugesagt», sagt der 67-Jährige im Gespräch in seinem idyllischen Garten in ­Jeuss. «Schwimmen tut mir gut.» Und es sei für ihn eine wahre Freude, wenn ihn seine Liebsten auf der anderen Seeseite erwarteten. Zudem sei das Essen danach etwas ganz Besonderes: «Der Fisch und der Weisswein schmecken nie so gut wie nach der Murtensee­überquerung», sagt Wasserfallen voller Vorfreude mit leuchtenden Augen. Seit 20 Jahren nehme er wenn immer möglich an dem Anlass teil. Das Outfit der Schwimmer habe sich in all den Jahren verändert: «Ich bin bald der Einzige, der mit gewöhnlichen Badehosen über den See schwimmt», erzählt der pensionierte Betriebsleiter der Revierkörperschaft Galm (siehe Kasten).

Alle Plätze sind vergeben

Wasserfallen ist der älteste Teilnehmer aus dem Seebezirk an der Murtenseeüberquerung. Der traditionelle Anlass geht am Sonntag zum 40. Mal über die Bühne und stösst zum wiederholten Male auf grossen Anklang: Alle 350 Startplätze sind vergeben. Anmeldungen sind nicht mehr möglich. Organisatorin ist die Societé de sauvetage du Vully, die den Anlass ursprünglich als einfachen Vereinsanlass ins Leben rief. Inzwischen hat sich das Abenteuer für viele zum Fixpunkt in der Sommeragenda gemausert. Die Strecke ist mit orangen Bojen markiert, mit einer obligatorischen Passage in der Mitte des Sees. Im letzten Abschnitt dient der Kirchturm von Môtier als Orientierung. Auch dieses Jahr sind wieder Schwimmbegeisterte zwischen 14 und 69 Jahren aus der ganzen Schweiz und sogar aus Deutschland und Frankreich am Start in Merlach.

Rekord liegt bei 35 Minuten

Für Kurt Wasserfallen steht bei der Drei-Kilometer-Schwimmstrecke die Freude an der Sache im Vordergrund, «ich bin nicht so ehrgeizig». Als Sport habe er Schwimmen nie betrieben, erklärt der fitte Rentner. Er rechne damit, dass er von Merlach bis Môtier knapp eineinhalb Stunden benötige. Die schnellsten Schwimmer gelangen jeweils nach rund 40 Minuten ans Ziel, der Streckenrekord liegt bei 35 Minuten.

Der Feuerwehrteich im Dorf

Im Wasser kenne er keine Angst, sagt Wasserfallen: «Ich bin in Courlevon aufgewachsen und lernte im Dorffeuerwehrteich schon sehr früh schwimmen», erzählt der Rentner und lacht. «Wir schlüpften durch die Abzäunung und sprangen hinein, ich war damals noch nicht mal in der Schule.» Das Kraulen habe er nie richtig erlernt, «deshalb bewältige ich die Strecke im Brustschwumm». Vor Jahren habe er gemeinsam mit seiner Tochter an der Überquerung teilgenommen. «Ich hatte Angst, sie kam damals gerade aus der Schule», erinnert sich Wasserfallen, «aber schlussendlich war sie schneller als ich.» Bei Wellen sei es nicht besonders angenehm und das Schwimmen um einiges anstrengender. «Ich nehme nur noch bei guten Wetterbedingungen teil.» Das sollte klappen: Für Sonntag prognostizieren die Wetterfrösche viel Sonnenschein, und die Wassertemperatur des Murtensees beträgt stolze 24 Grad.

Stufenweises Training

Auf sein Alter angesprochen, sagt der Jeusser lachend: «Ich fühle mich noch jung und habe vor, das noch lange zu machen.» Und natürlich habe er sich sorgfältig auf den Kraftaufwand vom Sonntag vorbereitet und sei sich der Gefahren bewusst. «Im Alter kann es schon gefährlich werden, ein Schwächeanfall ist möglich.» Deshalb trainiere er unterdessen lieber in Hallen- und Schwimmbädern. «Ich hatte ein Erlebnis am Schiffenensee», erzählt Wasserfallen, «mir unbekannte Leute am Ufer machten sich Sorgen um mich und hätten fast noch um Hilfe gerufen.» Das wolle er nicht provozieren, «aber ich dachte gar nicht daran, was passieren kann».

Sein Training habe er mit einer halben Stunde gestartet und stufenweise erhöht. Am Montag sei er 100 Minuten am Stück geschwommen, das sei quasi die Generalprobe gewesen. Die erste halbe Stunde sei die schwierigste, und er habe gelernt, nicht zurückzuschauen. «Als ich einmal enttäuscht feststellte, dass ich noch so nah am Ufer bin, habe ich sofort damit aufgehört.» Jetzt schaue er nicht mehr zurück und behalte die Kirche von Môtier im Auge.

Infos über die Durchführung unter www.sauvetageduvully.ch

Zur Person

Ehemaliger Förster und Familienvater

Der naturverbundene 67-jährige Kurt Wasserfallen ist in Jeuss und Courlevon aufgewachsen und absolvierte von 1967 bis 1969 im Galmwald die Lehre als Forstwart. Danach arbeitete er an der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Nach der Försterschule kehrte er 1974 als Staatsförster in den Galmwald zurück und wurde 2004 Betriebsleiter der Revierkörperschaft Galm. 2010 ging er in Rente. Wasserfallen ist verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und stolzer Grossvater.

emu

 

«Ich bin bald der Einzige, der mit gewöhnlichen Badehosen über den See schwimmt.»

Kurt Wasserfallen

Schwimmer aus Jeuss

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