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«Ich glaube an die Region»

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«Ich glaube an die Region»

Elisabeth Ruegsegger über ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin des Regionalverbandes

Vor gut drei Jahren hat Elisabeth Ruegsegger die Geschäftsführung des Regionalverbandes See übernommen. Die Region sei mittlerweile besser vernetzt und werde als Ansprechpartner in Freiburg anerkannt. Zudem sei die Marke «Region Murtensee» bekannter, bilanziert sie ihre Tätigkeit.

Von CORINNE AEBERHARD

Würde man eine Strassenumfrage machen, und die Leute fragen, ob sie wissen, was der Regionalverband See ist und was er macht, dann würde das kaum jemand beantworten können, ist sich Elisabeth Ruegsegger, Geschäftsführerin des Regionalverbandes See (RVS) bewusst. Trotzdem braucht es ihrer Meinung nach den Verband. «Es wäre ein grosser Verlust, gäbe es ihn nicht mehr». Sie begründet das mit der Arbeit, die vor allem im Hintergrund geleistet wird, und der Promotion der Region, welche bereits Früchte trägt. «Die ist als Marke ein Begriff und in den letzten Jahren viel bekannter geworden», so die Direktorin. Mitgeholfen habe dabei auch die Expo.02.

Als sie die Stelle vom ersten RVS-Geschäftsführer Conrad Tobler im September 2001 übernahm, sah sie es als eine ihrer Hauptaufgaben, die Mitglieder des Verbandes sowie die Regionen zu einer Einheit werden zu lassen. Die interne Vernetzung sollte gefördert und die Region nicht nur gegen aussen verkauft werden. Das sei gelungen, bilanziert Elisabeth Ruegsegger. «Die Akteure der Region sind mittlerweile viel besser vernetzt.» Zudem werde die Region in Freiburg als Ansprechpartner wahrgenommen, etwa gegenüber dem Freiburger Tourismusverband und der Wirtschaftsförderung.
Dass der Regionalverband von der breiten Bevölkerung nicht wahrgenommen wird, habe mit den komplizierten Strukturen zu tun, erklärt Ruegsegger. Zudem komme es zu Verwechslungen mit den Tourismus-Verbänden oder mit dem Gemeindeverband. Da gebe es Handlungsbedarf.

Selten «normale Arbeitstage»

Es gebe «ziemlich selten einen normalen Arbeitstag», beschreibt die Geschäftsführerin ihre Tätigkeit. Vorgegeben sind Termine für Sitzungen. Den Rest des Tages bestimmt, «was hereinkommt». Das sind etwa Anfragen von Firmen, die ein Terrain oder eine Lokalität suchen, um sich anzusiedeln. Ruegsegger schränkt ein, dass dies aber kleinere Unternehmen sind. Grosse Projekte betreut die Wirtschaftsförderung in Freiburg.

Welche Art von Tourismus
in der Region?

Am meisten Zeit und Arbeit steckt Elisabeth Ruegsegger in den Bereich Tourismus. Dieser sei aber mit der Wirtschaft stark verbunden. Als Beispiel nennt sie den Vully, den man als Tourismus-Region bekannter machen und gleichzeitig das Produkt Wein fördern kann.

«Seit der Expo.02 ist der hiesigen Bevölkerung bewusster geworden, dass wir in einer schönen Region wohnen», stellt die Direktorin fest. Man wisse, dass man noch mehr Touristen in die Region locken könnte. Man wisse aber auch um die gute Lebensqualität und wolle diese schützen, was Ruegsegger versteht.

Viele blickten zwar neidisch auf das Städtchen Greyerz, andererseits schrecke Massentourismus ab. Für Ruegsegger ist deshalb klar, dass man auf sanften Tourismus setzen muss.

Skepsis des Gewerbes ist gewichen

Nach anfänglichen Schwierigkeiten seien nun auch die Kontakte zu den Gewerbeverbänden besser geworden. «Der RVS ist jetzt anerkannt», sagt Ruegsegger. Viele hätten zu Beginn befürchtet, der RVS werde nur die Ansiedlung von neuem Gewerbe fördern und dadurch die Einheimischen konkurrenzieren. Mittlerweile habe es aber auch gemeinsame Projekte gegeben, wie etwa die kürzlich stattgefundene «Woche der Genüsse». Noch nicht eingebunden seien die industriellen Betriebe der Region sowie die Landwirtschaft.

Etwas stiefmütterlicher wurde bis anhin die Kultur vom RVS behandelt. Diese Szene erwarte vor allem finanzielle Unterstützung, und die könne man nicht bieten, erklärt Ruegsegger. Der Verband könne vor allem bei der Promotion mithelfen.

Demnächst will der RVS ein Verzeichnis erstellen, in welchem das kulturelle Repertoire der Region erfasst wird. Beschäftigen wird Elisabeth Ruegsegger zudem die Vernehmlassung über das neue Tourismusgesetz, das Erarbeiten von neuem Promotionsmaterial und Produkten sowie die verstärkte interregionale Kooperation.

Ein Job, der sich nicht messen lässt

Der Aufbau des Verbandes sei nach wie vor im Gang. Das benötige zehn Jahre, so Ruegsegger. Die Erwartungen seien sehr hoch. So glaubten beispielsweise die Hoteliers, dass der RVS ihnen die Betten füllen soll. Dass dies nur in Zusammenarbeit aller Partner geschehen könne, sei nun klar geworden.

Als schwierig empfindet sie, dass sich «der Job nicht messen lässt». Man wisse manchmal nicht, ob man es richtig mache. Ihre Erfahrungen aus der Politik helfen Rugsegger in solchen Momenten. Hätte sie den Job vor zwanzig Jahren angenommen, hätte sie wohl mehr Schwierigkeiten gehabt, meint sie. «Ich glaube an die Region» und es gebe Potenzial, mit einer klaren Linie «dieses Bijou zu promoten», umschreibt Elisabeth Ruegsegger ihre Motivation.

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