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«Ich glaube immer an das Gute»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Das scheinbar unaufgeregte Leben des Benno Hungerbühler», könnte der Titel der Biografie des gebürtigen Düdingers lauten. Seit 30 Jahren arbeitet er in der Immobilienbranche. Auch mit seiner Partnerin ist er seit dreissig Jahren liiert und wohnt in Villars-sur-Glâne. Doch ein Blick in sein Leben zeigt, dass der heute 57-jährige auch vor Schicksalsschlägen nicht gefeit war. Mit seiner harmonischen Lebenseinstellung trotzt er den Turbulenzen. «Ich besitze noch kein Smartphone», sagt der sportliche Immobilienfachmann und zückt sein Klapphandy. Es sind bewusste Entscheidungen, die seinem Leben die Hektik entziehen.

Aufgewachsen ist Benno Hungerbühler in einem streng katholischen Elternhaus in Düdingen. «Die gute Kinderstube hat mich weitergebracht», sagt er dankbar. Er hatte zwei Geschwister. Sein jüngerer Bruder starb plötzlich mit drei Jahren. Benno Hungerbühler war damals sechsjährig und mit ihm im Wald. «Dann bekam er Bauchschmerzen. Am nächsten Tag ist er im Spital gestorben.» Was die Ursache war, hat Benno Hungerbühler nie erfahren.

Zum Papst nach Rom

Anfang der 1980er-Jahre begann Benno Hungerbühler die Lehre als Elektromonteur in seinem Heimatort Düdingen. Die Arbeit entsprach seinen Vorstellungen nicht. Nach dem Lehrabschluss entschied er sich zu einem radikalen Wechsel: Er ging als Schweizergardist nach Rom. «Das war ein Bubentraum von mir.» Im Rückblick sei der Dienst für den Papst eine lehrreiche, aber sehr anspruchsvolle Erfahrung gewesen. «Johannes Paul II. war damals noch relativ jung und entsprechend aktiv», erinnert er sich. «Die einzigen Ruhepausen hatten wir, wenn der Papst im Ausland war», sagt er mit einem Schmunzeln. Die Gardisten mussten neben dem täglichen Dienst auch bei vielen Audienzen und Empfängen arbeiten.

Durch die vielen Besuche kam es zu ausserordentlichen Begegnungen. «Zufällig hatte ich zweimal Dienst, als Mutter Theresa völlig unerwartet und unangemeldet aus dem Lift kam.» Der junge Benno Hungerbühler begleitete sie zur Papstwohnung. Die Begegnung mit «der kleinen Frau», wie er sie liebevoll nennt, hat er noch klar vor Augen.

Bereits mit einem neuen Lehrvertrag in der Tasche, zog es ihn nach den zwei Jahren Dienst in Rom weiter: nach Israel in einen Kibbuz. Dort arbeitete er als Bäcker und sah sich mit verschiedenen Lebensgeschichten konfrontiert. Seine Kibbuzmutter hatte den Holocaust überlebt. «Sie war die erste Dame mit einer tätowierten Nummer auf dem Arm, die ich gesehen habe.» Ihn prägten auch die Begegnungen mit israelischen Soldaten. «Alle waren sehr verschwiegen und sprachen nicht gerne über ihre Vergangenheit.»

Der Immobilienbranche treu

Zurück in Freiburg, begann Benno Hungerbühler die kaufmännische Lehre in der Cardinal-Brauerei. Die rastlosen Jugendjahre haben ihm den Weg für seine weitere Karriere gewiesen. So ist er seit 30 Jahren der Immobilienbranche treu. Die ersten 15 Jahre war Benno Hungerbühler als Verwalter tätig und wechselte danach in den Verkauf. «Die Branche ist sehr intensiv», sagt er. Er stehe im Spannungsfeld zwischen Käufer und Verkäufer. «Es ist eine spannende Situation, die mit hohen Erwartungen verbunden ist, die wir abfedern müssen.» Das könne auch manchmal zu schlaflosen Nächten führen.

Benno Hungerbühler lässt sich von extremen Emotionen nicht mitreissen, ist aber auch kein reiner Kopfmensch. Das zeigt sich in seiner Leidenschaft für seinen Beruf. Er mag das Wort «Makler» nicht. Das Bild eines gierigen Verkäufers entspreche nicht seiner Geschäftsphilosophie. Im Gespräch betont er auch mehrfach seine Dankbarkeit gegenüber seinen Geschäftskollegen und allen Mitarbeitenden. Vielleicht hat sich auch hier dank seiner positiven Lebenseinstellung eine Beständigkeit eingestellt: Seit zehn Jahren arbeitet er mit dem gleichen Team.

Sportlicher Ausgleich

Benno Hungerbühler sucht wegen seiner mental belastenden Arbeit den sportlichen Ausgleich in der Natur und beim Zusammensein mit Freunden. Früher war er aktiv im Turnverein Düdingen und machte bei Cross-, Bahn, und Strassenläufen mit. Auch Bergläufe absolvierte der passionierte Hobbyläufer. Diese führten ihn zu einer weiteren Leidenschaft: dem Alpinismus. Bei seiner zielstrebigen Art erstaunt es nicht, dass er bereits auf dem Matterhorn, dem Montblanc und der Dufourspitze stand. «Ich bin nicht extrem risikofreudig, aber ich spüre das Leben gerne.»

Der Glaube hilft

Der Immobilienvermittler hat das, was viele in der heutigen schnelllebigen Zeit suchen: Bodenhaftung. Vor zehn Jahren starb seine Mutter ebenso unerwartet wie damals sein kleiner Bruder. «Ich telefonierte mit ihr und sie war vollkommen fit.» Ein paar Stunden später habe das Telefon erneut geklingelt, und der Vater habe berichtet, dass sie gestorben sei. «Das sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt.» In solchen Momenten helfen ihm das stabile Umfeld und der persönliche Glaube. «Ich glaube immer ans Gute», sagt er. Das habe er aus seiner Zeit als Schweizergardist und als Bäcker im Kibbuz mitgenommen. Auch wenn er sich eingesteht, dass er mit dem Alter dünnhäutiger geworden ist, sind Humor und Gelassenheit zwei Eckpfeiler, die er auch in Zukunft beibehalten und stärken möchte. Er vergleicht sich nicht mit anderen Menschen und ist dankbar für alles, was er erreicht hat. Sein Wunsch für die Zukunft erstaunt bei seiner Beständigkeit schliesslich nicht: «Dass das Unternehmen mithilfe meiner Kollegen in eine stabile Zukunft geführt wird.»

«Ich bin nicht extrem risiko- freudig, aber ich spüre das Leben gerne.»

Benno Hungerbühler

Immobilienfachmann

FN-Serie

Eine Stafette mit Porträts

In einer losen Serie stellen die «Freiburger Nachrichten» verschiedenste Menschen aus ihrem Einzugsgebiet vor. Die Artikelserie funktioniert wie eine Stafette: Es ist der jeweils Porträtierte, der das nachfolgende Porträt bestimmt.

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