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«Ich habe bis zuletzt an einen Sieg geglaubt»

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Er werde ganz bestimmt trotzdem mit einem Glas Champagner anstossen, erklärte Albert Studer gestern Nachmittag. Der CVP-Kandidat aus St. Ursen konnte trotz seiner Niederlage im Duell mit Manfred Raemy um den Posten im Sensler Oberamt bereits wieder lachen, als ihn die FN zum Gespräch trafen.

Albert Studer, Sie haben einen knappen Wahlausgang prognostiziert und damit recht behalten: Weniger als 400 Stimmen machten den Unterschied. Ist die Niederlage dadurch leichter oder schwerer zu verdauen?

Knapp daneben ist bekanntlich auch vorbei. Aber dennoch ist mir dieses knappe Resultat um einiges lieber als eine deutliche Niederlage. Hätte ich zehn Prozent und mehr auf Manfred Raemy eingebüsst, dann hätte ich mir ernsthaft Gedanken machen müssen. Das wäre mir gerade im Hinblick auf meine Parteikollegen, die mich mit viel Engagement unterstützt haben, sehr unangenehm gewesen. So kann ich das Resultat aber ohne schlechtes Gewissen akzeptieren.

Sie wirken erleichtert …

Ich bin sehr erleichtert. Die Anspannung zwischen den beiden Wahlgängen war enorm. Obwohl es nur drei Wochen waren, kam es mir wie eine Ewigkeit vor. Ich habe mir viele Fragen gestellt und gehofft, dass es reichen wird.

Wann haben Sie realisiert, dass es nicht reichen wird?

Ich habe bis zuletzt an einen Sieg geglaubt. Erst als meine Frau kurz nach Mittag zu mir kam und sagte, dass es nicht gut aussehe, war für mich der Fall klar. Erste Zweifel sind mir aber schon früher gekommen: Mitte September, als Manfred Raemy seine Kandidatur bekannt gegeben hat. Mir war sofort klar, dass er über ein sehr ähnliches Profil verfügt wie ich und deshalb ein extrem starker Konkurrent sein wird.

Welche Gründe haben den Ausschlag für den Sieg von Manfred Raemy gegeben?

Ich denke, es war eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Einerseits führte Manfred Raemy eine starke Kampagne und konnte andererseits ganz auf seinen Status als Parteiloser und ein sehr umfassendes Netzwerk bauen.

Mit Markus Zosso von der SVP und Andreas Freiburghaus von der FDP haben zwei weitere Oberamtskandidaten Sie öffentlich unterstützt. War das nicht von Vorteil?

Für ihre Unterstützung bin ich sehr dankbar. Am Ende sind die Parolen einer Partei und das Wahlverhalten ihrer Parteimitglieder zwei verschiedene paar Schuhe. Ich habe Diskussionen mit Personen geführt, die mir erklärten, dass sie mich nicht wählen können, weil sie die CVP generell nicht wählen. Die Mehrheit der Abstimmenden legte ihre Präferenz in diesen Oberamtswahlen auf eine Person ohne politische Prägung und ohne politische Erfahrung. Ich finde, das ist ihr gutes Recht, und kann mit diesem Verdikt gut leben. Schade finde ich nur, dass sich regelmässig zwei Drittel der Stimmberechtigten ihrer Stimme enthalten. Das ist schon sehr bedenklich.

Wenn Sie auf ihre Kampagne zurückblicken, würden Sie heute etwas anders machen?

Wenn ich früher gewusst hätte, dass Manfred Raemy zur Wahl antreten wird, hätte ich meine Kampagne sicher etwas anders ausgerichtet. Aber ich habe nicht den Eindruck, etwas falsch gemacht zu haben. Es waren drei intensive Jahre – eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Aber jetzt geht mein Leben weiter und das werde ich geniessen.

Haben Sie ihrem Konkurrenten bereits gratuliert?

Nein, ich hatte noch keine Zeit, um Manfred zu gratulieren. Aber das werde ich ganz bestimmt noch tun. Es war mir immer ein Anliegen, dass dieser Wahlkampf nicht unser gutes persönliches Verhältnis trüben wird.

Welchen Wunsch haben Sie an den neuen Oberamtmann?

Im Wahlkampf stand seine Person im Vordergrund. Nun muss er versuchen, seine Arbeit für den Sensebezirk in den Vordergrund zu rücken.

Und in fünf Jahren …

… werde ich ganz bestimmt nicht erneut antreten (lacht).

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