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«Ich habe das politische Virus in mir»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: regula saner

Sie wollen Oberamtmann werden, warum?

Oberamtmann sein, das ist ein Beruf und zugleich eine politische Aktivität. Ich habe schon immer das politische Virus in mir gehabt, für mich ist Politik mehr als ein Hobby. Ich kann in dieser Funktion also meine politischen Erfahrungen und meine Erfahrungen als Anwalt einbringen. Es ist diese Kombination, die mich fasziniert.

Haben Sie ein politisches Vorbild oder Denkmodell, an welchem Sie sich orientieren?

Nein, ich habe nicht ein Modell, an dem ich mich festhalte. Ich bin freisinnig im wahrsten Sinn des Wortes. Der französische Ausdruck für die FDP gefällt mir da weniger: «Libéral-radical», das hat für mich eine konservative Färbung. Ich bin jedoch überhaupt nicht konservativ, ich habe Visionen und Ideen. Innerhalb der Partei sind wir zudem frei, unsere Meinung zu äussern, und es finden offene und konstruktive Diskussionen statt.

Welche Ideen haben Sie für den Saanebezirk?

Viele! Ich werde zum einen alles unternehmen, um die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden zu fördern. Dann möchte ich, dass die Fusion 2011 zustande kommt. Der Bezirk als Ganzes sollte vermehrt die Referenzgrösse sein. Bei wichtigen Fragen, wie der Raumplanung oder dem Verkehr, sollten alle 36 Gemeinden des Saanebezirks einbezogen werden.

Wirtschaftsförderung ist auch eine Aufgabe des Oberamtmannes, wo würden Sie die Schwerpunkte setzen?

Für die grossen Fische ist die kantonale Wirtschaftsförderung zuständig. Der Oberamtmann kann aber in der Raumplanung die Gemeinden dazu animieren, gemeinsam Parzellen für neue Firmen auszuscheiden. Es wäre zudem gut, wenn noch mehr Gemeinden im Wirtschaftsnetz Freiburg zusammenarbeiten würden. Im Weiteren sollten wir einen regionalen Richtplan für den ganzen Saanebezirk erstellen. Mit dem neuen kantonalen Raumplanungs- und Baugesetz wird das möglich.

Was halten Sie von parlamentarischen Untersuchungskommissionen auf Gemeindeebene, welche der Gemeinderat Freiburg mit einem Rekurs beim Oberamt verhindern will?

Das Wichtigste ist, dass das Vertrauen zwischen der Exekutive und der Legislative der Stadt wieder hergestellt wird. Zwar müsste ich das Dossier zuerst genau studieren. Wenn das Gemeindegesetz aber parlamentarische Untersuchungskommissionen nicht verbietet, sehe ich keinen Grund, warum die Legislative diese Kompetenz nicht haben sollte. Transparenz ist eine wichtige Sache.

Die FDP hat derzeit einen bescheidenen Wähleranteil. Riskieren Sie mit Ihrer Kandidatur nicht zu viel?

Nein, gar nicht. Die Wahl des Oberamtmannes ist eine Personenwahl und nicht eine Parteienwahl. Stünde die Parteizugehörigkeit im Vordergrund, dann hätte ich keine Chance, da bin ich Realist. Ein Oberamtmann ist aber nicht Vertreter einer Partei, sondern Vertreter der Bevölkerung. Es geht darum, die kompetenteste Person zu wählen.

Und warum glauben Sie, das zu sein?

Ich würde von mir nicht sagen, dass ich die kompetenteste Person bin, aber ich bin kompetent. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Anwalt. Ich kenne die Bedürfnisse der Menschen aus der Praxis. Mehr als ein Drittel der Arbeit eines Oberamtmannes ist juristischer Natur. Ich bin zudem unabhängig (habe keine Verwaltungsratsmandate und ich bin nicht Staatsangestellter), ich bin jung und unverbraucht.

Weitere Infos: www.Boivin.ch

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