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«Ich habe vieles bewegt»

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Moritz Boschung nimmt nach zwölf Jahren Abschied von der Alp Stoss

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

Das Transparent mit der Aufschrift «Zwölf Jahre Entwicklungshilfe im Sense Oberland» hängt schon seit einigen Tagen an der Strasse nach Schwarzsee, bei der Abzweigung zur Alp Stoss. Die etwas provokative Aussage von Moritz Boschung ist auch das Motto des Alpabzuges vom Samstag (siehe Kasten). Er möchte diese Aussage in dem Sinne verstanden wissen, dass die Alpwirtschaft vor zwölf Jahren auf alten Ansichten und Strukturen beruht hat.«Man ging mit den Tieren auf die Alp und damit hatte es sich. Von Vermarktung sprach kaum jemand.» Mit seinem immer grösser werdenden Angebot und seinen innovativen Ideen habe er gezeigt, was neben der Tierhaltung auf einer Alp alles möglich ist: von der erfolgreichen Alpkäserei über Degustationen bis zum Wellnessbereich (Molkenbad, Massagen usw.).

Gegen Vorurteile gekämpft

Moritz Boschung erinnert sich gut an die Unkenrufe am Anfang. Viele Leute seien seinen Ideen skeptisch gegenübergestanden und hätten ihm prophezeit, dass es nicht gut gehen wird. «Ich habe das Gegenteil bewiesen und konnte die Vorurteile widerlegen. Das Angebot hat sich nicht nur bewährt, sondern ist zu einem wichtigen Standbein der Alpbewirtschaftung geworden.»

Zeit, etwas Neues anzupacken

Es brauche Zeit und viel Ausdauer. «Es dauert eine Weile, aber man kann etwas erreichen, wenn man dranbleibt.» Mittlerweile seien andere Alphirten seinem Beispiel gefolgt und hätten ähnliche Angebote aufgebaut. «Ich habe vieles bewegt und in dem Sinn Entwicklungshilfe für andere Alphirten und die Landwirtschaft geleistet», sagt Moritz Boschung.Über seine zukünftige Tätigkeit wollte Moritz Boschung noch nicht viel verraten. «Nach zwölf Jahren ist es Zeit, etwas Neues anzupacken», sagt er. Er sei bald 40 und habe noch ein, zwei Sachen, die er machen wolle. Eine seiner Optionen betrifft den Sport. Er hat in den letzten Monaten erfolgreich an verschiedenen Bergläufen teilgenommen. «Ich könnte noch zwei Jahre auf den Sport setzen und versuchen, auf eine WM-Medaille zu setzen», erklärt er. Er könnte sich aber auch vorstellen, eine Weile auf einem Schiff zu arbeiten. Seine politischen Ambitionen seien zumindest momentan auf Eis gelegt.

5000 Kilogramm Käse produziert

Seine letzte Saison auf dem Stoss behält Moritz Boschung in guter Erinnerung. «Es war ein guter Sommer, auch wenn er vom Wetter her nicht gerade ausgeglichen war.» Die Region Stoss-Ättenberg habe zweimal starken Hagelschlag gehabt. Trotzdem sei die Käseproduktion sehr gut gelaufen. Man habe etwa 5000 Kilogramm Käse produziert in der Alp-Sennerei.Etwas Wehmut verspürt Moritz Boschung schon. «Aber ich habe ein gutes Gefühl, weil ich weiss, dass es in meinem Sinne weitergeht» (siehe Kasten), erklärt er. Auf die Ausschreibung, die Alp-Sennerei zu verpachten, haben sich 22 Interessierte gemeldet, auch einige Bewerbungen, die ihn überrascht hätten.

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