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«Ich hatte schon immer einen guten Bezug zu diesem speziellen Ort»

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Autor: Lukas Schwab

«In der Weihnachtszeit ist der Friedhof wunderschön, ganz besonders wenn Schnee liegt», sagt Paul Minder. «Dann ist es ganz besonders still, und die vielen Kerzen sorgen für eine spezielle, feierliche Stimmung.» Der Friedhofgärtner spricht mit sanfter Stimme – als stünde er gerade mitten auf dem stillen, tiefverschneiten Friedhof. «Aber nicht nur der Friedhof ist an Weihnachten speziell, sondern auch die Menschen, die die Gräber besuchen», fährt er fort. Viele spürten wohl an Feiertagen eine besondere Verbundenheit mit den Verstorbenen. «Es scheint ein grosses Bedürfnis zu sein, an solchen Tagen ihrer zu gedenken.»

«Hof, wo Friede sein soll»

Paul Minder pflegt mit seinen Angestellten seit 1999 im Auftrag der Gemeinde Murten die Friedhöfe und ist auch in anderen Gemeinden als Friedhofgärtner tätig. Doch die Friedhofpflege begleitet den Landschaftsgärtner schon länger. «Bereits in meinem Lehrbetrieb arbeitete ich auf Friedhöfen.» Er habe deshalb schon immer einen ganz natürlichen und guten Bezug zu diesem speziellen Ort gehabt, aber dennoch dessen Mystik gespürt. Für ihn habe der Name schon immer alles über den Ort gesagt: «Es ist ein Hof, wo Friede sein soll.»

Dies gelte auch bei der Arbeit auf dem Friedhof, die sich von der normalen Gärtnerarbeit unterscheide. «Die Pflege ist einfach, aber die Leute sind an diesem Ort viel sensibler, und darauf gilt es Rücksicht zu nehmen.» Es sei zum Beispiel wichtig, auf dem Friedhof auch als Gärtner anständig gekleidet zu sein, bei der Arbeit auf die Ordnung zu achten und leise zu sprechen. «Gerade Mitarbeiter, für die die Friedhofspflege neu ist, müssen darauf vorbereitet werden.» Ein Problem sei dies aber nie. «Der Respekt und die Demut vor den Toten ist immer da.»

Gespräche mit Besuchern

Neben den Gärtnerarbeiten sind Minder auch die Kontakte zu den Friedhofsbesuchern wichtig. «Es kommt oft vor, dass man von ihnen angesprochen wird», erzählt er. Manchmal helfe es trauernden Menschen, mit einem Aussenstehenden über ihre Sorgen zu sprechen. «Mit den richtigen Worten oder einfach als guter Zuhörer kann man Trost spenden.» Unter jenen, die das Gespräch suchten, gebe es auch Menschen, die schlicht und einfach niemanden mehr zum Reden hätten. «Vor allem ältere Menschen, die den Partner verlieren, sind zum Teil ganz allein.»

Da er als Friedhofsgärtner regelmässig an Bestattungen teilnehme, befasse er sich auch selber mit dem Tod. «Insbesondere, seit ich älter geworden bin.» Das habe ihn aber nie belastet. «Der Tod gehört zum Leben, dessen muss man sich bewusst sein», sagt Minder. Trotzdem seien ihm einige Bestattungen sehr nahe gegangen: «Insbesondere, wenn es junge Menschen waren.» Die vielen Trauergespräche, die er gehört habe, hätten ihm aber auch geholfen: «Die Pfarrer haben oft Worte gefunden, die für mich passten.»

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