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«Ich mache mir nie Notizen»

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Manchmal führt eine Reise ganz woanders hin als geplant. So eine Situation erlebt Isabelle, die Protagonistin von Franz Hohlers Roman «Gleis 4». Als ihr ein älterer Herr am Bahnhof beim Tragen der Koffer hilft und dabei tot zusammenbricht, wird sie in seine Geschichte hineingezogen. Eigentlich hätte Isabelle in den Urlaub fahren wollen: Ab Gleis vier, Richtung Flughafen. Sie steigt in einen späteren Zug und verpasst den Flieger. Die irrtümlich mitgenommenen Habseligkeiten des Toten, darunter sein Handy, entführen sie statt nach Sizilien in die Vergangenheit des ehemaligen Verdingbubs.

Mit Humor und Tiefgang

Mit diesem und anderen Werken des Autors Franz Hohler haben sich mehrere Klassen des Kollegiums Gambach beschäftigt. Dass der Schriftsteller am Mittwochmorgen nun gleich selber daraus vorlas, war ein besonderer Anlass für die Schüler- und Lehrerschaft des Gymnasiums. «So einen renommierten Autor empfangen zu dürfen, ist natürlich ein grosses Privileg», sagte die Deutschlehrerin Ramona Jenny, die den Anlass organisiert hat. Das Werk Franz Hohlers eigne sich nicht nur zur literarischen Analyse, sondern rege auch zu Diskussionen zu verschiedenen Themen an.

Franz Hohler nahm sich viel Zeit für die Schülerinnen und Schüler, der Anlass bereitete ihm sichtlich Freude. Humorvoll-verschmitzt beantwortete er die Fragen des jungen, zweisprachigen Publikums. Auch sprach er über den Entstehungsprozess von «Gleis 4». Die Anfangsepisode sei ihm immer wieder zugeflogen: Ein untrügliches Zeichen, die Geschichte weiterzuverfolgen. «Ich mache mir nie Notizen, sondern vertraue auf Ideen, die immer wieder mit mir in Kontakt treten möchten.» Vieles sei zu Beginn noch nicht klar gewesen. «Ich musste gemeinsam mit der Hauptfigur Isabelle herausfinden, wer der Tote ist.» Das Schicksal von Verdingkindern ist dem 75-Jährigen aus familiären Gründen bekannt: «Mein Grossvater war ein Verdingbub, sprach jedoch nicht gerne darüber.» Zukünftigen Autoren riet er: «Das beste Rezept? Einfach drauflos schreiben.» Der Anlass ist bei den Schülern gut angekommen. «Es ist natürlich ein Highlight, wenn ein Autor persönlich vorbeikommt», sagte der 18-jährige Sven Krattinger aus Düdingen.

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